Achtsam morden am Rande der Welt von Karsten Dusse

Karsten Dusse Achtsam morden am Rande der Welt

Finde dich selbst. Bevor es ein anderer tut.

Um der Midlifecrisis zu entgehen, begibt sich Björn Diemel auf Anraten seines Therapeuten auf Pilgerreise. Schnell stellt sich als Erkenntnis auf dem Jakobsweg heraus, dass Björns Leben die Mitte bereits längst überschritten haben könnte: Ein unbekannter Mitpilger versucht, ihn zu töten.

Während bei den scheiternden Anschlägen auf ihn ein Pilger nach dem anderen seinen Lebensweg verlässt, versucht Björn ganz achtsam, sich seiner Haut zu wehren. Seine Pilger-Fragen nach Leben, Tod und Erfüllung bekommen plötzlich eine sehr praxisnahe Relevanz.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: wal.li

    Dem selbstständigen Anwalt Björn Diemel geht es eigentlich gut. Seine größte Freude ist seine kleine Tochter. Es stört in nicht so sehr, dass seine Ex-Frau einen neuen Freund hat. Nur die Feier zu seinem 45sten Geburtstag war ein ziemliches Fiasko. Also sucht Diemal mal wieder seinen Achtsamkeitsberater Joschka Breitner auf. Der rät ihm, in der Mitte des Lebens mal über dasselbige nachzudenken. Auch solle er überdenken, was er vom Leben möchte. Eine gute Möglichkeit böte eine Pilgerfahrt. Björn, der davon keine Ahnung hat, lässt sich auf das Abenteuer ein. Er will den Jakobsweg durchwandern und zu sich selbst finden. Ob noch mehr Tote auf sein Konto gehen werden, dass ist nicht die Frage, die sich Björn Diemel bei seinem dritten Auftritt stellt. Dieses Mal ist es nicht seine Ex-Frau, die ihn zu seinem Therapeuten schickt. Er geht von alleine hin und er macht sich auf zum Jakobsweg. Die Pilgerreise ist eine ganz neue Erfahrung, zu deren Beginn er einen freundlichen älteren Herrn, mit dem er sich sofort gut versteht. Das Pilgern erweist sich als nicht so einsam, wie es sich Björn vorgestellt hat. Dennoch schafft es Diemel, seinen Gedanken nachzuspüren und einigen unerwarteten Ereignissen auszuweichen. Dass Björn Diemes diesmal nicht nur die gewohnten Gedankenpfade, sondern tatsächlich auch das Land verlässt, gibt dem Roman eine neue Frische bei einem wiederum ähnlichen Muster. Vielleicht sollte man selbst auch mal die Lösung auf sich zukommen lassen. Wie sich Diemel hier wieder aus eigentlich unmöglichen Situationen herauswindet, ist schon stark. Dass dabei der Sinn des Lebens und die Nachschau in der Mitte des eigenen Daseins nicht zu kurz kommen, gibt ein zusätzliches Plus. Vielleicht ist der Gedanke an einen Pilgerweg nicht so abwegig, man muss ja keine Toten an den Hacken haben, um mal über das Leben nachzudenken. Was ist Diemel erschließt, ist manchmal schon erstaunlich und am Ende gänzlich unerwartet.
  • Von: Malte Behrens

    Bin großer Fan der Reihe. An einer Stelle vergleicht der Protagonist allerdings die heutige Bekämpfung von Falschinformationen und Hasskommentaren in den sozialen Medien mit der Brief-Zensur durch die Stasi in der DDR und mit dem Vorgehen der katholischen Kirche im Mittelalter gegen das heliozentrische Weltbild. Diese Undifferenziertheit finde ich gerade in der aktuellen globalen Lage gefährlich, auch wenn das Buch fiktiv ist, ganz und garnicht ernst und mit gehobenem Zeigefinger daherkommt und es eine Analyse des Protagonisten ist - und nicht des Autors. Letzterer hat diese Analyse allerdings verfasst und sie kann als moralische oder sogar ideologische Botschaft aufgefasst werden. Dieses Kapitel hinterlässt bei mir leider einen faden Beigeschmack. Ebenfalls kritisch sehe ich die bildliche Anspielung auf die Coronamassnahmen. Das Bild ist in vielen Details einfach unpassend. Auch hier empfehle ich dringend eine eigene Reflexion (Denkanstoß: 1.Vermehren sich Kaninchenhaare auf Menschen unbemerkt und sind unsichtbar? 2. In der Regel weiß man ob man allergisch gegen Kaninchenhaare ist oder nicht und kann eine Situation entsprechend bewerten und einschätze u. s. w.... hier werden moralische Schlüsse aufgrund einer unzulässigen Vereinfachung getroffen und dem Zuhörer aufgedrängt) Fazit bleibt: absolut zu empfehlen, habe oft gelacht. Sprecher und Plot (im Ganzen mit den zwei ersten Teilen gesehen) sind großartig unterhaltsam.
  • Von: Book-addicted

    *Inhalt* Auf Anraten seines Achtsamkeitstrainers Joschka Breitner macht sich Björn Diemel auf, um den Jakobsweg als Pilger zu begehen und so seiner Midlife-Crisis zu entgehen. Bereits im Vorfeld macht sich Björn viele Gedanken um seine Reise und schmiedet Pläne - auch, womit er sich gedanklich beschäftigen möchte. Doch meistens kommt es anders als man denkt und schon in den ersten Tagen passieren seltsame Dinge. Schnell wird klar: irgendjemand will Björn töten, doch aus irgendeinem Grund lassen glücklicherweise immer andere Mitpilger ihr Leben. Björn versucht, achtsam wie er ist, heil aus der Sache herauszukommen und kommt der Beantwortung seiner gestellten Fragen plötzlich ein ganzes Stück näher - nur eben anders als erwartet.   *Erster Satz des Buches* "Drei Kilometer waren wir schweigend und in Meditation nebeneinander hergepilgert." - K. Dusse (2021) - Achtsam morden am Rande der Welt, S. 11 - *Meine Meinung* "Achtsam morden am Rande der Welt" ist der dritte Roman um Björn Diemel, der in den letzten Jahren lernen musste was es heißt, Achtsam zu leben. Da man sich Björns Pilgerreise nicht widmen sollte, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt, empfehle ich an dieser Stelle wärmstens, die beiden Vorgänger zu lesen - ihr werdet es nicht bereuen.  Wir begleiten also Björn auf seiner Pilgerreise und obwohl es sich hierbei eher um einen humorvollen Krimi handelt, lernen wir dabei noch so einiges übers Leben. Björns Gedankengänge haben auch mich so manches Mal zum nachdenken angeregt und mich in "Lesepausen" ab und an noch beschäftigt. Doch neben einer Menge Stoff zum nachdenken bietet dieser Roman auch einiges zum lachen. Wer, wie ich, einen eher dunklen (um nicht zu sagen rabenschwarzen) Humor hat, der kann sich bei der Lektüre prächtig amüsieren und einen düsteren Tag ein bisschen aufhellen. Der Schreibstil gefällt mir auch dieses Mal wirklich gut, da es sich nicht nur flüssig und angenehm lesen lässt, sondern auch sehr bildhaft beschrieben ist. Gerade die Beschreibungen des Jakobsweg, die Gepflogenheiten und die anderen Pilger konnte ich mir sehr gut vorstellen und auch wenn ich noch nie Ambitionen hatte den Jakobsweg zu bewandern - nach der Lektüre hätte es mich tatsächlich irgendwie gereizt.  Für mein Empfinden war dieser dritte Band deutlich anders gehalten, als die beiden Vorgänger, was vielleicht auch daran liegen mag, dass die "Mafia Machenschaften" deutlich geringer ausfielen. Dies empfand ich aber keineswegs als negativ, denn auch dieses Werk bietet - auch mit reduzierter Zahl an Mafiosi - eine Menge Unterhaltung.  *Zitat* ">Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter.<, bereicherte ich das Gespräch mit einer Kalenderweisheit. >Ganz im Gegenteil. Lebe jeden Tag, als wäre es dein erster.< Ich schaue irritiert. Roland erklärte. >Der letzte Tag birgt ein großes Stück >Nach mir die Sintflut< in sich. Der erste Tag ist voller Neugierde. Voller Unschuld. Solange ich [...], will ich mich jeden Tag wie neugeboren fühlen.<" - K. Dusse - Achtsam morden am Rande der Welt (2021) - S. 151 - *Infos zum Buch* Seitenzahl: 384 Seiten Verlag: Heyne Verlag ISBN: 978-3-453-27356-6 Preis: 20,00 € (Gebunden) / 7,99 € (Ebook) Reihe: Achtsam morden Das Kind in mir will achtsam morden Achtsam morden am Rande der Welt  *Infos zum Autor* "Karsten Dusse ist Rechtsanwalt und seit Jahren als Autor für Fernsehformate tätig. Seine Arbeit wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis und mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet sowie für den Grimme-Preis nominiert. Sein Debütroman »Achtsam morden« und die Fortsetzung »Das Kind in mir will achtsam morden« schafften es an die Spitze der Bestsellerlisten." (Quelle: Verlagshomepage) *Fazit* Ein wahnsinnig unterhaltsamer Roman, der kaum aus der Hand zu legen ist - für mich ein absolutes Highlight!  Wertung: 5 von 5 Sterne!
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