Die Farbe des Nordwinds von Klara Jahn

Klara Jahn Die Farbe des Nordwinds

Wenn die Suche nach der Heimat zur Suche nach dir selbst wird

Schon immer hat Ellen sich wie eine Besucherin in ihrem eigenen Leben gefühlt. Außer einmal, als Kind, als sie mit ihrer Mutter kurz auf den Halligen lebte. Abreisen wollte sie damals nicht, doch sie hatte keine Wahl. Nun kehrt sie zurück auf dieses merkwürdig vertraute Fleckchen Marschland. Und zu Liske, die damals wie eine Schwester für sie war. Ihre Annäherung wühlt alte Konflikte wieder auf, doch Ellen lässt sich nicht entmutigen. Denn sie weiß: Dies ist ihre Seelenheimat.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Arh

    Ein umfangreicher, großartiger Roman mit wenig Spannung, aber viel Leben. An einigen Stellen vielleicht etwas langatmig, zu ausschweifend, aber im ganzen ein Buch, das bezaubert, auf die Halligen entführt und deren Zauber einfängt. Erzählt wird die Geschichte auf zwei verschiedenen Erzählsträngen zu zwei verschiedenen Zeitebenen, aus Sicht von Liske und ihrer Mutter Ellen und der von Arjen, welcher damals den Ort verließ, um ein Gelehrter zu werden. Interessanter Protagonisten, die den Ort bevölkern und ihm Leben einhauchen. Die Schwierigkeit von den Bewohnern angenommen und akzeptiert zu werden. Ein besonderer Ort, mit besonderen Menschen. Mit vielen Informationen rund um das Leben, Flora und Fauna auf den Halligen, die Lebensumstände und den Schutz der Natur. Die etwas andere Geschichte, die durchaus fesselnd ist, wenn man sich ihr hingibt.
  • Von: diebecca

    ​ In dem Buch Die Farbe des Nordwinds von Klara Jahn kehrt Ellen nach zwanzig Jahre auf die Hallig zurück, wo sie als Jugendliche kurz gelebt hat. Sie hat das sturmumtoste Flecken im Wattenmeer nie vergessen. Sie will endlich ankommen, doch ihre ehemalige Stiefschwester Liske macht es Ellen nicht leicht, denn sie weiß noch genau, wie es ist, verlassen zu werden. Doch Ellen lässt sich nicht unterkriegen und schöpft Kraft aus der Landschaft. Beim Titel habe ich mich gleich nach der Bedeutung gefragt, das Cover hat sehr natürliche Farben. Das Buch lässt sich flüssig lesen und erzählt abwechselnd aus der Gegenwart und der Vergangenheit. Das Leben auf der Hallig wird sehr gut beschrieben, sowohl früher als auch heute. Man lernt auch viel über die Halligen und ihre Geschichte. Familie und Freunde spielen eine große Rolle. Leider gibt es immer wieder zwischemenschliche Schwierigkeiten. Die Kinder gehen dort in die Schule, Ellen ist die Lehrerin, man erfährt viel über die Kinder und ihr Leben auf der Hallig. Auch die Vergangenheit spielt eine Rolle. Ein Buch, das von einem Leben erzählt, das so anders ist, als unseres.
  • Von: Sannysbuchwelten

    In diesem Buch geht es darum auf die Vergänglichkeit des Halligen aufmerksam zu machen. Um den Naturschutz und die Gefahren das mit immer mehr Plastik auch die Vielzahl der Vögel sterben werden, weil diese die Gefahr nicht erkennen können. Das Buch ist auf zwei Zeitebenen geschrieben. Das ,,Damals“ erzählt die Zeit um 1825 und die Gegenwart das ,,21. Jahrhundert“. Das Buch ist mehr ein Sachbuch für mich wie ein historischer Roman, wie ich ihn sonst von der Autorin kenne. Ich bin erstaunt wie klar und schnörkellos von den Halligen und ihren Bewohnern geschrieben wird. Liske sieht den Umstand sehr skeptisch, als Ellen wieder auf der Hallig als Lehrerin, auftaucht. Was will die ,,Zugereiste“ hier? Wird Ellen erneut gehen? Das sind die Gedanken der jungen Mutter. Doch Ellen versucht Liske zu verstehen zu geben, dass sie sich nur auf den Halligen jemals ,,heimisch“ gefühlt hat. Ellen’s Mutter hat die Jugendliche vor Jahren erneut aus die Gemeinschaft gerissen. Aber Ellen fühlt sich auch selber schuldig, dass sie nicht mehr Gegenwehr geleistet hat. Jetzt möchte Ellen bleiben, doch es wird der jungen Frau nicht leicht gemacht. Doch Ellen ist da wie die Halligen, unerbittlich und unverwüstlich.
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