Auf Bewährung von Jonas T. Bengtsson

Jonas T. Bengtsson Auf Bewährung

Danny, Malik und Christian sind Freunde seit Kindheitstagen, doch ihre Wege haben sich getrennt. Während Danny im Gefängnis sitzt, ist Christian Polizist geworden. Malik, Sohn äthiopischer Einwanderer, studiert und arbeitet im Restaurant seines Vaters. Als Danny auf Bewährung entlassen wird, möchte er seine Freunde treffen. Aber Malik ist verschwunden. Wäre es irgendein anderer aus seinem alten Viertel gewesen, hätte Danny es mit einem Achselzucken abgetan. Aber nicht Malik, jeder andere, aber nicht sein Kumpel Malik. Danny verspricht Maliks Familie, dass er ihn finden wird. Und es ist vielleicht das erste Versprechen seines Lebens, das er auch einhalten wird.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: 3lesendemaedels

    Danny, Malik und Christian sind Freunde seit der fünften Klasse. Danny hat Malik bereits damals beschützt, denn alle anderen fanden ihn seltsam. Ein dunkelhäutiger Junge mit Brille und ein Bücherwurm außerdem. Danny hat sich als Junge schon gerne geprügelt. Es war klar, dass er auf die schiefe Bahn gerät. Später, als junge Männer, gehen er und Christian auf Raubzüge. Nach einem besonders gelungenen Coup wollen sie feiern und rufen Malik hinzu. Die überhitzte Bar ist voller Adrenalin. Ein blonder Typ zieht über Maliks Hautfarbe her und zum ersten Mal schlägt er zurück. Bald prügeln alle wild aufeinander ein, wie bei einer Schlägerei im Wilden Westen. Danny wird verhaftet. Der zuständige Polizist für Jugendkriminalität bietet ihm einen Deal an. Er soll sich schuldig bekennen, damit Malik und Christian eine Zukunft haben, die Danny verbaut ist. Er sitzt acht Jahre im Gefängnis. Als er auf Bewährung entlassen wird, ist Malik unauffindbar. Wohin ist der ruhige, junge Zahnmedizin-Student verschwunden? Es gibt offensichtlich keinen Grund. Danny verspricht seiner Familie, dass er ihn finden wird und bekommt unerwartet Hilfe von Christian, der mittlerweile bei der Drogenfahndung arbeitet. Ein klarer, unterhaltsamer und schnörkelloser Krimi im Stil dänischer Serien, mit viel Einblick in unterschiedliche Sozialmilieus.
  • Von: schmoekerstunde

    Ein sehr hartgesottener und sprachlich intensiver Roman mit kurzen Kapiteln. Es wird abwechselnd aus drei Perspektiven der Freunde erzählt. Wobei die ziemlich brutale Einstellung von Danny erschreckend wirkt. Trotz aller Brutalität erzählt der Roman in ruhiger Weise über den Werdegang der drei Freunde. Die Suche nach dem verschwundenen Freund erfolgt ohne reisserische Spannung, ist aber dadurch umso interessanter. Ein Leseerlebnis der besonderen Art und empfehlenswert.
  • Von: Tara

    "Auf Bewährung" ist ein unngewöhnlicher , ruhiger und zugleich kraftvoller Roman des in Kopenhagen lebenden Autors Jonas T. Bengtsson  Es geht um die drei Freunde Danny, Christian und Malik, die sich im Laufe der Jahre aus den Augen verloren haben. Nachdem Danny eine Gefängnisstrafe verbüßt hat, ist Malik verschwunden und er verspricht dessen Familie diesen zu finden.  Für mich ist dies das erste Buch von Jonas T. Bengtsson, aber sicherlich nicht das letzte. Sein Schreibstil ist schon sehr besonders, ruhig und kraftvoll zugleich, ohne große Action aber dennoch spannend und fesselnd. Kurze Sätze und kurze Kapitel mit zahlreichen Dialogen machen die Ereignisse lebendig. Die Story wird im Wechsel aus der Perspektive der drei Freunde Danny, Christian und Malik erzählt. Dannys Ziel ist es Malik zu finden. Wer nun mit spannenden Ermittlungsarbeiten rechnet, wird enttäuscht werden. Viel mehr fließt die Geschichte so wie das Leben. Die Darstellung der Charaktere ist keineswegs nur positiv, dafür aber äußerst authentisch. Insbesondere Danny ist ein Mensch, zu dem ich durch sein brutales Verhalten nur schwer Zugang finden konnte. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang, dass der Autor sehr objektiv berichtet und zu keinem Zeitpunkt versucht seine Leser in irgendeine Richtung zu beeinflussen. „Auf Bewährung“ ist ein intensiver Roman, der durch seine nüchterne Sprache ein ungewöhnliches Leseerlebnis bietet. Es ist sicherlich kein Mainstreambuch und genau deswegen hat es mich gefesselt.
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