SCHNEE von Yrsa Sigurdardóttir

Yrsa Sigurdardóttir SCHNEE

Was zwang die Freunde, sich mitten im harten Winter im isländischen Hochland zu bewegen, in Dunkelheit und Schneestürmen? Und warum verließen sie das kleine Obdach, das sie hatten, kaum bekleidet und den harten Bedingungen vollkommen ausgeliefert? Ein Rettungsteam wird in die abgeschiedene Gegend geschickt, um nach den Vermissten zu suchen. Währenddessen gehen an der einsam gelegenen Radarstation in Stokksnes seltsame Dinge vor sich. Nichts ist so, wie es scheint: Sei es die Blutlache, die im unberührten Schnee fernab der Zivilisation entdeckt wird, oder der kleine Kinderschuh, der Jahrzehnte nach der Vergrabung wiedergefunden wird …

Angesiedelt in der grandiosen isländischen Landschaft, beschreibt Yrsa Sigurdardóttir überzeugend, wie das Gehirn uns in Ausnahmesituationen täuschen kann. Die Ikone des skandinavischen Thrillers beherrscht das Spiel mit der Imagination, der schmalen Grenze zwischen Einbildung und Realität, perfekt und zeigt mit »SCHNEE« ihr ganzes Können.

Jetzt bestellen

€ 17.00 [D] inkl. MwSt. | € 17.50 [A] | CHF 23.90 * (* empf. VK-Preis)

Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Alexa K.

    Zum Buch: Vier Freunde brechen zu mitten im isländischen Winter zu einer Outdoor-Tour auf. Eine Woche später findet man nur noch ihre Leichen. Was ist dort oben im Hochland passiert? Und warum hatten die Freunde kaum etwas an? Währenddessen geht im Dorf eine alte Geistergeschichte um. Und der Rettungsassistentin Johanna passieren merkwürdige Dinge. Es gibt einige Rätsel, die hier geklärt werden müssen! Meine Meinung: Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, aber hiermit hat sie sich wirklich selbst übertroffen! Ich hatte fast permanent eine Gänsehaut beim Lesen und habe mich abends fast nicht an das Buch getraut! Yrsa erzeugt hier eine dermaßen einsame, gruselige Stimmung, die ähnlich zu ihrem Buch „Geisterfjord“ ist, von dem ich auch total begeistert war! Die Perspektiven wechseln zwischen den Geschehnissen während des Trips der Freunde und den Ermittlungen nach der Suche des Rettungstrupps hin und her. Der Leser lernt auch Hjörvar kennen, der einen einsamen Job auf einer Radarstation hat, während ihm nur ein Kater Gesellschaft leistet. Auch ihm passieren unheimliche Dinge. Ich musste manchmal schmunzeln, weil Katzen so eine Art „sechsten Sinn“ haben und das hier auch gut wiedergegeben wird! Die Freunde muss man nicht unbedingt mögen, aber was ihnen dort widerfahren ist, haben sie auch nicht verdient. Stück für Stück entblättert man die ganze Geschichte und am Ende wartet noch ein Überraschungsmoment auf den Leser! Hier wäre ich niemals drauf gekommen! Mein Fazit: Meinen Geschmack hat die Autorin hier auf jeden Fall getroffen! Wenn einen die Gänsehaut nicht mehr loslässt, hat der Autor vieles richtig gemacht! Ich vergebe hier die volle Punktzahl und wünsche mir mehr solcher Bücher!
  • Von: SophieNdm

    Inhalt Was zwang die Freunde, sich mitten im harten Winter im isländischen Hochland zu bewegen, in Dunkelheit und Schneestürmen? Und warum verließen sie das kleine Obdach, das sie hatten, kaum bekleidet und den harten Bedingungen vollkommen ausgeliefert? Ein Rettungsteam wird in die abgeschiedene Gegend geschickt, um nach den Vermissten zu suchen. Währenddessen gehen an der einsam gelegenen Radarstation in Stokksnes seltsame Dinge vor sich. Nichts ist so, wie es scheint: Sei es die Blutlache, die im unberührten Schnee fernab der Zivilisation entdeckt wird, oder der kleine Kinderschuh, der Jahrzehnte nach der Vergrabung wiedergefunden wird. Meine Meinung Die Geschichte wird abwechselnd aus mehreren Perspektiven erzählt. Dadurch kommt schon von Anfang an Spannung auf, da die Kapitel oft ein recht offenes Ende haben. Mir hat die Perspektive der “Wanderer” und die von Hjörvar am besten gefallen. Besonders letztere war unheimlich und packend. Gegen Ende wird es immer klarer in welcher Beziehung alle Beteiligten zueinander stehen und wie deren Schicksale miteinander verknüpft sind. Wie immer ist der Schreibstil von Y. Sigurdardottir sehr fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die unheimliche Handlung hat mich extrem gefesselt. Fazit Ein wirklich spannendes, unheimliches Buch! Nichts für schwache Nerven.
  • Von: eschenbuch

    Inhalt: Eine Gruppe von fünf Freunden begibt sich auf eine Wanderung in das isländische Hochland. Als sie nach einigen Tagen nicht zurückkehren, macht sich ein Rettungsteam auf, sie zu suchen – wobei das Team eine schreckliche Entdeckung macht. Derweil kommt es anderswo, in einer Radarstation in Stokksnes, zu seltsamen Ereignissen. Die Kameras nehmen Störungen auf, alte Telefone klingeln plötzlich und der Wächter hört das Lachen eines Kindes und das Tapsen kleiner Füße… Persönliche Meinung: „Schnee“ ist ein Thriller der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardóttir. Erzählt wird der Thriller in drei sich abwechselnden Handlungssträngen, jeweils von unterschiedlichen personalen Erzählinstanzen. Im ersten Erzählstrang, der in der Gegenwart spielt, wird die Suche nach den fünf vermissten Freunden thematisiert. Dabei wird die Perspektive von Jóhanna, einem Mitglied des Rettungsteams, eingenommen. Ebenfalls in der Gegenwart findet der zweite Erzählstrang statt, in dem die ungewöhnlichen Vorkommnisse auf der Radarstation, die der Wärter Hjörvar erlebt, im Mittelpunkt stehen. Der dritte Handlungsstrang spielt eine Woche vor den Ereignissen der beiden genannten Stränge. Hier wird aus der Perspektive von Dröfn das Schicksal der Freundesgruppe beleuchtet. Alle drei Erzählstränge sind atmosphärisch dicht: Die Handlungsorte (v.a. das isländische Hochland und die einsame Radarstation) sind gespenstisch und aufgrund ihrer Verlassenheit drückend; zudem finden sich immer wieder Mystery-Elemente, die zusätzlich für Grusel sorgen. Sehr gut hat mir auch der Aufbau des Buches gefallen. Zunächst erscheint es so, als wären die Erzählstrange (mehr oder weniger) losgelöst voneinander. Während der Lektüre offenbaren sich aber immer wieder Überschneidungen (z. T. in Form von kaum zu erahnenden Aufdeckungen/Wendungen), sodass sich nach und nach ein die Erzählstränge übergreifendes Gesamtbild ergibt. Die Spannungskurve des Thrillers ist hoch: Zwar wird er eher behutsam erzählt, allerdings kommt durch die Mystery-Elemente eine latente Spannung auf, die sich immer weiter steigert. Das Ende des Thrillers besitzt eine Tendenz zur Offenheit; die wichtigsten Fragen werden aber stimmig mit einem sehr überraschenden und nicht zu erahnenden (zweifachen) Twist beantwortet. Insgesamt ist „Schnee“ ein atmosphärisch erzählter Thriller mit einer fesselnden Handlung und Mystery-Elementen, die für zusätzliche Spannung sorgen.
Mehr laden