End of Story - Der Mörder unter uns von A. J. Finn

A. J. Finn End of Story - Der Mörder unter uns

Zwei verschwundene Personen, eine Leiche, ein sagenumwobener Schriftsteller und eine junge Autorin, die tief in das undurchdringbare Netz aus Familiengeheimnissen hineingezogen wird …

Hope und Cole Trapp, Ehefrau und Sohn des berühmten Krimischriftstellers Sebastian Trapp, sind verschwunden. Seit 20 Jahren gibt es keine Spur von ihnen. Wurden sie entführt und ermordet? In Verdacht gerät Trapp. Als Nicky Hunter engagiert wird, um Trapps Memoiren zu verfassen, stößt sie auf ein undurchdringbares Netz aus Geheimnissen. Nach und nach taucht Nicky tiefer in die Familiengeschichte ein und kommt der Lösung des Verbrechens immer näher – und damit auch dem Täter. Doch dann geschieht ein Mord, eine weibliche Leiche treibt im Teich des Hauses ...

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Barbaras Bücherbox

    Als Nicky Hunter von dem bekannten und berüchtigtem Krimischriftsteller Sebastian Trapp nach langer Brieffreundschaft in dessen Haus eingeladen wird, um seine Biografie zu schreiben, kann sie einfach nicht ablehnen. Seit jeher ist sie fasziniert von dem weltberühmten Mann und dessen Schicksal. Denn zwanzig Jahre zuvor sind dessen Sohn und Ehefrau spurlos verschwunden, bis heute gibt es keinerlei Spuren, nur Verdächtigungen, Vermutungen und selbsternannte Privatermittler im Internet. Vor Ort lernt Nicky eine glamouröse und interessante Familie kennen, über denen trotzdem düster und gefährlich die Vergangenheit schwebt. Plötzlich werden Geheimnisse aufgedeckt, die so lange verschüttet waren, und nicht nur Nickys Leben schwebt in Gefahr … Natürlich habe ich vor sehr, sehr langer Zeit »The Woman in the Window« gelesen – das ich gut, aber nicht außergewöhnlich fand. Ein, wie ich fand, typischer Domestic-Thriller mit einem übertriebenen Ende. »End of Story« dagegen klang schon vom Klappentext her wie etwas, das genau meinem Geschmack entspricht: düstere Vergangenheit, Schriftsteller und Kriminalromane (nach Acht perfekte Morde von Peter Swanson bin ich da einfach absolut gehyped). Und ich wurde nicht enttäuscht, denn End of Story gehört wohl jetzt zu meinen absoluten Lieblingsthrillern (auch, wenn es, wie ich finde, mehr Krimi als Thriller ist). Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Nicky Hunter, der Frau, die Trapps Biografie schreiben soll, sowie Trapps Tochter Madeleine erzählt. Sehr langsam und zaghaft nähern sich beide der Vergangenheit, ohne dem Leser jemals zu viel zu verraten. Man rätselt und verdächtigt nach jedem Kapitel jemand anderen, obwohl man bis zum Ende hin nicht weiß, ob Trapps Frau und Sohn wirklich tot oder „nur“ verschwunden sind. Spannend von Seite eins an und großartig erzählt. »Sie hat das Gefühl, dass sich ein Vorhang hebt. Nehmen Sie Platz, Ladys und Gentlemen. Der zweite Akte beginnt.« Warum das Buch aber für mich aus der Thrillermasse so heraussticht, ist der Schreibstil. AJ Finn schreibt großartig. Die Sätze sind so gut formuliert, dass man teilweise denkt, man lese eine Sherlock-Holmes-Geschichte, die ins moderne Zeitalter versetzt wurde. Jeder Satz scheint wohlüberlegt zu sein, die Charakterisierung (vor allem Sebastian Trapp) ist großartig – hätte es den Mann gegeben, ich hätte ihn geliebt und wäre ihm ebenso verfallen, wie unzählige andere. »Er ist wie Feuer. Du willst dich neben ihn setzen und deine Hände wärmen.« Gleichzeitig spürt man die Gefahr, die von ihm ausgeht – auch, wenn man sie nicht greifen kann. Himmel, war das gut! Absoluter Thriller-Tipp, wenn ihr nicht den hundertsten Domestic-Thriller lesen wollt, in dem eine „schwache“ Ehefrau von ihrem Mann/Partner kleingehalten wird. Aber seid offen für das Ende. »Die Vergangenheit liegt nicht hinter uns. Sie liegt auf der Lauer.«
  • Von: Hilal Türe / Hilou

    Zum Inhalt: Nicky Hunter ist ein großer Fan von Sebastian Trapp, einem berühmten Krimiautor. Dessen erste Ehefrau und sein Sohn verschwanden vor etwa 20 Jahren an unterschiedlichen Orten auf mysteriöse Art und Weise. Alle Welt fragt sich, ob Sebastian etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hatte. Als Nicky nach San Francisco eingeladen wird, um seine Memoiren zu verfassen, zögert sie nicht eine Sekunde. Auch sie möchte das große Geheimnis aufdecken. Doch je mehr sie in die Familiengeschichte eintaucht, desto mehr Geheimnisse kommen ans Tageslicht. Bis schließlich eine weibliche Leiche im Teich des Hauses treibt... Meine Leseerfahrung: Den Debütroman von Finn "The Woman in the Window" habe ich noch nicht gelesen; er war aber seit Langem auf meiner Wunschliste, nachdem ich all die positiven Bewertungen zu dem Buch gesehen hatte. Finns zweiten Thriller wollte ich aber völlig unvoreingenommen lesen und mich nicht von hohen Erwartungen leiten lassen, die der Debütroman möglicherweise hervorgerufen hätte. Den Vorgänger habe ich nun auch bestellt, weil ich entgegen der gemischten Rezensionen zu "End of Story" völlig begeistert von dem Nachfolger bin. Lassen wir die negativen Schlagzeilen zur Person des Autors mal beiseite und orientieren uns einzig und allein an seinem literarischen Können. Es kann auch völlig dahingestellt bleiben, ob es sich bei "End of Story" tatsächlich um einen Thriller handelt, oder ob das Buch doch eher als Roman zu betiteln wäre. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Autor hier eine eigene Art von Thriller mit charakteristischen Merkmalen der Kriminalliteratur geschaffen hat. Das ganze Buch ist im Grunde eine Hommage an die Klassiker der Kriminalliteratur, ist es doch bespickt mit zahlreichen Zitaten aus weltbekannten Krimis. Die Geschichte ist fesselnd, birgt mehrere spannende Wendungen und undurchschaubare interessante Charaktere. Was mich allerdings noch mehr fasziniert hat, ist der äußerst bildhafte und ausdrucksvolle Schreibstil Finns. So war jeder Leseabschnitt ein wahrer Lesegenuss, den man selten in diesem Maße bei Thrillern erlebt. Sprachlich haben wir hier eine völlig andere Ebene als bei einem durchschnittlichen Thriller. Sätze wie "Tinte sickert ins Papier ein, unauslöschlich wie eine Narbe; eine E-Mail löst sich in Nichts auf wie ein Atemhauch auf Glas." oder "...bis zu seinem letzten Schreiben, wie immer in Druckbuchstaben und rissiger Tinte verfasst, mit schwankenden, taumelnden Buchstaben wie Reisende auf einem Schiff im Sturm." sagen schon alles. Für mich war es daher ein großes Lesevergnügen, so dass ich mich jetzt ganz besonders auf Finns Debütroman freue, den ich mir als Nächstes vornehmen werde. Fazit: "End of Story" ist sprachlich ein wahrer Lesegenuss und überzeugt mit einer fesselnden Atmosphäre, durchdachtem Plot und unvorhersehbaren Wendungen. Gekrönt wird die Geschichte mit einem überraschenden Finale, das seinesgleichen sucht.
  • Von: 3lesendemaedels

    Nicky Hunter fliegt nach San Francisco, weil sie engagiert wurde, die Memoiren des weltberühmten Krimischriftstellers Sebastian Trapp zu verfassen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie in der prächtigen Villa ankommt. Doch bereits nach kurzer Zeit verspürt sie die eigentümliche Atmosphäre der Bewohner. Alle scheinen ein Geheimnis zu verbergen, denn seit zwanzig Jahren ist das Verschwinden von Trapps Ehefrau und seines Sohnes ungeklärt. „Der Usurpatorin. Sie hat Cole noch nichts von Nicky erzählt, oder? Dem Mädchen, das von ihrem Vater… benutzt wird, oder etwa nicht? Sogar manipuliert? Um sein Bild für die Nachwelt zu formen oder so?“ Dies ist eine willkürliche Textstelle im Roman, genauso wie abgedruckt mit Satzzeichen und sogar teilweise in Kursivschrift. Die Handlung ist verwirrend und für mich war kein roter Faden oder ein spannender Handlungsstrang erkennbar. Nach etwa fünfzig Seiten erreichte End of Story das Ende meiner Geduld.
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