Die Stunde der Wut von Horst Eckert

Horst Eckert Die Stunde der Wut

Den Reichtum der einen bezahlen die anderen. Manchmal mit dem Leben.

Mit Immobiliendeals wurde Hartmut Osterkamp reich. Kompromisslos baut er sein Imperium aus. Ihm ist jedes Mittel recht.

Kriminalrätin Melia Adan ist überzeugt, dass Neonazis auf einer Osterkamp-Baustelle die Leiche einer ehemaligen Kollegin verschwinden ließen. Noch hat sie keinen Beweis. Aber schon bald gefährliche Feinde.

Hauptkommissar Vincent Veih hat es mit dem Mord an der Tochter eines Psychiaters zu tun. Was zuerst wie eine Beziehungstat aussieht, führt Vincent auf ein Schlachtfeld von Gier, Korruption, politischen Intrigen – und blanker Wut.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Mundolibris

    Wer einen guten Politthriller lesen will landet unweigerlich bei den Romanen von Horst Eckert. Nur ganz wenige Autoren schaffen es über so viele Jahre konstant gute Thriller zu schreiben. Der Ermittler Vincent Veith ermittelt schon in so vielen Fällen ohne, dass es dabei langweilig wird. Horst Eckert schreibt seine Stories so, dass man denken könnte, er wäre tatsächlich selbst Polizeibeamter und hätte die beschriebenen Fälle selbst erlebt. Den Lesern, die gerne mitermitteln, macht er es besonders schwer, indem er immer wieder feine Wendungen einfügt, die es unmöglich machen zu erraten wie es denn weitergehen könnte. Der schöne Schreibstil des Autors macht es den Lesern leicht das Buch flüssig zu lesen. Wie gewohnt beginnt das Buch eher sachte, aber die Spannung steigt mit jeder gelesenen Seite immer mehr an bis hin zum furiosen Finale. Tolle Figuren die für mich die notwendige Tiefe haben und gut beschriebene Schauplätze runden das ganze ab und machen das Buch zu einem rundherum gelungenen Thriller, den ich sehr gerne weiterempfehlen kann. In der Summe komme ich hier auf hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!
  • Von: @alles.oder.nicks

    Guten Morgen, Gestern ist das neue Buch #DieStundeDerWut von Horst Eckert erschienen und ich hab mich sehr über dieses Rezensionsexemplar vom @bloggerportal gefreut, zu dem es auch ein paar Worte vom Autor und eben diese kleine Zeitung gab. Inhalt: Den Reichtum der einen bezahlen die anderen. Manchmal mit dem Leben. Mit Immobiliendeals wurde Hartmut Osterkamp reich. Kompromisslos baut er sein Imperium aus. Ihm ist jedes Mittel recht. Kriminalrätin Melia Adan ist überzeugt, dass Neonazis auf einer Osterkamp-Baustelle die Leiche einer ehemaligen Kollegin verschwinden ließen. Noch hat sie keinen Beweis. Aber schon bald gefährliche Feinde. Hauptkommissar Vincent Veih hat es mit dem Mord an der Tochter eines Psychiaters zu tun. Was zuerst wie eine Beziehungstat aussieht, führt Vincent auf ein Schlachtfeld von Gier, Korruption, politischen Intrigen – und blanker Wut. Horst Eckert baut nicht nur Spannung auf, er thematisiert auch die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft. In Summe ein gelungenes Buch mit Themen, die mich und wahrscheinlich viele andere Menschen, mindestens der gleichen Generation bewegen und zum nachdenken anregen. Der Stil passt zum Buch, die Story ist flüssig. Gerne wieder :)
  • Von: Sabine Ibing

    Der erste Satz: «Was damals geschah, wiederholt sich in jeder schlaflosen Nacht aus Neue.» «Die Stunde der Wut» baut auf «Im Namen der Lüge» auf, ist aber unabhängig davon verständlich zu lesen. Neben dem ersten Kriminalhauptkommissar Vincent Veith (KK 11), bekannt aus den vorherigen Krimis von Horst Eckert, ist auch dieses Mal Melia Adan wieder die zweite Hauptprotagonistin. Sie ist vom Inlandsgeheimdienst zur Kripo gewechselt, leitet in Düsseldorf als Kriminalrätin die Kriminalinspektion 1 für Gewaltverbrechen und ihr unterstehen die KK 11 bis 14. Die gesamte Aufgliederung der Polizei findet man sogleich vorweg als Schaubild. Eine gute Idee, denn bereits im letzten Band hat Horst Eckert eine Menge Personal aufgestellt – das nicht nur bei der Polizei. Interessanterweise schafft es der Autor, dass der Leser mithalten kann im ständigen Personalhopping, nicht hilflos zurückblättert oder Notizen schreibt. «Sie verabredeten sich für sieben Uhr im Präsidium. Um diese Uhrzeit wird auch niemand mitbekommen, wenn ich etwas Subversives an der Pinnwand vor dem Kasino befestige, dachte er.» Ein Pageturner! Sehr spannend treibt Eckert dieses Mal seinen Plot voran, wie bereits im ersten Band der Melia und Vincent-Reihe, hat er seinen Stil gewechselt: Kurze Kapitel, ständig wechselnde Personen und Orte, Cliffhanger – der Krimi hat den Stil einer Drehbuchvorlage. Alles beginnt mit einem Notruf: Eine junge Frau meldet sich schwer verletzt aus ihrer Wohnung: Messerattacke. Die Sanitäter treffen ein, leiten erste Notfallmaßnahmen ein – Schlag auf den Kopf. Der Täter befand sich noch in der Wohnung. Die Verzögerung hat alles kompliziert. Klara Dorau, die Tochter eines bekannten Psychiaters, verstirbt und ihr Freund Miran Alver ist spurlos verschwunden. Alles sieht zunächst nach einer Beziehungstat aus. Eine Mordkommission wird gegründet und Vincent Veith stellt ein Team zusammen. Der Leser vom vorherigen Band weiß, was einem Jahr zuvor der Verfassungsschützerin Solveig Fischer zugestoßen ist. Melia Adan ahnt es nur, sie vermutet, dass die Kollegin ermordet wurde. Die Polizei kennt den letzten Standort ihres Handys – genau auf diesem Gelände gab es damals eine Baukuhle, am nächsten Tag wurde Beton gegossen ... Ein Ausbildungszentrum für rechte Kader, ein Gelände, das einem großen Immobilienmogul gehört. Melia Adan sucht obsessiv Beweise, sie will wissen, was mit der Kollegin geschah. «Den Reichtum der einen bezahlen die anderen. Manchmal mit dem Leben.» Das hohe Tempo durch ständige Cliffhanger erzeugt Spannung. Das liest sich wunderbar, auf jeden Fall. Die Polizeiarbeit ist wie immer gut strukturiert auf den Punkt gebracht. Die Handlung ist komplex und glaubhaft. Nur bleibt der alte Eckert ein wenig auf der Strecke. Heute springt er von Szene zu Szene, jeweils zwei bis sechs Seiten, und er streift viele Themen. Ein Immobilienmogul, der sich als ein habgieriger Bonze entpuppt, dem die Mieter egal sind, korrupte Typen bei Polizei, Verfassungsschutz und Politik; alle sind miteinander verstrickt, gehören der rechten Szene an oder werden erpresst, dabei eine CDU-Bundeskanzlerin in spe. Die linken Exterroristen aus der RAF-Szene zünden Autos an, was nicht schön ist, aber verständlich. Drogendealer und Koks in der Medienszene, ein traumatisierter ehemaliger Afghanistankämpfer, ein wenig rechte Hate Speech, Gewalt im Netz, Wutbürger peitschen sich gegenseitig im Netz hoch, in jede Kiste wird reingegriffen, aber nichts ist durcherzählt, mit Hintergrund unterfüttert. Dazu eine merkwürdige Liebesgeschichte und eine sich anbahnende, die nicht sein darf. Manchmal dringt ein Fünkchen Humor durch, z.B. wenn Vincent ein linkes Flugblatt seiner Mutter an der Pinnwand vor der Kantine der Kripo befestigt. Die Story geht auf Tempo und Spannung zulasten der Themen. Horst Eckert spricht ein anderes Publikum an, als mit den alten Krimis, die mir besser gefallen haben. Früher ging der Autor der Sache auf den Grund. Für mich kein Politkrimi mehr; trotz allem ein spannender Krimi, etwas oberflächlich, der leider auch sehr durchsichtig ist.
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