Romeos Tod von Sabine Thiesler

Sabine Thiesler Romeos Tod

Der begnadete Schauspieler Jan Jespik verliebt sich Hals über Kopf in eine erotische, leidenschaftliche Frau. Mona ist gerade erst aus dem Knast gekommen und erzählt ihm ihre unerträgliche Geschichte. Von ihrem italienischen Ex-Mann hat sie schon Jahre nichts mehr gehört, offenbar ist er mit ihren Kindern in Italien untergetaucht. Während Jan jeden Abend auf der Bühne steht und große Erfolge feiert, startet Mona die Suche nach ihrer Familie in Florenz. Jan, der von Monas Schicksal schwer erschüttert ist, folgt ihr schließlich in die Toskana, um seine Geliebte zu rächen. Er weiß, dass dies seine schwerste Rolle sein wird und in der Katastrophe enden könnte.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: buchundkaffee

    „Und da war der Hamlet, der seine Sinne verwirrte, der ihn vollkommen durcheinanderbrachte. Er fühlte sich gefangen in Hamlets Hirn, er spielte, er tobte, er lebte und fühlte, er verlor den Verstand und die Kontrolle, er begriff die Welt, das Universum und den Sinn des Lebens und gar nichts mehr. Er schlingerte in seinen Gedanken wie auf einer Nussschale im offenen Meer.“ (S. 85) Mona wird nach 10-jähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen. Außer ein paar Habseligkeiten und gespartem Geld will sie sich per Bahn auf den Weg von Berlin nach München machen. Im Zug lernt sie Dorothea, die Mutter von Jan Jespik, einem genial-manischen Schauspieler, kennen. Da der Zug Verspätung entschließen sich die beiden Mona und Dorothea, mit dem Auto nach Gernersburg zu reisen, um die Premiere von Jan im „Hamlet“ mitzuerleben. Zwischen Mona und Jan entspinnt sich eine wahrhafte „Amour fou“, die Jan dazu bringt, Mona bei der Suche nach ihren verschwundenen Kindern bedingungslos zu helfen, die sie seit Haftantritt vor 10 Jahren nicht mehr gesehen hat und von denen sie glaubt, dass ihr Ex-Mann sie nach Italien verschleppt hat. Was war das bitte für eine krasse Geschichte! Sabine Thiesler erzählt hier eine ungewöhnlich emotionale Rachegeschichte. Ich bin ja seit dem 1. Buch ein großer Fan der Bücher der Autorin, die allerdings nichts für schwache Nerven sind. Sie ist eine Meisterin der menschlichen Abgründe. Das muss man wissen, wenn man sich auf ihre Bücher einlässt, da die Geschichten teilweise sehr schockierend und verstörend sind. Diese Geschichte hier verlangt dem Leser einiges ab. Mich hat zu Beginn vor allem die doch sehr obszöne Sprache gestört, die einerseits natürlich zu Mona passte, die gerade eine 10-jährige Haft hinter sich hat, und andererseits zu dem wahnsinnigen Jan. Da das Buch – wie auch viele andere Bücher der Autorin – zum Teil in der Toskana spielt, hatte ich ja gehofft, dass ich dort wieder auf Commissario Donato Neri treffe, leider war dies aber nicht der Fall. Mit Mona und Jan haben sich hier zwei Wahnsinnige getroffen, die aber trotzdem charakterlich total unterschiedlich sind. Die Lebensgeschichte, die Mona Jan erzählt, hat mich fassungslos gemacht. Sabine Thieslers Schreibstil ist dermaßen fesselnd und gerade wegen der relativ kurzen Kapitel fliege ich jedes Mal durch ihre Bücher, auch wenn ich oft Angst habe, umzublättern. Dieses Buch ist anders als zum Beispiel ihre Toskana-Reihe, weswegen ich Einsteigern von Sabine Thieslers Büchern eher diese (Toskana) empfehlen würde. Für mich war es trotzdem ein spannendes Leseerlebnis und ich vergebe daher gerne 4 Sterne.
  • Von: Lisa89

    Klappentext: Der begnadete Schauspieler Jan Jespik verliebt sich Hals über Kopf in eine erotische, leidenschaftliche Frau. Mona ist gerade erst aus dem Knast gekommen und erzählt ihm ihre unerträgliche Geschichte. Von ihrem italienischen Ex-Mann hat sie schon Jahre nichts mehr gehört, offenbar ist er mit ihren Kindern in Italien untergetaucht. Während Jan jeden Abend auf der Bühne steht und große Erfolge feiert, startet Mona die Suche nach ihrer Familie in Florenz. Jan, der von Monas Schicksal schwer erschüttert ist, folgt ihr schließlich in die Toskana, um seine Geliebte zu rächen. Er weiß, dass dies seine schwerste Rolle sein wird und in der Katastrophe enden könnte. Vielen Dank das Bloggerportal und den Penguin Random House Verlag für dieses tolle Buch. Sabine Thiesler, ein tolle Autorin. Ich kenne alle ihre Bücher und sie schafft es immer wieder mich zu schocken, ihre Bücher sind alle gleich aufgebaut mit relativ kurzen Kapitel. Es ist super schnell zum lesen und man möchte einfach wissen wie es weiter geht. Ich konnte es mal wieder nicht aus der Hand legen Romeos Tod ging nicht so rasant los wie ich es von der Autorin gewohnt war, aber es war spannend bis auf die letzte Seite. Ich habe total mit Mona und vorallem Jan mit gefiebert, ob die beiden sich gegenseitig helfen oder mehr schaden würden. Die Rolle von Dorothea, Jans Mutter hat mich nicht so gefangen genommen wie die Psyche der beiden Hauptprotagonisten. Viel Spass beim lesen!
  • Von: Azyria_Sun

    Worum geht’s? Mona saß 10 Jahre lang im Gefängnis. Als sie entlassen wird, steht sie ohne Wohnung und ohne Familie da. Doch nicht nur das. Ihr Mann ist mit ihren Kindern fort und sie weiß nicht, wohin. Sie macht sich auf die Suche nach ihnen und trifft dabei Doro und ihren Sohn, der als Schauspieler dramatische Rollen spielt. Gemeinsam machen sich die drei auf nach Italien. Meine Meinung: Sabine Thiesler ist eine der wenigen Autorinnen, von denen ich jedes Buch blind kaufe und noch nie enttäuscht wurde. Und auch ihr neuer Roman „Romeos Tod“ hat mich begeistert, ich würde sogar sagen, er ist eines ihrer besten Bücher, die ich bislang gelesen habe. Bereits an ihrem Schreibstil erkennt man die Autorin sofort – ich wurde direkt hineingezogen und war mittendrin im Buch, in der Geschichte und zwischen den Protagonisten. Auch wenn wir hier nicht auf Donato Neri und seine Frau treffen, was ich ein bisschen gehofft habe (die beiden sind wohl endgültig in den Ruhestand getreten), war das Buch ein absoluter Pageturner. Wir haben zum einen Mona, die nach 10 Jahren Haft auf der Suche nach ihren Kindern ist. Die viel mitgemacht hat und die mehrere Schicksalsschläge hinter sich hat. Immer wieder lesen wir aus ihrer Sicht, was in ihrer Vergangenheit passiert ist und wie es zu der Haftstrafe kam. Dann haben wir Doro, Jans Mutter, die eine sympathische und lebenslustige ältere Dame ist sowie Jan, den Schauspieler, der total in seinen Rollen aufgeht und die Personen nicht nur spielt, sondern in dem Moment leibhaftig verkörpert und deren Wahnsinn übernimmt. Ein auf den ersten Blick wahnhafter und unberechenbarer Mensch. Überhaupt hat es in diesem Buch so viele scheinbar psychopathische und wahnsinnige Charaktere – es war wirklich faszinieren. Und nicht nur der Wahnsinn der Beteiligten hat das Buch so spannend gemacht, sondern auch die Suche nach dem Wissen, wer denn nun die Wahrheit sagt. Sind die Personen, die am verrücktesten wirken, am Ende vielleicht die einzig normalen? Es war auf jeden Fall total spannend, nach Vincenzo, dem Ex-Mann von Mona, und ihren Kindern zu suchen. Bzw. das Spannende war, was dazwischen passiert ist. Mit Jan am Theater und auf dem Weg nach Italien. Wir hatten die Themen Kindesentführung, das Münchhausen-by-proxy-Syndrom und wirklich grauenvolle Geschichten in der Geschichte. Für einen Roman war das Buch mega spannend – und zwar von der ersten bis zur letzten Seite. Ich wusste nicht, woran ich bin und am Ende gab es eine Unmenge an Möglichkeiten und Wendungen – ich war verwirrt und fasziniert zugleich. Dieses Buch von Sabine Thiesler ist wirklich eins ihrer Meisterwerke und ich hoffe sehr, dass wir bald ihr nächstes Buch in Händen halten dürfen – Sabine Thiesler ist eine Autorin, die man gelesen haben muss! Fazit: Sabine Thieslers Roman „Romeos Tod“ ist der absolute Hammer. Wir begleiten wahnsinnige, psychisch gestörte Personen auf ihrer Reise zu sich selbst, nach Italien und auf ihrer Suche nach Ex-Mann und Kindern. Ich glaube, ich habe noch kein Buch gelesen, in dem so viele gestörte und zugleich faszinierende Protagonisten ihren Auftritt hatten. Es ging um Kindesentführung, um das Münchhausen-by-proxy-Syndrom und um vieles mehr. Die Geschichte hab mich absolut fasziniert und es war bis zum Ende spannend. Ich wusste nicht, wem ich vertrauen kann und habe selbst an sympathischen Personen gezweifelt. Und dann die Auflösung – wer hätte das kommen sehen? 5 Sterne für dieses Buch, das ein weiteres Lese-Highlight in diesem Jahr für mich ist!
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