From Asia with Love von Hetty McKinnon

Hetty McKinnon From Asia with Love

Vegetarische Asien-Küche neu interpretiert

Hetty McKinnon präsentiert eine reiche Auswahl kreativer vegetarischer Rezepte, die die asiatische Küche ihrer Kindheit in zeitgemäße und leicht umsetzbare Gerichte übertragen. Von Soba-Nudelsalat, selbstgemachtem schnellem Kimchi und Miso-Kohl-Pesto bis zu Sesam-Ramen, saisonalen Dumplings und Mango-Pudding entfalten sich aufregende Geschmackskombinationen, die ohne viel Aufwand zubereitet werden können. Unwiderstehliche Aromen, die aus einfachen, frischen Zutaten entstehen, lassen Ost und West aufeinandertreffen und sorgen für kulinarische Glücksmomente.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: magentratzerl

    Hetty McKinnons Eltern wanderten aus der chinesischen Provinz Guangdong (Kanton) nach Australien aus; dort wurde sie auch geboren. Sie verbrachte Kindheit und Jugend zwischen australischem Alltag und chinesischen Essgewohnheiten – und fühlte sich weder richtig chinesisch noch richtig australisch. Nach der Geburt ihres dritten Kindes begann sie, richtig zu kochen, eröffnete einen Salat-Lieferdienst und begann die (ungefragt erteilten) Ratschläge ihrer Mutter zu verstehen. Heute lebt sie mit ihrer Familie in New York, kocht die Gerichte ihrer Kindheit – aber auch solche, in denen sie die klassisch chinesischen Ideen und Techniken mit den westlichen Einflüssen, die sie ebenfalls geprägt haben, kombiniert. Einige Kochbücher gehen inzwischen auf ihr Konto; das hier ist das erste, das ins Deutsche übersetzt wurde. Als allererstes ist das ein sehr hübsches Buch geworden: helles, freundliches Layout und übersichtlich gestaltete Rezepte sorgen dafür, dass man gerne im Buch liest. Jedem Rezept steht ein ganzseitiges Food-Foto gegenüber, und die Fotos sind etwas Besonderes. Hetty McKinnon hat sie selbst gemacht und das Essen bei sich zuhause einfach so fotografiert, wie es in ihrer Familie auf den Tisch kommt. Dazu hat sie eine analoge Kamera verwendet – die Fotos wirken sehr familiär, man fühlt sich mitgenommen in das Familienleben. Jetzt aber zu den inneren Werten. Vorweg: dies ist ein vegetarisches Kochbuch. Die Sortierung der Rezepte gefällt mir richtig gut und orientiert sich eindeutig an den Schwerpunkten, die man in China beim Essen setzt: Frühstück, Nudeln, Dumplings und Kleinigkeiten, Dinge, die man zu Reis essen kann, Salate und Süßes, das nicht zu süß ist. Es gibt kein Marmeladenbrot oder Muesli zum Frühstück, sondern gebratenen Reis, Tomatensuppe mit Rührei oder den Hong-Kong-Klassiker Rührei-Sandwich mit Milchtee. Es gibt eine Art Dumpling-Baukasten mit verschiedenen saisonalen Füllungen wie Rote Bete und Ricotta oder Karotte, Kimchi und Feta. Zum Reis gibt es Mapo Tofu, gedämpften Eierpudding oder auch Rosenkohl in Pfeffersauce mit kaltem Seidentofu – die Bandbreite ist groß, man merkt die Herkunft der Rezepte und freut sich über die Kreativität, mit der da gearbeitet wird. Im Zeitalter des Internets stellt sich gerne mal die Frage – soll ich mir überhaupt noch Kochbücher kaufen? Ich kann ja alles googlen. Was man nicht googlen kann, ist die Persönlichkeit, die hinter all diesen Rezepten steht, und diese Komponente ist hier ganz stark. Es ist ein sehr persönliches Buch, und das nicht nur wegen der Fotos. Das Buch ist voller Geschichten. So erzählt sie, dass sie das herzhafte Frühstück, dass ihre Mutter immer auf den Tisch brachte, für eine Marotte hielt – bis sie bei einer Reise nach nach Singapur begriff, dass das ein wesentlicher Bestandteil asiatischer Esskultur ist. Das Buch hat mich vor Herausforderungen gestellt – ich hätte am liebsten alles ausprobiert – das hier ist die (vorläufige) Ausbeute: Da gibt es bei den Grundrezepten Ideen für schnelles Kimchi. Das basiert auf einer Würzpaste (vorne im Bild), mit der man die verschiedensten Gemüse in Kimchi verwandeln kann. Im Bild seht Ihr Pilzkimchi (hinten links) und Fenchelkimchi (hinten rechts). Die Ergebnisse sind sofort verzehrfertig; ich finde aber, dass sie profitieren, wenn man alles ein paar Tage stehen lässt. Das sind Tofubällchen mit reichlich Koriandergrün, gewürzt mit Fünfgewürz. Dazu gibt es einen Dipp aus Mayonnaise, Knoblauch, Fünfgewürz und Chilisauce. Die Bällchen sind wunderbar knusprig und aromatisch. Zu den Bällchen haben wir gebratenen Spinat mit Miso gegessen – eigentlich ein Rezept für Wasserspinat, es schmeckt aber auch mit heimischem Spinat oder anderem Blattgrün. Gebratene Nudeln (chao mian oder chao mein) sind ja so ein Klassiker. Hetty Mc Kinnon läßt dazu den Wok im Schrank und bereitet alles im Backofen zu – und das ist sehr genial. Klar habe ich die Teigtaschen ausprobiert – drinnen ist eine Füllung aus Blumenkohl, Curry und Linsen – sehr fein. Und was bei mir Pluspunkte gibt: das Verhältnis von Teig zu Füllung hat gestimmt, es blieb nichts übrig. Die Brownies mit Sojasauce sind toll. Die Sojasauce schmeckt nicht heraus, vertieft aber den schokoladigen Geschmack. Die Brownies werden ohne Mehl gebacken – es sind statt dessen gemahlene Mandeln drin – und haben genau die richtige feuchte Konsistenz innen. Salat aus „geprügelten“ Gurken ist ja recht bekannt. Hier bekommen die Gurken ein cremiges Sesam-Dressing; das ist sehr gut. Edamame, in einer Gewürzpaste gebraten und mit frittierten Curryblättern serviert. Sehr gut zum Reis, aber auch einfach so zum Knabbern. Fazit: Ich zucke immer zusammen, wenn ich an einem Restaurant vorbeikomme, das mit „panasiatischer Küche“ wirbt; da vermute ich nichts gutes. Panasiatische Küche mit Inspiration aus verschiedenen Länderküchen gibt es hier auch – zusammengetragen mit viel persönlicher Geschichte und Erfahrung und das macht richtig Spaß. Die Rezepte sind originell, stehen ohne größere Umstände auf dem Tisch und haben uns ausnahmslos glücklich gemacht.
  • Von: buchkenner

    Heute geht es mal wieder an den Herd. From Asia with Love entführt uns, wie der Name schon sagt, in die asiatische Aromenwelt. Mit alltagstauglichen, aber auch aufwendigeren Rezepten soll man sich die Küche nach Hause holen können. Verpackt wird das Ganze optisch in ein schlichtes und familiäres Setting. Die Aufmachung wirkt authentisch und besonders der Mangel an Hochglanz verstärkt den minimalistischen fernöstlichen Schick. Stattdessen gibt es Einblicke vom Esstisch der Autorin und lauter selbstgeschossene Fotos. Auch an Hochwertigkeit in der Verarbeitung fehlt es nicht. Über 250 Seiten gebunden in einem sehr schweren Hardcover. Besonders kann das Buch hier noch mit einem Index am Ende punkten, bei denen man die Gerichte nach Zutaten suchen kann. Perfekt für die Orientierung. Inhaltlich hat das Buch folgendes zu bieten: Der perfekte Start in den Tag Nudeln: Eine Portion Glück Dumplings und andere kleine Köstlichkeiten Kein Essen ohne Reis – was man dazu serviert So viel mehr als nur Salat Nicht zu süß Meinung: Vorweg muss ich sagen, dass ich ein großer Fan der asiatischen Küche bin. Mit Familie und Freunden gehen wir sehr gern Essen, ob beim klassisch „deutschen“ Buffetchinesen, beim stylishen Vietnamesen oder auch mal schnell beim Thaiimbiss um die Ecke. Auch daheim kochen wir gerne Gerichte von diesem Kontinent, trauen uns dort aber keine allzu schwierigen Rezepte zu. Dank dieses Buches habe ich nun zum ersten Mal selbst Wantan und Dumplings gemacht. Beides Dinge, die ich wirklich gerne esse, an die ich mich aber ohne dieses Buch nie rangetraut hätte. Mithilfe der Anleitungen von McKinnon habe ich nun aber meine ersten Versuche gewagt und ein leckeres Ergebnis bekommen. Optisch mangelt es natürlich noch ein wenig, aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Neben den leckeren Teigtaschen haben wir natürlich noch andere Sachen ausprobiert. Ein „Geht-immer-Öl“ zusammengerührt, Suppen gekocht und einfach mal ein schnelles Abendessen aus Reisnudeln gemacht. Geschmeckt hat uns alles gut, es war bisher aber noch nicht die neue Leibspeise dabei. Was nicht ist, kann aber ja vielleicht noch werden. Es gibt nämlich noch einige Rezepte, die ich sehr gern ausprobieren mag. Denn zwei Aspekte sprechen mich an den Rezepten besonders an. Zum einen die Tatsache, dass alles vegetarisch ist und zum anderen einiges auch glutenfrei, worüber sich mein Magen sehr freut. Die Umsetzbarkeit der Gerichte ist sehr unterschiedlich. Manches können schon Kochlaien gut machen, für manche Gerichte benötigt man mehr Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Grundsätzlich würde ich aber sagen, man sollte zumindest ein interessierter Hobbykoch sein. Für blutige Anfänger gibt es passendere Lektüren. Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet, schön bebildert und mit einer persönlichen Anekdote unterlegt. Man sieht auf den ersten Blick, ob sie glutenfrei sind und bekommt für manche Zutaten Alternativvorschläge. Eine gute Sache wie ich finde, den um alles nachzukochen, sollte der Küchenschrank wirklich gut bestückt sein. Die exotischen Zutaten bleiben halt leider nicht aus, wenn man authentischen Geschmack haben möchte. Etwas schwierig finde ich teilweise die Angaben bzw. die fehlenden Angaben. Die Personenanzahl, für die das Gericht gedacht ist, variiert sehr stark, sodass man viel Umrechnen muss. Durchgängige Angaben für z.B. 4 Personen wären mir lieber. Auch die komplett fehlenden Nährwertangaben finde ich immer ein bisschen Schade, aber das ist ein Luxus den einfach nicht jedes Kochbuch bieten kann. Fazit: Eine tolle vegetarische Reise nach Asien, die mir hilft, auch zu Hause in den Flair des Kontinents einzutauchen.
  • Von: Ines

    Besonders gefällt mir, dass in diesem Buch die asiatische Küche und die einzelnen Zutaten von Grund auf erklärt sind. Die Rezepte sind sehr verständlich geschrieben und die Bilder machen richtig Lust zum Kochen.
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