BRENNWEITE von Bernhard Aichner

Bernhard Aichner BRENNWEITE

Frühling der Wunder. Deutschland erlebt das Unfassbare. Ein Blinder kann plötzlich wieder sehen, ein Terroranschlag wird verhindert, und eine Prophezeiung erschüttert das ganze Land.

Verantwortlich dafür ist ein Mann, der aus dem Nichts kam. Ein Mönch, unscheinbar und bescheiden, das Volk glaubt an einen neuen Messias. Nur David Bronski und seine Kollegin Svenja Spielmann zweifeln. Sie machen sich auf die Suche nach der Wahrheit und decken den ungeheuren Plan eines Wahnsinnigen auf.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: lenisvea

    Meine Meinung Ich bin ja seit der Totenfrau-Trilogie ein Fan von dem Schreibstil des Autoren und war daher gespannt auf den 3. Teil dieser Reihe. Diesmal spielt sich die Story überwiegend in einem Kloster mit Mönchen ab. Es ist so, dass ein Mönch in der Kirche ausrastet, dabei fast von einer Statue erschlagen wird und seitdem wieder sehen kann. Er hatte vor Jahren einen schweren Verkehrsunfall, bei dem seine Eltern getötet wurden und er erblindet ist. Nun stürzt sich natürlich die Presse auf diesen unglaublichen Fall. David Bronski und Svenja zweifeln die Geschichte an und ermitteln auf ihre Weise. Das Setting war eigentlich gar nicht meins, aber Bernhard Aichner hat es trotzdem wieder geschafft, mich von Anfang bis Ende an die Geschichte zu fesseln und die Spannung zu halten. Alles in allem kann ich hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Mir hat der Auftakt der Reihe (Dunkelkammer) immer noch am besten gefallen, aber Brennweite bekommt von mir 4 Sterne. 4 von 5 Sternen Cover, Buchdetails, Klappentext und Infos zum Autoren: ©btb Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt
  • Von: Kleine_Leseecke

    Inhalt Es sollte eine entspannte Liebesreise nach Tirol werden. Doch sehr schnell werden Bronski und Svenja auf den Boden der Tatsachen geholt. Im nahegelegenen Kloster gab es ein Wunder zu bestaunen. Wie durch Zauberhand ist ein blinder Mönch wieder gesundet. Das Berliner Journalistenpaar wittert die ganz große Story. Ehe sie es sich versehen, stecken sie mitten in einer riesigen Verschwörung. Thema und Genre >Brennweite< ist ein Krimi, angesiedelt in Österreich und Deutschland. Aichner ist für das Aufgreifen gesellschaftskritischer Themen bekannt und gefeiert. Beschrieben wird außerdem explizite Gewalt. Charaktere Wie immer kommt Aichner mit wenigen und dafür charakterstarken Personen aus. Bronski ist zuweilen ein Jammerlappen. Er wird aber gut und gern von seiner Angebeteten Svenja auf den Boden der Tatsachen geholt. Die kleine Liebesgeschichte fügt sich prima ein, ohne aufdringlich zu werden. Die Art und Weise, wie der Autor seine Täter auf- und ausbaut sticht hier nochmal besonders heraus. Das psychopathische liegt ihm einfach. Handlung und Schreibstil Trotz dessen man hier Teil 3 vor sich hat, kommt man prima in die Geschichte. Kleine Erklärungen der Vorgeschichte machen den Einstieg leicht. Trotzdem empfehle ich, unbedingt die Vorgänger-Teile zu lesen, bevor man dieses Buch zur Hand nimmt. Die Hauptfiguren machen starke Entwicklungen durch. Aichners Schreibstil ist einzigartig. Man liebt es oder man hasst es. Dazwischen gibt es nichts. Ich für meinen Teil liebe die außergewöhnliche Art der Erzählung. Dialoge werden in Aufzählungsform dargestellt. Dabei ersetzt ein Spiegelstrich die wörtliche Rede. Es entsteht eine ganz eigene Dynamik. Durch eine Leseprobe lässt sich schnell herausfinden, ob einem dieser Schreibstil liegt. Nachdem der zweite Teil eher durchwachsen war, konnte mich >Brennweite< wieder voll abholen und restlos begeistern. Schon der Einstieg ist mehr als rasant und die Spannung wird hochgetrieben. Früh ist klar, worauf es hinausläuft. Einige Wendungen halten den/die Leser:in jedoch konstant bei der Stange. Fazit Die 5 🌟 hat sich Teil 3 der Bronski-Reihe wieder voll verdient. Die Leseempfehlung ist somit sicher.
  • Von: Linda liest

    Vorweg. Die Art und Weise, wie Aichner Sätze bildet und seine Geschichten entwickelt ist einzigartig. Kaum ein Autor versteht es mit so wenigen Worten sowie kurzen Formulierungen eine Spannung aufzubauen, die mitreißt, so wie er. Allgemein besitzen nur sehr wenige Autoren das Talent prägnant ohne Umschreibungen zu arbeiten. Das allein macht Aichner für mich schon zu einem absoluten Ausnahmetalent. Und dieses Talent zeigt er auch im dritten Band der Reihe um den Pressefotografen David Bronski auf brillante Weise. Seine einprägsamen direkten Formulierungen sorgen für einen schnellen Spannungsaufbau, selbst dann noch, wenn der Inhalt der gestalteten Geschichte nicht fesselt. Erich Corga, ein Mönch, der vor vielen Jahren sein Augenlicht verloren hat, kann nun plötzlich wieder sehen. Aber das alleine ist nicht genug, er kann jetzt auch noch Unglücke voraussagen und wird schnell als neuer Messias gehandelt. Liegt hier wirklich ein Wunder vor oder ist alles Lug und Trug? Die Thematik des starken Glaubens und dem Vorhandensein von Wundern, einem Messias, … ist einfach nicht meins. Umso mehr muss ich an dieser Stelle Aichner loben. Er schafft es selbst dann noch mich zu fesseln, wenn mich die Handlung nicht interessiert. Das gelingt nicht vielen, doch ihm schon. Nichtsdestotrotz war der Band aus der Reihe für mich bisher der schwächste. Einerseits liegt das an der Geschichte, die mich nicht ganz einnehmen konnte, andererseits liegt das an dem deutlich geringeren Fokus auf die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten David und Svenja. Gerade diese habe ich die letzten Bände sehr genossen: Wie sie sich entwickelt, den Sarkasmus in den Gesprächen, wie sie füreinander da sind, … All das gibt es jetzt auch, aber niederschwelliger, fast schon etwas zu Ende erzählt. Auch, wenn mich dieser Teil der Reihe nicht gänzlich überzeugen konnte, habe ich das Lesen genossen und werde auch die Folgebände lesen, denn Aichner bleibt seiner herausragenden Kunst des einfachen Schreibens treu. Die Kapitel sind kurz und knackig, zeitweise wird der Dialogstil gewählt und zeitweise die Perspektive der Protagonisten eingenommen. Erzählt er aus Bronski’s Sicht, wählt er die Ich-Perspektive, erzählt er beispielsweise aus Svenja’s Sicht, nutzt er die Er/Sie-Perspektive. Das macht er geschickt. Insgesamt zeigt Aichner auch mit diesem Band wieder einmal, dass er das Schreiben wie kaum ein anderer beherrscht. Mit seiner prägnanten Erzählweise schafft er eine originelle Geschichte, die gut unterhält.
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