Wolfszone von Christian Endres

Christian Endres Wolfszone

Deutschland in der nahen Zukunft. Ein heikler Auftrag führt den Berliner Privatdetektiv Joe Denzinger in die brandenburgische Provinz. Direkt hinter dem Dorf Dölmow hat die Bundeswehr einen Wald abgeriegelt, in dem sich ein Rudel Wölfe durch Nanobots und künstliche Intelligenz massiv verändert hat. Und genau hier soll Joe die Erbin eines mächtigen Rüstungsunternehmens finden, die seit Tagen spurlos verschwunden ist. Zwischen Cyborg-Wölfen, Soldaten, Gangstern, Umwelt-Aktivisten und Einheimischen beginnt für Joe eine atemlose Jagd mit ungewissem Ausgang …

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  • Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

    Privatdetektiv Joe Denzinger soll in die brandenburgische Provinz eine verschwundene, junge Frau suchen. Sie befindet sich einem abgeriegelten Bezirk, in dem sich durch Nanobots und künstliche Intelligenz veränderte Wölfe befinden, unberechenbare Kreaturen. Aber es sind nicht nur Cyborg-Wölfe, sondern auch Soldaten, Gangster, Umwelt-Aktivisten und sonderbare Einheimische, die Joe das Leben schwer machen. . Schon während der ersten Seiten denkt man unentwegt: Ich will diese Geschichte als Film auf der großen Leinwand sehen. Die Ausgangssituation, nämlich in ein abgeschottetes Gebiet einzudringen, bei dem man nicht weiß, was einen erwartet, erinnert ein wenig an John Carpenters legendären Kultfilm „Die Klapperschlange“. Es ist eine unglaublich intensive Atmosphäre, die Christian Endres hier erschafft, und in der man sich sofort „heimelig und wohl“ fühlt. Man weiß genau, dass einen ein großartiges Abenteuer erwartet. Und genau das hat Endres dann auch geschafft: ein filmreifes Actionfeuerwerk mit stimmungsvollen und filmreifen Momenten. „Wolfszone“ ist eine literarische Achterbahnfahrt, eine spannende Reise in eine Zukunft, die vielleicht gar nicht mehr so weit von uns entfernt ist, wie wir denken. Der Roman ist sicherlich ein modernes Abenteuer, dennoch weckte es in mir nostalgische Gefühle an klassische Geschichten, in denen ich mich als Jugendlicher in den 1980er-Jahren wohlgefühlt habe. Ich fühlte mich tatsächlich wieder in diese goldene Ära zurückversetzt, während ich „Wolfszone“ las. Christan Endres’ Schreibstil ist flüssig zu lesen, sodass man nur so durch die kurz gehaltenen Kapitel fliegt und sich denkt: Ein Kapitel geht noch, bevor ich aufhöre. Der Roman löste außerdem ein wenig Michael-Crichton-Feeling in mir aus, da eine spannende Abenteuergeschichte mit wissenschaftlichen Elementen verbunden und daraus eine extrem interessante Mischung wurde. Die Charakterzeichnungen empfand ich als genügend ausgearbeitet (nicht zu viel und nicht zu wenig), sodass ich mir die Personen allesamt recht gut vorstellen konnte. Neben der Hauptperson Joe Denzinger hat es mir vor allem der Außenseiter Oskar, der am Rand der Wolfszone lebt und sich von der Umwelt abkapselt. Diese Figurenzeichnung hat mir richtig gut gefallen. Gerade die Darstellung einer Symbiose zwischen KI (Künstlicher Intelligenz) und echtem Leben fand ich extrem spannend und gut beschrieben. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Aspekt, wie Endres die „wirren“ Gedanken einer solchen Hybrid-Kreatur zu Papier gebracht hat. Diese kurzen Einschübe lesen sich sehr glaubhaft und nachvollziehbar. Aktueller hätte der Zeitpunkt nicht sein können, um „Wolfszone“ auf den Markt zu bringen. Auch das Einbinden von Umwelt-Aktivisten und die damit verbundenen hochaktuellen Themen hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt hat mich „Wolfszone“ perfekt unterhalten und ich habe es wirklich bedauert, dass ich diese dystopische Welt am Ende verlassen musste. Aber, wer weiß, vielleicht kommt ja eines Tages der Privatermittler namens Joe Denzinger wieder mit einem neuen Auftrag zurück. . Fazit: Sehr atmosphärische und extrem kurzweilige Cyberpunk-Dystopie. ©2024 Wolfgang Brunner für Buchwelten