Die Farbe des Nordwinds von Klara Jahn

Klara Jahn Die Farbe des Nordwinds

Wenn die Suche nach der Heimat zur Suche nach dir selbst wird

Schon immer hat Ellen sich wie eine Besucherin in ihrem eigenen Leben gefühlt. Außer einmal, als Kind, als sie mit ihrer Mutter kurz auf den Halligen lebte. Abreisen wollte sie damals nicht, doch sie hatte keine Wahl. Nun kehrt sie zurück auf dieses merkwürdig vertraute Fleckchen Marschland. Und zu Liske, die damals wie eine Schwester für sie war. Ihre Annäherung wühlt alte Konflikte wieder auf, doch Ellen lässt sich nicht entmutigen. Denn sie weiß: Dies ist ihre Seelenheimat.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: kelo24

    Der Roman spielt in zwei Handlungssträngen: der Gegenwart und der Vergangenheit vor ca. 200 Jahren, als „Damals“ bezeichnet. In der Gegenwart begegnen wir Ellen, die als Teenager eine kurze Zeit auf der Hallig glücklich war und hier wieder anknüpfen möchte; in der Vergangenheit berichtet ein zunächst noch namenloser Protagonist von seinem Leben, dem Weggang und der Rückkehr auf die Hallig. So unterschiedlich, wie die Protagonisten und ihre Geschichten auf den ersten Blick auch scheinen, ergeben sich nach und nach doch etliche Gemeinsamkeiten und Parallelen in ihren Lebensläufen. Besonders im „Damals“ habe ich die vorherrschende Stimmung immer als sehr schwermütig empfunden, was aber perfekt zum damaligen Leben auf einer Hallig gepasst hat. Es war ein entbehrungsreiches, schweres Leben, dem man sich anzupassen hatte, mit einer ganz klaren Rollenverteilung. Die Halliglüüd waren schon ein ganz spezieller Menschenschlag. Klara Jahn hat in ihrem Roman sehr anschaulich und authentisch das Leben auf einer Hallig im „Damals“ und zur heutigen Zeit beschrieben. Gut gefallen hat mir auch, dass eine Chronik über die große Sturmflut von 1825 in die Handlung mit eingeflossen ist. Dabei ist auch deutlich geworden, dass Küsten- und Deichschutz auch schon vor über 200 Jahren ein wichtiges Thema war und bis heute geblieben ist. Auch Natur- und Umweltschutz werden im gegenwärtigen Handlungsstrang in verschiedenen Aspekten beleuchtet. Es zeigt sich, dass die Balance zwischen dem Aufrechterhalten der Traditionen und dem Annehmen der modernen Annehmlichkeiten nicht immer einfach ist. Man muss sich auf diesen Roman einlassen können, vor allem auf die mitunter vorherrschende düstere Grundstimmung, aber die Beschreibung von den Naturgewalten und dem Leben am Meer entschädigt dafür wieder.
  • Von: Shayariel

    Die Schriftstellerin Klara Jahn ist auch bekannt als Bestsellerautorin Julia Kröhn, während ihres Studiums hat sie drei Monate in Cismar, Ostsee, verbracht und sich in die Landschaft verliebt. Wobei Ostholstein ganz anders als ist, als eine Nordseehallig. Das Buch beginnt mit einer Zeitebene Anfang des 19. Jahrhunderts, es wird sehr deutlich und bedrückend beschrieben, wie hart das Leben auf der Hallig war. Die Pflichten wurden immer verrichtet, dass die Mutter des Erzählers dieser Zeitlinie nach dem Tod des Vaters in eine Depression verfällt und nichts mehr macht ist für die Söhne und anderen Halligbewohner unverständlich. Ein Fußbad mit Milch soll es richten. Die zweite Zeitebene spielt im Jetzt. Ellen kehrt nach 20 Jahren zurück auf die Hallig, wo sie als Jugendliche für eine einen kurzen Zeitraum glücklich sein konnte. Ihre Mutter hatte einen Halligbauern geheiratet, dessen Tochter Liske für sie wie eine Schwester war. Nach einem Land unter verlassen Ellen und ihre Mutter die Hallig. Ellen schwört sich eines Tages zurück zu kommen und 20 Jahre später kommt sie als Lehrerin auf die Hallig zurück. Liske ist wenig begeistert und nicht es ihr nicht einfach. Eine Aufarbeitung der Vergangenheit muss her. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn das Cover war Liebe auf den ersten Blick, leider konnte es mich nicht komplett überzeugen. Die meiste Zeit fühlte ich mich in grau gehüllt, was meiner eigenen depressiven Verstimmung nicht gut getan hat. Vielleicht hätte ich das Buch anders empfunden, wäre ich besser drauf gewesen. Tatsächlich hat mich die alte Zeitlinie mehr überzeugt, als die, die eigentlich im Vordergrund stehen sollte. Ich stelle das Buch erstmal ins Regal und gebe ihm eine neue Chance, wenn ich selber gut drauf bin. Darum gibt es von mir 4 von 4 Sternen 🌟🌟🌟🌟 Lieben Dank an den Heyne Verlag für das kostenlose Bereitstellen des Rezensionsexemplares.
  • Von: Sway28

    Von diesem Roman bin ich absolut begeistert. Er ist sehr schöngeschrieben und lässt sich auch super gut lesen. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen und auch die Gefühle und Handlungen der einzelnen Protagonisten nachempfinden. Im Mittelpunkt dieser tollen Geschichte steht Ellen, die als Kind mit ihrer Mutter von einem Ort zum anderen Ort zog. Unter anderem lebte sie auch auf der Hallig. Dort fühlte sie sich heimisch, war glücklich mit ihrer Stiefschwester Liske. Doch dann zog sie mit ihrer Mutter auch hier wieder weg. Nach 20 Jahren kehrt sie zurück, um als Lehrer hier ihr Zuhause zu finden. Doch das Leben ist hart und die Einwohner der Hallig erweisen sich als sehr abweisend und auch ihre Stiefschwester macht ihr das Leben schwer. Dennoch gelingt es ihr sich durchzubeißen und Schritt für Schritt ein neues Leben aufzubauen.
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