Die Rabentochter von Karen Dionne

Karen Dionne Die Rabentochter

Mit elf Jahren erschoss Rachel ihre Mutter. Ein tragischer Unfall – doch die Erinnerung trügt, und die Wahrheit tötet ...

Fünfzehn Jahre ist es her, dass die damals 11-jährige Rachel Cunningham ihre Mutter erschoss. Ein tragischer Unfall – so ihre Erinnerung. Seither lebt Rachel freiwillig in einer psychiatrischen Klinik, ohne ihre Schuldgefühle je überwunden zu haben. Doch Trevor Lehto, ein Bekannter und angehender Journalist, möchte für eine Reportage mehr über den damaligen Fall herausfinden. Auch in Rachel erwacht der Wunsch, sich endlich der ganzen Wahrheit zu stellen. Wild entschlossen verlässt sie die Klinik und fährt zu ihrer Tante Charlotte und ihrer Schwester Diana, die im Elternhaus von Rachel und Diana leben, einem herrschaftlichen Jagdhaus. Damit begibt sich Rachel jedoch in höchste Gefahr, denn die beiden hüten ein tödliches Geheimnis ...

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Sam

    Rachel lebt seit 15 Jahren mit der Gewissheit, als Elfjährige ihre Mutter umgebracht zu haben. Um für ihre Schuld zu büßen, hat sie sich freiwillig in eine geschlossene psychiatrische Klinik einweisen lassen. Als der Journalist Trevor Lehto ihre Geschichte veröffentlichen will, beginnt Rachel, an ihrer Version der damaligen Ereignisse zu zweifeln. Um herauszufinden, was vor 15 Jahren wirklich geschehen ist, begibt sich Rachel zurück an den Schauplatz des Verbrechens: in ein einsames Jagdhaus mitten in den Wäldern Michigans, das nun von ihrer Schwester Diana und ihrer Tante Charlotte bewohnt wird. 'Die Rabentochter' wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen erhalten wir Einblicke in die Vergangenheit von Rachels Eltern und ihrer neun Jahre älteren Schwester Diana, zum anderen begleiten wir Rachel in der Gegenwart auf der Suche nach der Wahrheit. Durch diesen ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart kann sich viel Spannung aufbauen, sodass die relativ kurzen Kapitel meist mit einem Cliffhanger enden. Ständige Wendungen und Schockmomente lassen garantiert keine Langeweile aufkommen. Außerdem gelingt es Karen Dionne, Rachel und ihre Mutter als so sympathisch zu porträtieren, dass es einem als Leser*in nicht schwerfällt, sich auf die Seite der Protagonistinnen zu schlagen. Das Setting des Thrillers ist besonders passend und trägt meines Erachtens viel zur Geschichte bei. Das alte Jagdhaus liegt inmitten eines verwilderten Waldes, meilenweit von der nächsten Stadt entfernt und ist zu allem Überfluss auch noch voll mit ausgestopften Tieren, was ein besondern beklemmendes Gefühl aufkommen lässt. 'Die Rabentochter' enthält Elemente des magischen Realismus, was für das Thrillergenre sicher außergewöhlich ist. Hier hängt es vom persönlichen Geschmack der Leser*innen ab, wie diese Elemente bewertet werden. Während die einzelnen Kapitel sehr kurzweilig sind und viele Überraschungsmomente bereithalten, war die Auflösung des Thrillers meiner Meinung nach zu vorhersehbar. Auch würde ich das Ende kritisieren, das für meinen Geschmack ein wenig zu simpel und perfekt ausfällt. Insgesamt ist 'Die Rabentocher' ein spannender und kurzweiliger Thriller, der durch sein Setting im Winter perfekt in die kalte Jahreszeit passt.
  • Von: aspisheimer

    Zum Inhalt: Seit 15 Jahren lebt die inzwischen 26 Jahre alte Rachel Cunningham freiwillig in einer psychiatrischen Klinik. Vor 11 Jahren wurden ihre Eltern tot aufgefunden, Rachel war verschwunden und tauchte 14 Tage später sprach- und bewegungslos wieder auf. In ihrer Erinnerung ist Rachel schuld an dem Tod ihrer Eltern – ein tragischer Unfall. Doch stimmt das wirklich? Als der angehende Journalist Trevor um ein Interview bittet, erwacht in Rachel der Wunsch sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Sie entlässt sich selbst aus der Klinik und kehrt in ihr Elternhaus, dem herrschaftlichen Jagdhaus im Wald, indem ihre Schwester Diane und ihre Tante Charlotte leben, zurück. Hier überkommt Sie die Erinnerung an ihre Kindheit und sie beginnt zu ahnen, dass sie sich in tödlicher Gefahr befindet. Meine Meinung: Das Cover vermittelt mit dem Nebel das vom Fluss aufsteigt und den Bäumen die den Blick auf eine Scheune freigeben etwas Düsteres, Geheimnisvolles. Genauso ist diese Geschichte. Die Autorin Karen Dionne schreibt in einem flüssigen, leichtgängigen Schreibstil gepaart mit subtiler Spannung und bildhafter Darstellung. Erzählt wird in zwei Zeitebenen und zwei Erzählsträngen .Die Zeitebenen wechseln sich ab, zwischen früher mit der Erzählung von Jenny (Rachels Mutter) und der Gegenwart aus der Sicht von Rachel. Durch die Erzählung von Jennys Mutter erfährt der Leser schon frühzeitig, dass es schon seit der Geburt ihrer Erstgeborenen gewisse Schwierigkeiten gibt, die auch den Umzug in das Jagdhaus begünstigt haben. Mit Rachel macht sich der Leser auf in das Jagdhaus, in dem Rachels Eltern ums Leben gekommen sind. Durch Rachels Erinnerungen erhält der Leser einen Eindruck von Ihrer Kindheit und begreift warum Rachel sich in ihrem Elternhaus in Gefahr befindet. Durchweg ahnt der Leser schon von Anfang an, wer die Schuld am Tod von Jenny und Peter haben könnte. Doch ist es wirklich so wie es den Anschein hat? Die Autorin versteht es geschickt, so zu schreiben dass der Leser sich diese Frage stellt. Durch die unterschiedlichen Kapitel und Geschehnisse entsteht diese Spannung, die mich stets zum Weiterlesen animiert hat. Die Protagonistin Rachel wirkt am Anfang etwas naiv und gleichzeitig intelligent. Die Emotionen der Protagonisten werden authentisch dargestellt und so konnte ich mich gut in Rachel hineinversetzen, die um jeden Preis erfahren will was damals wirklich passierte. Ebenfalls verstand ich Jenny, die ihre Kinder liebt und versucht sie zu schützen. Und so gilt für beide der Satz von Elvis Presley, der am Anfang steht: „ Die Wahrheit ist wie die Sonne. Du kannst sie eine Zeit lang ausblenden, aber verschwinden wird sie nicht.“ Zum Schluss bleibt für mich die Frage: „Ist das Böse angeboren?“ Fazit: Karen Dione liefert hier einen gut konstruierten Psychothriller ab, der mich mit seiner subtilen Spannung fesselte.
  • Von: Mia

    Das Cover vermittelt etwas Düsteres, Geheimnisvolles. Genauso ist diese Geschichte. Karen Dionne schreibt in einem flüssigen Schreibstil mit subtiler Spannung und bildhafter Darstellung. Von der ersten Seite an, bis zum Schluss war ich in diesem Buch gefangen. Eine Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche. Klare Empfehlung!
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