Wer ohne Sünde ist von Åsa Larsson

Åsa Larsson Wer ohne Sünde ist

Die schwedische Bestsellerautorin Åsa Larsson meldet sich endlich zurück! Ein grandioser neuer Fall für Staatsanwältin Rebecka Martinsson

»Bitte hilf mir, Rebecka!« Der Gerichtsmediziner Lars Pohjanen, der todkrank ist, bittet die Staatsanwältin Rebecka Martinsson, ihm zuliebe einen längst verjährten Mordfall wiederaufzunehmen. Aus purem Mitleid stimmt sie zu, auch wenn sie in Gedanken ganz woanders ist: Die beiden wichtigsten Männer in ihrem Leben – Krister, der Führer der Hundestaffel, und Mons, der smarte Jurist aus Stockholm – haben sich wütend von ihr abgewandt, nachdem Rebecka den einen mit dem anderen betrogen hat. Doch der Cold Case, dem sie sich zuwendet, benötigt ihre volle Aufmerksamkeit, denn er fördert Unheilvolles über ihre Heimatstadt Kiruna zutage. Aber vor allem zwingt er Rebecka, sich dem dunkelsten Kapitel ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen ….

Im letzten Band der gefeierten Rebecka-Martinsson-Reihe beweist Åsa Larsson mit einer fulminanten Spannungshandlung, atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen und einem faszinierenden Porträt Kirunas einmal mehr, dass sie Schwedens unangefochtene Queen of Crime ist. Der Roman wurde mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet.

»Knorrige Figuren, präzise Milieus, packender Plot – Åsa Larsson schreibt derzeit die besten Skandinavien-Krimis.« Hörzu

Entdecken Sie die weiteren Bände der Rebecka-Martinsson-Reihe. Alle Romane sind auch einzeln lesbar.

1. Sonnensturm

2. Weiße Nacht

3. Der schwarze Steg

4. Bis dein Zorn sich legt

5. Denn die Gier wird euch verderben

6. Wer ohne Sünde ist

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Literaturreich

    Seit 2003 lässt Åsa Larsson ihre etwas kantige Staatsanwältin Rebekka Martinsson zusammen mit der Polizeikommissarin Anna-Maria Mella im hohen Norden Schwedens, in Kiruna ermitteln. Damals führte Martinsson der Mord an einem alten Freund aus einer exklusiven Stockholmer Kanzlei in ihre alte Heimat, zu Schnee und Eis und ewiger Nacht. Schon der erste Roman, Sonnensturm, endete tragisch, Rebekka fiel daraufhin in eine tiefe Krise, musste kurzzeitig in psychiatrische Behandlung. Dennoch blieb sie in Lappland, 200 km nördlich des Polarkreises. Die Kollegen Anna-Maria Mella, Sven-Erik Ståhlnacke, Lars Pohjanen und Tommy Rantakyrö gaben dafür genauso den ausschlag wie der alte Nachbar Sivving Fjällborg und der Hundeführer Krister Eriksson und seine vierbeinigen Freunde. Schon zu Beginn plante Åsa Larsson sechs Bände, auf den letzten, Wer ohne Sünde ist, mussten die Leser:innen nun fast zehn Jahre warten. In Kiruna hat sich mittlerweile viel getan. Die 2007 beschlossene Verlegung der kompletten Stadt, um die unter ihr gelegenen Eisenerzvorkommen besser erschließen zu können, ist im vollen Gange. Rechtsmediziner Pohjanen ist sterbenskrank, Ståhlnacke pensioniert und Oberstaatsanwalt Carl von Post immer noch ein narzisstisches Ekel. Mehr noch als in ihren vorherigen Kriminalromanen legt Larsson im aktuellen Fall den Schwerpunkt auf die Lebensgeschichten ihrer Protagonisten. Es beginnt mit dem Lebensüberdruss der vor Kurzem in die Rente verabschiedeten Krankenschwester Ragnild Pekkari. Ihren Plan, ihrem Leben ein Ende zu bereiten durchkreuzt ein Anruf. Der Lebensmittelhändler meldet sich, dass er ihren Bruder Henry nun schon seit einiger Zeit nicht zu Gesicht bekommen hat. Ob ihm woll etwas zugestoßen sei? Henry ist Ragnild ziemlich egal. Er ist ein hoffnungsloser Trinker, lässt das Familienerbe, einen Hof auf einer kleinen Insel, verwahrlosen und pflegt keinen Kontakt zu seinen Geschwistern. Aber da ist noch sein Hund, der nun unversorgt ist, deshalb macht sich Ragnild auf zu ihrem alten Elternhaus. Und tatsächlich findet sie Henry tot vor. Und nicht nur das. In seiner Tiefkühltruhe liegt eine weitere Leiche. Bald findet man heraus, dass Henry keines natürlichen Todes gestorben ist und es sich bei der Gefriertruhenleiche um den 1962 spurlos verschwundenen Raimo Koskela handelt. Dessen Sohn, der Profiboxer Börje Ström, und Ragnild kommen sich über die Organisation der Bestattungen näher, und auch Rebekka Martinsson verbindet einiges mit diesem Fall persönlich, denn Henry und Ragnild waren die Pflegegeschwister ihrer Mutter Virpi. Und dann werden noch zwei tote Prostituierte im Schnee gefunden, deren Spur auch zu Henry führt. Mafiöse Verstrickungen, Korruption, Betrug, Menschen- und Drogenhandel - es geht wieder sehr kriminell zu im hohen Norden. Besonderes Gewicht legt Åsa Larsson aber wie gesagt auf ihre Charaktere und ihre Entwicklung. Sehr schön sind die Landschaftsbeschreibungen, die die Autorin von der rauen Natur schafft, vom Wintereinbruch in diesesm nordischen April. Die obligatorische Sexszene hätte man vielleicht nicht gebraucht, aber Larsson schafft einen stimmungsvollen, spannenden Abschluss ihrer Krimireihe. Dass Rebekka den Schwierigkeiten, die ihr von Post ständig macht und ihres Jobs generell überdrüssig erscheint, macht einen endgültigen Abschied von ihr wahrscheinlich. Auch sonst gibt es den einen oder anderen Abschied. Trotzdem würde man sich natürlich freuen, ein Wiedersehen feiern zu können.
  • Von: Elvira Pfeiffer (Goch9)

    Wieder einmal beginnt für Oberstaatsanwältin Rebecka Martinsson eine Leidenszeit. Ihr Vorgesetzter Alf Björnfot ist für mehrere Monate in Urlaub und sie muss sich mit seinem Vertreter Oberstaatsanwalt Carl von Post herumschlagen. Prompt halst er ihr alle offenen Fälle zur Prozessvorbereitung auf. Zusätzlich wendet sich ihr alter Freund Pathologe Pohjanan mit einem „Cold Case“, der schon lange verjährt ist, an sie. Nach Jahrzehnten ist die Leiche von Raimo Koskela, dem Vater des berühmten Boxers Börje Ströms gefunden worden. Zögernd beschäftigt sich Rebecka mit diesem Fall. Ehe sie sich versieht, wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit in die Tiefe gezogen. Ich habe bereits einige Bücher über Rebecka Martinsson gelesen, fühlte mich anfänglich immer etwas befremdlich. Im Laufe der Geschichte schlug diese Befremdung immer in Begeisterung um. Man muss sich auf Rebecka oder sollte man sagen, auf Asa Larsson, einlassen, dann machts richtig Spaß. Keine Autorin hat mir Kiruna, die nordschwedische Landschaft und das Wesen der Lappländer nähergebracht als Asa Larsson. Sie hat eine starke Beobachtungsgabe und beschreibt die Landschaft, die Eigenheiten der Bevölkerung oder auch die Boxkämpfe so intensiv und bildlich, dass der Leser das Gefühl hat dabei zu sein. In jedem ihrer Thriller wird immer das Ursprüngliche und teilweise Übersinnliche der Alten mit der Lebensweise der Moderne verknüpft. Zu keiner Protagonistin hatte ich bisher so ein ambivalentes Verhältnis. Oft habe ich ihre Gefühlslagen nicht verstanden, ihre Bindungsunfähigkeit, ihre extremen Handlungen. Trotzdem hätte ich gegen Ende der Bücher immer weiterlesen mögen. Es ist schade, dass die Reihe mit Rebecka Martinsson nun zu Ende geht. Bleibt nur zu hoffen, dass die Autorin eine ähnlich charismatische Hauptfigur zu einer neuen Serie kreieren wird.
  • Von: femundo

    Wunderbar, wenn eine heiß geliebte Krimireihe nach Jahren der Funkstille fortgesetzt wird. Und besonders, wenn dies kein lauer Aufguss ist, sondern eine frische Story auf der Höhe der Zeit. Hintergrund von Åsa Larssons neuestem Roman ist der (tatsächlich stattfindende) Umzug Kirunas. Die Stadt ist durch den fortschreitenden Eisenerzabbau gefährdet, das Zentrum wird deshalb um fünf Kilometer nach Osten versetzt. Das gigantische Bau- und Infrastrukturprojekt zieht die organisierte Kriminalität magisch an, mafiöse Bauunternehmer, Menschen- und Drogenhändler tummeln sich in Kiruna. Während Rebecka ihrem Ex-Freund Krister hinterhertrauert (der inzwischen mit der Influencerin Marit liiert ist), kommt sie nach dem Mord an zwei Osteuropäerinnen einem Wirtschaftsverbrechen auf die Spur. Im Nachwort schreibt Åsa Larsson, dass sie sich mit diesem Roman von ihrer sperrigen Heldin Rebecka verabschiedet. Schade! Denn Rebecka und ihre handfeste Kollegin Anna Maria Mella sind zwei wunderbare Frauenfiguren. Beide verbindet eine komplizierte On-Off-Frauenfreundschaft - und Anna Maria verliert auch in diesem Roman zwischen Job und Familie wieder so herzerfrischend die Nerven.
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