Die Tote im Sturm - August Strindberg ermittelt von Kristina Ohlsson

Kristina Ohlsson Die Tote im Sturm - August Strindberg ermittelt

Hoch aufragende Klippen, knarrende Docks, malerisch rote Bootshäuser – und ein Mord: Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste!

Ein Sturm nähert sich dem verschlafenen Ort Hovenäset. In der Nacht, als das Unwetter über der idyllischen schwedischen Westküste niedergeht, passieren zwei Dinge: Die Lehrerin Agnes verschwindet spurlos, und ein neuer Bewohner taucht in Hovenäset auf. Der Stockholmer August Strindberg hat das lokale Bestattungsunternehmen gekauft – samt Leichenwagen –, um einen Secondhand-Laden zu eröffnen. Während August sein neues Fahrzeug gelb lackiert, um sein schauriges Domizil angenehmer zu gestalten, wird ihm klar, dass sein Haus im Zentrum um Agnes‘ Verschwinden steht. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.


Weitere Schweden-Krimis von Kristina Ohlsson:

Aus der Serie mit Fredrika Bergman und Alex Recht:
Aschenputtel
Tausendschön
Sterntaler
Himmelschlüssel
Papierjunge
Sündengräber

Aus der Serie mit Martin Benner:
Schwesterherz
Bruderlüge
Blutsfreunde

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Elisa21

    "die Tote im Sturm" ist der Auftakt Krimi für August Strindberg, der eigentlich nur aus der Großstadt entfliehen und seine Ruhe in einem kleinen schwedischen Dorf sucht. Ganz so ruhig wird es allerdings nicht, als plötzlich eine Lehrerin verschwindet. August war mir gleich sehr sympathisch, wie eigentlich alle Charaktere in dem Buch. Die Autorin schafft es alle Figuren gut zu beschreiben, so dass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Auch das Dorf und die Idylle dort werden deutlich. Man merkt, wie viel Leidenschaft in dem Buch steckt, da der Ort und auch die Atmosphäre dort sehr deutlich beschrieben werden. Der Fall an sich war nicht wahnsinnig spannend, gibt einem aber immer Mal wieder kleine Rätsel auf. Durch die tolle Atmosphäre und auch die gute Beschreibung der Charakter, ist das Buch trotzdem unterhaltsam gestaltet. Besonders die Dynamik zwischen August und Maria fand ich interessant und auch die Lösung des Falls hat mich dann doch nochmal mitgerissen. Zwischen drin gibt es die ein oder andere langatmige Passage, das tut dem Buch aber keinen großen Abbruch. Der Schreibstil ist die meiste Zeit flüssig und schnell zu lesen, was bei Krimis nicht immer der Fall ist. Alles in allem ist das Buch ein tolles Gesamtpaket aus toller Atmosphäre, gut ausgearbeiteten Charakteren und einen interessanten Kriminalfall.
  • Von: Vi (Inkvotary)

    Ich bin hin und hergerissen, denn wirklich vom Hocker gerissen hat mich dieser Krimi nicht. Er lässt mich aber auch nicht vollkommen kalt. Da werden Dinge präsentiert, die den Leser erst auf eine falsche Spur schicken, ehe ein kompletter U-Turn von der Autorin präsentiert wird. Nur kam der für mich im Grunde handlungsmäßig zu spät. Die psychologische Seite ist einerseits wie schon gesagt, brillant aufgeführt, kommt am Ende durch den leichten Tonfall aber nicht richtig zum Tragen. Schade, hiervon habe ich mir deutlich mehr erwartet.
  • Von: Bücherserien.de

    Der Vermögensverwalter August Strindberg steht an einem Scheideweg. Er hat sich von seiner Freundin getrennt und muss den Tod seiner Eltern verarbeiten. Daher zieht er einen Schlussstrich, verlässt Stockholm und verlagert seinen Wohnsitz nach Hovenäset, einem Dorf auf der anderen Seite des Landes. Dort will er endlich zur Ruhe kommen und neu anfangen. In einem ehemaligen Bestattungsunternehmen möchte er einen Secondhandladen eröffnen. Doch bereits die Ankunft in Hovenäset ist etwas merkwürdig. Immer wieder wird er auf seinen Namen angesprochen. Dann verschwindet die Lehrerin Agnes Eriksson spurlos. Die Kriminalkommissarin Maria Martinsson wird mit den Ermittlungen betraut. Und in diesen scheint auch das neu erworbene Haus von August Strindberg eine zentrale Rolle zu spielen. Daher beginnt er mit eigenen Nachforschungen. Kritik: Bevor sich die schwedische Autorin Kristina Ohlsson auf das Schreiben konzentrierte, war sie als Expertin für Außenpolitik und Nahostfragen im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium tätig. Nach der Reihe um Frederika Bergmann und der Trilogie um Martin Brenner legt sie mit „Die Tote im Sturm“ den ersten Band ihrer neuen Serie vor, in dessen Mittelpunkt August Strindberg steht. Und in der sie viel Erlebtes von früher verarbeitet, denn ihre Großeltern besaßen in Hovenäset ein Ferienhaus, an das sie zahlreiche glückliche Erinnerungen hat. Schon lange war es ein Wunsch, die raue Natur und die knarrenden Stege sowie das oft dramatische Wetter einzufangen und in einem Roman zu spiegeln. Genau das ist der Autorin hier eindrucksvoll gelungen. Bei aller Spannung, die ohne Frage vorhanden ist, lebt dieser Auftaktroman von zwei anderen Elementen: dem Schauplatz und den Figuren. Kristina Ohlsson lässt den Leser in Hovenäset so eintauchen, dass man sich von Anfang an dort zuhause fühlt. Das geht allerdings gerade zu Beginn der Geschichte ein wenig zu Lasten des Erzähltempos, dass man durchaus als gemächlich bezeichnen kann. Doch die atmosphärische Stimmung, die hier aufgebaut wird, trägt die weitere Handlung. Das machen auch die liebevoll ausgearbeiteten Figuren. Mit August Strindberg gibt es in „Die Tote im Sturm“ einen Protagonisten, mit dem man sich von der ersten Seite an identifizieren und der die Story tragen kann. Maria Martinsson ist ebenfalls eine interessante Figur, die nicht nur Kommissarin ist, sondern auch den Lesekreis von Hovenäset leitet. Und da ist natürlich die verschwundene Lehrerin Agnes Eriksson. Welche Rolle spielt ihr Mann Fredrik in diesem Fall und welches Geheimnis hat Agnes mit sich herumgetragen? Die große Stärke von diesem Roman ist es, diese beiden Elemente zu vereinen. Da verzeiht man es als Leser sicher gerne, dass die Auflösung zwar routiniert und plausibel, aber nicht über alle Maßen überraschend ist. Fazit: Stilistisch bedient sich Kristina Ohlsson einer recht einfachen und trotzdem bildhaften Sprache, die bereits ihre früheren Reihen auszeichnete. Insgesamt ist „Die Tote im Sturm“ kein überragender, aber ein durchweg gelungener Auftakt, der Dank des interessanten Schauplatzes und der sympathischen Figuren Lust auf einen weiteren Band macht.
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