Kaltes Gold von Cilla Börjlind, Rolf Börjlind

Cilla Börjlind, Rolf Börjlind Kaltes Gold

Wenn das Eis schmilzt, kommt die Wahrheit ans Licht

Schneeschmelze in den Bergen Lapplands. Die Leiche eines Mannes wird freigelegt. Erschossen – vor zirka 20 Jahren. Olivia Rönning nimmt die Ermittlungen auf. Auf dem Weg zur Fundstelle gerät ihr Hubschrauber in einen Sturm und stürzt ab. Als Olivia aufwacht, ist sie auf sich gestellt, das Funkgerät funktioniert nicht. Sie befreit sich aus dem Wrack und rettet sich in eine einsame Fischerhütte. Doch sie ist nicht allein an diesem unwirtlichen, von der Welt abgeschnittenen Ort, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit über den Toten ans Licht kommt. Als Tom Stilton erfährt, was Olivia zugestoßen ist, gibt er sein ruhiges Leben in Thailand auf, um ihr zu helfen.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Büchermonster

    „Wenn der Schnee schmilzt, sieht man, wo die Kacke liegt.“ Dieses berühmte Zitat des früheren Fußballmanagers Rudi Assauer lässt sich in gewisser Weise auch auf den sechsten Band der Rönning/Stilton-Reihe des Autorenpaares Cilla und Rolf Börjlind anwenden, nur ist es in „Kaltes Gold“ sogar eine alte Leiche, die vom geschmolzenen Schnee und Eis in den Bergen Lapplands freigelegt wird. Allerdings handelt es sich bei dem Toten offenbar nicht um einen zu wagemutigen Wanderer, der im Fjäll in Nordschweden verunglückte, denn die Schussverletzungen in Rücken und Kopf der Leiche deuten eindeutig auf ein kaltblütiges Gewaltverbrechen hin. Also wird Polizistin Olivia Rönning von ihrem neuen Vorgesetzten hinauf in den Ort Arleplog geschickt, um sich selbst einen Eindruck über den Fundort zu machen und Hinweise für die Aufklärung des offenbar rund 20 Jahre zurückliegenden Verbrechens zu machen. Wer ist die Leiche aus dem lappländischen Eis? Wer bereits Erfahrungen mit den Kriminalromanen von Cilla und Rolf Börjlind gemacht hat, weiß, dass es sich bei diesen Büchern nur auf den ersten Blick um typische Skandinavienkrimis handelt. Zwar finden sich auch hier die bekannten Elemente des Genres wie eine abgestürzte Ermittlerfigur, düstere Atmosphäre und grausige Verbrechen, das Autorenpaar ist aber immer schon auch einen ganz eigenen Weg gegangen. Das ist auch bei „Kaltes Gold“ nicht anders und zeigt sich unter anderem darin, dass die Geschichte sich schon nach wenigen Seiten zu einem dramatischen Survivaldrama entwickelt – nur um dann nur wenig später die Form eines „Cold Case“-Krimis anzunehmen. Doch dies wäre kein Börjlind-Roman, wenn es dabei schon bleiben würde… Mit vereinten Kräften und alten Bekannten Ähnlich unkonventionell geht es auch bei den Charakteren zu, denn auch bei diesem sechsten Band fährt das Paar wieder die gesamte Riege der bekannten Gesichter auf. In vorderster Linie ist das diesmal wieder die bereits erwähnte Olivia Rönning, die nach der Pensionierung ihrer langjährigen Chefin und Mentorin Mette Olsäter ihre erste eigene Mordermittlung leiten darf – und dabei gleich mit der scheinbar größtmöglichen Wucht ins kalte Wasser geworfen wird. Doch auch Mette selbst lässt sich vom Ruhestand (und ihrem Ehemann Marten) natürlich nicht daran hindern, selbst das ein oder andere gewichtige Wort in dem Fall mitzureden. Und so dauert es dann nicht lange, bis mit Ex-Ermittler und Weltenbummler Tom Stilton und sogar der messerwerfenden „Allzweckwaffe“ Abbas el Fassi wieder alle Mann (und Frau) mit an Bord sind. Typisch skandinavisch und doch komplett anders Wer bei Kriminalromanen aus dem hohen Norden lieber auf das klassische Schema setzt, der wird sich auch hier wieder an der ein oder anderen ungewohnten Ecke und Kante des Buches stoßen, andererseits ist aber auch gerade dieser muntere Mix aus Schauplätzen wie dem „klassischen“ Setting Stockholm, der unwirtlichen lappländischen Wildnis und sogar der nicht weniger abenteuerlichen Küste Gambias das, was diese Reihe neben dem bunten Potpourri an Charakteren auszeichnet. Über zu wenig Abwechslung kann man sich also kaum beschweren und den Börjlinds gelingt es meistens auch sehr gut, die häufig gegensätzlich wirkenden Zutaten zu einer packenden und überwiegend auch glaubwürdigen Handlung zu verpacken. Dass das Autorenpaar dabei manchmal zu sehr den Zufall bemüht ist zu verzeihen, störender ist da schon eher die reichlich aufgebläht wirkende Liebesgeschichte zwischen Protagonistin Olivia und ihrem neuen Freund Lukas, die immer wieder den Fluss der Erzählung unterbricht. Hier hätten sich Cilla und Rolf Börjlind gerne etwas kürzer fassen und die gewonnene Zeit der Gambia-Episode zugute kommen lassen, die sicherlich noch mehr zu bieten gehabt hätte als „nur“ einen hochdramatischen Einsatz auf hoher See. Survival-Drama, Cold-Case-Krimi und Öko-Thriller in einem Letztlich bekommt man im Großen und Ganzen also wieder das, was man von dieser Reihe erwartet: eine sympathische, vielschichtige und unkonventionelle Ermittlergruppe, eine spannende Geschichte, die sich diesmal irgendwo zwischen Survival-Drama, Cold-Case-Krimi und Öko-Thriller bewegt und auch wieder eine kleine Welt-Reise, damit es Krimi-erfahrenen Leser:innen in Stockholm nicht zu eintönig wird. Das funktioniert über weite Strecken auch erneut ausgesprochen gut, sodass Fans der Serie wieder voll auf ihre Kosten kommen sollten – denn langweilig wird es mit den Börjlinds garantiert nicht so schnell.
  • Von: LaBe

    Die Story war an sich echt gut, leider hat sich das Buch in der Mitte so lang gezogen, dass ich es öfter einfach weg gelegt habe.
  • Von: mystarrybooks

    Ich habe die bisherigen Bänder der Reihe nicht gelesen, eine Freundin von mir hat die Reihe aber von Anfang an begeistert verfolgt und mir versichert, dass ich auch bei Band 6 einsteigen kann. Der Einstieg ins Buch erfolgt, als bei einer Schneeschmelze in einem Gletscher in Lappland die Leiche eines Mannes freigelegt wird. Der Mann wurde erschossen, und zwar schon vor etwa 20 Jahren. Die Untersuchungen zu dem Fall werden Olivia Rönning übergeben, die davon wenig begeistert ist. Sie ist gerade erst aus dem Urlaub mit ihrem Freund Lukas zurückgekehrt und möchte nicht schon wieder von ihm weg müssen. Lukas hat psychische Probleme, weshalb Olivia ihn ungern alleine lässt. Letztendlich kann sie die Anweisung ihres Chefs aber nicht ablehnen und tritt die Reise nach Lappland an. Vor Ort besteigt sie einen Hubschrauber, um den Leichenfundort zu erreichen. Während des Fluges gerät die Maschine in ein Unwetter und der Pilot verliert die Kontrolle, woraufhin sie abstürzt. Als Olivia wieder zu sich kommt, sieht sie den schwer verletzten Piloten am Boden liegen und geht los, in der Hoffnung, Hilfe zu finden. Sie kommt in einer abgelegenen Hütte unter , doch schon bald gibt es eine gefährliche Begegnung. Nicht nur Olivia ist auf der Suche nach der Leiche, sondern auch zwei weitere Personen, die um jeden Preis verhindern wollen, dass der Tote identifiziert werden kann. Besonders der Anfang des Buches und die Ereignisse nach dem Hubschrauberabsturz waren sehr düster und spannend. Schnell wird klar, dass nicht nur Olivia auf dem Weg zur gefundenen Leiche ist – doch zuerst bleibt unklar, wer ein Interesse an dem Toten hat und warum. Als die eigentliche Ermittlungsarbeit beginnt, nahm die Spannung ab. Für mich war dann die unglaubliche Landschaft das Highlight beim Lesen, die eine besondere Atmosphäre erzeugt. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und erzeugt ebenso eine düstere Stimmung wie die Handlung und das Setting an sich. Die Protagonisten waren im Großen und Ganzen authentisch und vielschichtig gestaltet. Olivia war mir wegen ihrer forschen Art nicht besonders sympathisch. Trotzdem habe ich sie bei den Ermittlungen gerne begleitet, denn trotz ihrer Eigenarten hat sie einen fesselnden Charakter. Ihre Beziehung zu Lukas ist wegen seiner Krankheit angespannt und es steht ihre ständige Sorge im Raum. Für mich war die Beziehung etwas zu ausufernd dargestellt, ebenso wie die Beziehung zu ehemaligen Ermittlern. Ich kann mir aber vorstellen, dass diese privaten Verflechtungen für die Leser interessanter sind, die schon die vorherigen Teile der Reihe gelesen und ein engeres Verhältnis zu den Charakteren haben. In Hinblick auf die Auflösung des Buches hatte ich schon eine richtige Vorahnung, wurde aber trotzdem vom Ende überrascht. Im letzten Satz gab es dann noch einen fiesen Cliffhanger, der mir schon Lust auf den nächsten Band macht. Insgesamt ist „Kaltes Gold“ für mich ein spannender Cold Case mit weitreichenden Verstrickungen und einigen überraschenden Wendungen.
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