Böses Blut von Robert Galbraith

Robert Galbraith Böses Blut

Ein alter Fall, der Strike mehr abverlangt als alle je zuvor …Robert Galbraith in Höchstform.

Atemberaubend, labyrinthisch, episch – der 5. Cormoran-Strike- und Robin-Ellacott-Roman ist der bislang fesselndste und faszinierendste aus der Feder von Bestsellerautorin JK Rowling!

Cormoran Strike ist gerade zu Besuch bei seiner Familie in Cornwall, als er von einer Frau angesprochen wird, die ihn bittet, ihre Mutter, Margot Bamborough, ausfindig zu machen, die 1974 unter mysteriösen Umständen verschwand.

Strike hatte es noch nie mit einem Cold Case zu tun, geschweige denn mit einem, der bereits vierzig Jahre zurückliegt. Doch trotz der geringen Erfolgsaussichten ist seine Neugier geweckt, und so fügt er der langen Liste an Fällen, die er und seine Arbeitspartnerin Robin Ellacott gerade in der Agentur bearbeiten, noch einen hinzu. Robin selbst hat mit einer hässlichen Scheidung und unerwünschter männlicher Aufmerksamkeit zu kämpfen – und dann natürlich mit ihren Gefühlen für Strike …

Strikes und Robins Nachforschungen zu Margots Verschwinden führen sie auf die Fährte eines vertrackten Falls mit Hinweisen auf Tarotkarten, einen psychopathischen Serienkiller und Zeugen, die nicht alle vertrauenswürdig sind. Und sie merken, dass sich selbst Fälle, die schon Jahrzehnte alt sind, als tödlich herausstellen können ...

Außerdem aus der Cormoran-Strike-Reihe lieferbar:
Der Ruf des Kuckucks
Der Seidenspinner
Die Ernte des Bösen
Weißer Tod

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Fynn

    "Böses Blut" ist der fünfte Teil der Cormoran Strike Serie. Schon bevor das Buch in Deutschland erschien stand es besonders auf Instagram heftig in der Kritik. Blogger riefen dazu auf, dass Buch, dass J.K. Rowling unter Pseudonym geschrieben hat zu boykottieren. Manche gingen sogar soweit, dass sie ihre Harry Potter Bücher verbrannten. Ohne groß auf die Aktion einzugehen finde ich es doch unpassend (im geschichtlichen Aspekt, aber auch einfach kulturell gesehen) Bücher zu verbrennen. Jedem das Seine, aber vielleicht hätte es einfach gereicht die Bücher nicht mehr zu kaufen. Doch was ist der Grund dafür? Einige Twitter Beiträge von ihr sollen Transfeindlich sein. Ich habe mich zu wenig darüber informiert um hier ein Urteil zu fällen (bei Google könnt ihr euch gerne ein eigenes Bild davon machen. Trotzdem ist es mir natürlich wichtig, dass man anderen Menschen mit Respekt und Akzeptanz begegnet. Zum Höhepunkt des Hates kam es dann jedoch, als bekannt wurde, dass in diesem neuen Buch ein Mann vorkommt, der als Frau verkleidet mordet. Der Hass wurde noch größer und auch wenn ich das Ganze ziemlich am Rande mitbekommen habe, hat es mir etwas die Vorfreude an dem Buch genommen. Natürlich will man nicht das Buch von jemanden Lesen, der Hass und Ignoranz verbreitet, doch mein erster Eindruck war auch, dass viele diesen "Skandal" hochschaukeln. Besonders stutzig wurde ich dann, als ich erfahren hatte, dass die, die am lautesten Schreien das Buch noch gar nicht gelesen haben. Warum ich mich jetzt entschieden habe "Böses Blut" zu lesen? Eigentlich ist es ganz einfach: ich wollte mir meine eigene Meinung bilden. Gefühlt niemand, der dieses Buch kritisiert hat, hat es auch gelesen. Außerdem haben mir die vier vorherigen Bände einfach gut gefallen. Da wollte ich natürlich auch wissen, wie es mit meinen liebsten Charakteren weitergeht. Als das Buch dann bei mir Zuhause lag, blieb es jedoch einige Zeit im Bücherregal. Doppelt schade, weil es war sogar ein Rezensionsexemplar (tut mir wirklich leid :-( ). Dann habe ich jedoch endlich das Buch in Angriff genommen und was soll ich sage? Es hat mich wirklich gepackt. 1200 Seiten sind ziemlich viel für einen Kriminalroman, doch hier ist es gar mir gar nicht aufgefallen. Die Seiten flogen nur so dahin und es war wirklich spannend. Die Charaktere waren wie immer super ausgearbeitet und wirklich authentisch. Der Schreibstil zog mich in seinen Bann und dieses Buch schenkte mir sehr gut Lesestunden. Der einzige Kritikpunkt ist an manchen Stellen die Länge. Auch wenn die Seiten nur so fliegen merkt man an einigen Stellen, dass die Beschreibungen zu sehr ins Detail gehen. Für manch einen Leser kann das etwas zu ausführlich sein und den Lesefluss stören. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Doch im Hintergrund lief jedoch immer wieder die Diskussion von Instagram. Ich persönlich konnte das Buch nicht so genießen, wie ich es rein vom Inhalt her getan hätte. Die Debatte ging dann soweit, dass einige Blogger den Namen J.K. Rowling nicht mehr nennen wollten. Es begann also wirklich albern zu werden und die Debatte, die eigentlich wirklich wichtig gewesen wäre ging einfach verloren. Man hätte sich austauschen können, inwiefern Autor und Werk im Zusammenhang gesehen werden sollen. Dann bleibt natürlich noch die Frage, ob es bestimmte No-Gos in der Literatur geben sollte. Gewalt, Missbrauch etc. gehören zu Thrillern. Trotzdem frage ich mich immer, ob es Grenzen geben soll. Persönlich gibt es die garantiert, doch ein Gedankengut vollen Hass sollte meiner Meinung nach gar nicht publiziert werden. Das sehe ich jedoch bei "Böses Blut" nicht! Hier sehe ich nur, dass einige wenige sich lauthals über etwas aufgeregt haben, wo sie sich vielleicht besser informieren hätten sollen. Naja, jetzt will ich natürlich nicht anfangen andere zu verurteilen. Es hat mir wirklich schwer gefallen diese Rezension zu schreiben. Ein paar Sachen mussten mal gesagt werden, aber es soll klar sein, dass ich damit keine Person verletzten will, oder vielmehr Hass und Ignoranz einen Raum geben will. Ich sehe Recht und Unrecht auf beiden Seiten. Vielleicht kam dadurch die "Rezension" an sich etwas zu kurz, aber ich glaube die meisten Leser zögern bei diesem Buch vielmehr wegen dem Wirbel in den sozialen Medien. Als Fazit kann ich sagen, dass dieses Buch ein wirklich großartiger Krimi ist und genauso wie die anderen Bücher der Reihe ein absolutes Muss in Sachen Spannung ist. Zu den Vorwürfen bin ich noch in einen Zwiespalt. Die Kritik an dem Buch an sich ist aus dem Kontext gerissen und zum Teil einfach nur falsch. Manche argumentieren damit, dass man nach den Tweets von J.K. Rowling gar keine Bücher von ihr lesen sollte. Ich kann diese Punkte verstehen und es ist schlimm, wenn sich Leute davon angegriffen fühlen. Meiner Meinung nach sollte man jedoch eine Grenze zwischen Werk und Autor schaffen. Ich weiß, dass dem viele widersprechen. Natürlich gibt es in meiner Ansichtsweise auch Ausnahmen. Aber ich muss nicht mit den Ansichten des Autors zu 100% übereinstimmen, um sein Buch zu lesen. Letztendlich sind zu dem Inhalt von "Böses Blut" die Vorwürfe zum großen Teil aber einfach falsch. Ein Boykott zu J.K. Rowling ist also vielmehr eine Aktion gegen die Autorin und ihre Aussagen. In diesem Aspekt fällt es mir schwer ein wirkliches Fazit zu schreiben. Das Buch an sich lohnt sich und wenn ihr es könnt lest es einfach als normalen Krimi und beachtet das ganze Drumherum gar nicht. Wenn das nicht geht boykottiert das Buch, oder schafft euch ein eigenes Bild. Für mich hat sich das auf jeden Fall gelohnt.
  • Von: mareike liest

    Eins vorneweg: Mit knapp 1200 Seiten ist dieses Buch ein Megaschinken. Natürlich ein Traum für jeden Leser. Mehrere kleine Fälle beschäftigen die Detektive Cormoran und Robin, als ein neuer Fall reinkommt, der sich mit dem Verschwinden einer Ärztin vor Jahrzehnten beschäftigt. Ihre Tochter möchte endlich Gewissheit haben, was damals mit ihrer Mutter passiert ist. Was anfangs sehr aussichtslos erscheint, entwickelt sich zu einem höchst komplexen Verbrechen, das bis fast zum Schluss nicht lösbar erscheint. Und die Lösung überrascht auch am Ende. Zusätzlich muss sich Strike mit seiner krebskranken Tante beschäftigen, die nicht mehr allzu viel Lebenszeit hat. Ein umfangreicher Roman, der aber keinesfalls langatmig oder spannungslos ist. Meiner Meinung nach der bisher beste Band in der Reihe.
  • Von: Buch und Ton

    Der fünfte Fall für das Duo Cormoran Strike und Robin Ellacott beschert den Beiden und ihrem Team den Auftrag, eine vor 40 Jahren spurlos verschwundene Frau zu finden. Trotz der anfänglichen Aussichtslosigkeit, die der erste Cold Case Fall für die Detektei mit sich bringt, ist die Neugierde von Cormoran Strike geweckt und so nehmen er und seine Partnerin Robin Ellacott sich des Verschwindens von Margot Bamborough, der Mutter ihrer Auftraggeberin, an und schon alsbald entwickelt sich eine Verquickung verzwickter Zusammenhänge und in das Dunkel und die Verwirrungen der Vergangenheit kommen zunehmend mehr und mehr Licht- und Sonnenstrahlen. Doch nicht nur in beruflicher Hinsicht ist „Böses Blut“ ein spannender neuer Roman von J.K Rowling, deren Pseudonym Robert Galbraith ist. Denn auch im privaten Umfeld der beiden Hauptfiguren geschehen so einige Ereignisse und Veränderungen, die emotional für beide Ermittler sehr sensibel sind und dazu führen, dass die Beiden nicht immer einen klaren Kopf für ihren Cold Case Fall haben können. Wie die Romane zuvor, so sind auch dieses Mal die Schilderungen der Umstände, Zusammenhänge und Begebenheiten sehr ausführlich geschehen, was einerseits dazu führt, dass der Leser stets allumfassend informiert ist, andererseits allerdings auch ab und zu ein paar kleine Längen beim Lesen aufkommen lässt. Aber das ist der Schreibstil der Autorin und letztlich klärt sie damit lediglich etwas mehr auf, als es vielleicht sein müsste. Die Beschreibungen der Situationen, Schauplätze, Gefühle und Zusammenhänge sind hervorragend. Man kann das Buch flüssig lesen und fühlt sich als Leser zu jeder Zeit inmitten des Geschehens. Und nach rund 1200 Seiten endet dieser neue Roman von Robert Galbraith dann mit einem einigermaßen überraschenden Ende und hinterlässt den Leser einerseits befriedigt und andererseits etwas traurig. Befriedigt aufgrund des Umstands, dass man das neue Buch rund um das Ermittlerduo fertig gelesen und von Anfang an eine fesselnder Spannung geboten bekommen hat, traurig, weil nun das – hoffentlich nicht allzu lange – Warten auf den sechsten Band der Reihe beginnt.
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