Der Club der wütenden Fünf von Nicole Fröhlich

Nicole Fröhlich Der Club der wütenden Fünf

Fünf Teenager auf der Suche nach Zusammenhalt

Lara ist fünfzehn Jahre alt und wütend. Mit ihrer Großmutter ist gerade ihre letzte Angehörige gestorben, jetzt ist das Mädchen ganz allein. Und wäre das nicht schon schlimm genug, sind die anderen Teenager im Heim auch noch völlig irre. Für Lara steht fest: Sie will so schnell wie möglich in eine Wohngruppe und ihr eigenes Ding machen. Um dafür ihre sozialen Fähigkeiten zu trainieren, steckt die Jugendamtsmitarbeiterin Tina sie in eine schnöselige Pflegefamilie – sehr zu Laras Missfallen. An der teuren Privatschule, an die das Mädchen wechselt, muss Lara ein soziales Projekt, den »Club der wütenden Fünf« besuchen. Zuerst lehnt Lara in ihrer neuen Familie und Schule alles kategorisch ab, doch dann stellt der Club den fünf Jugendlichen eine besondere Aufgabe, die Lara an ihre Grenzen und die Heldin in ihr zum Vorschein bringt ...

Ein berührender Coming-of-Age-Roman über Verlust, Identität, Zusammengehörigkeit und die erste Liebe

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: 78sunny

    Ich habe mich sehr gefreut, als ich sah, dass es endlich mal wieder ein Buch zum Thema Pflegefamilien und eine neue Heimat finden gibt. Da war klar, dass ich es sofort lesen musste. Es geht hier um Lara, die gerade ihre Oma, das letzte Familienmitglied, verloren hat. Nun muss sie nicht nur ihre Trauer bewältigen sondern auch in einer völlig neuen Umgebung und Situation zurecht kommen. Erst kommt sie in ein Heim und von dort wollte sie eigentlich gern in eine Wohngruppe ziehen. Doch dann kommt alles anders. Eine Pflegefamilie will sie aufnehmen. So muss sie sich an das Leben mit 'neuen' Eltern und einem kleinen Bruder gewöhnen und in einer neuen Schule klar kommen und Freunde finden. Das Thema Wohngruppe ist noch nicht vom Tisch, aber Lara muss beweisen, dass sie verantwortungsbewusst genug für die Aufnahme dort ist. Zitat: 'Du bist genug. Ich fühle mich überhaupt nicht genug. Eher zu wenig.' Ich lese solche Geschichten besonders gern, weil ich genau in diesem Bereich arbeite, sprich als Sozialpädagogin in einem Heim/Wohngruppe. Der Ablauf der im Buch beschrieben wird, ist eigentlich so gut wie unmöglich, aber es ist ja auch kein Sachbuch und daher stört es mich nicht. Pflegefamilien sind rar und mit 15 Jahren noch in einer unter zu kommen so gut wie unmöglich. Eine Erziehungsfachstelle wäre da wohl die einzige Möglichkeit, um einer Jugendlichen, die eigentlich sehr behütet aufgewachsen ist, den normalen Heimalltag zu ersparen. Aber die sind noch seltener als Pflegeeltern. So unwahrscheinlich also der Ablauf im Buch war, so hat er mir doch als fiktive Geschichte gut gefallen. Es geht darum Geborgenheit und Sicherheit zu finden, um dann überhaupt eine Chance zu haben Trauer zu bewältigen, neuen Lebensmut zu fassen und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Das Buch behandelt verschieden Themen, die Jugendliche betreffen bzw. beschäftigen. Von erster Liebe, über Vertrauen schenken, Freundschaften schließen, Depression, kranke Familienmitglieder, Drogen, Mobbing und vieles mehr. Das ganze kann daher, meiner Meinung nach, auch sehr gut als Schullektüre eingesetzt und als pädagogisch wertvoll bezeichnet werden. Ich denke Lara ist ein toller Charakter, um sich mit ihr als Jugendlicher zu identifizieren und so mit ihr mitzufiebern und zu fühlen. Ihre Reaktionen und Handlungen kamen sehr natürlich herüber und ihre Gedanken ergaben Sinn. Zitat: 'Solche Kommentare verletzten. Sie sagen mehr über dich aus als über die, die du damit beleidigst!' Neben der sympathischen Protagonistin (auch wenn sie teilweise wütend und etwas zickig war), waren auch die Nebencharaktere sehr interessant. Die Pflegeeltern wiesen eine Menge Geduld auf und versuchten Lara Geborgenheit zu geben und auch Grenzen zu setzen, in denen sie sich trotzdem entfalten und entwickeln konnte. Der kleine Bruder Ludwig war ein Goldstück. Seine sehr offene und kindliche Art mit Lara umzugehen, hat ihr sehr geholfen in der Familie anzukommen. In der Schule ist Lara dann verpflichtet an einem Club teilzunehmen. Eigentlich ist es eher eine Selbsthilfegruppe, die durch einen Sozialpädagogen geleitet wird. Dort lernt sie dann ihre neuen Freunde kennen. Jeder von den vier trägt sein eigenes Päckchen und ist als Charakter sehr interessant. Gerade um das Lösen, ihrer Probleme und eben um Laras Entwicklung in der Pflegefamilie und bei ihrer Trauerbewältigung, geht es in diesem Buch. Der Schreibstil ist sehr einfach und schlicht. Die Sätze sind relativ kurz und ohne große Schnörkel. Trotzdem gab es einige Stellen, die wirklich sehr aussagekräftig waren. Zwei habe ich als Zitate hier mit in meiner Rezension eingearbeitet. Sehr angenehm empfand ich die recht kurzen Kapitel. Man kam beim Lesen schnell voran und es wurde einfach nie langweilig. Trotz der eher ruhigen Handlung, passierte immer wieder etwas neues und ich legte das Buch immer sehr ungern wieder zur Seite. Am liebsten hätte ich es in einem Rutsch gelesen. *Fazit:* 4,6 von 5 Sternen Das Buch behandelt verschiedene Probleme von Jugendlichen und man begleitet eine 15jährige, die nach dem Tod ihres letzten verbliebenen Familienmitglieds erst völlig allein dasteht, dann aber eine neue Familie bekommt und langsam wieder Vertrauen lernt und ihre Trauer bewältigt. Durch die Freundschaften, die sie schließt und die Päckchen, die diese Freunde mit sich tragen, wird das Buch nie langweilig. Ich wünschte es wäre im realen Leben auch so, wie es für Lara ablief.
  • Von: sallys_lese_eule

    Das Leben von Lara änderte sich schlagartig mit dem Tod ihrer Großmutter. Aus ihrer Familie ist niemand mehr übrig und so wird sie in ein Heim gebracht. Am liebsten würde Lara so schnell wie nur möglich in eine Wohngruppe. Aber es kommt anders, als sie sich es vorgestellt hatte. Anstatt in einer Wohngruppe kommt sie bei einer Pflegefamilie in Frankfurt unter. Hier soll sie auf eine Privatschule gehen und bei einem sozial Projekt namens „Club der wütenden Fünf“ mitmachen. Hier erhalten die fünf völlig unterschiedlichen Jugendlichen eine besondere Aufgabe und Lara wächst dabei über ihre Grenzen hinaus. Dies ist der erste Schritt in eine spannende und berührende Geschichte einer Jugendlichen, welche auf der Suche nach einem Zuhause ist. Die Autorin Nicole Fröhlich hat ein Thema aufgegriffen, welches in diesem Jugendroman sehr gut hervorgebracht wurde. Die Geschichte handelt sich um die pubertierende Lara, welche ihre Oma verloren hat und sich nun mit vielem neuen auseinandersetzten muss. So erfährt der Leser auf emotionaler und nachvollziehbarerweise von ihrer Eingewöhnung in der neuen Familie und der Privatschule. Die Autorin gibt Einblicke in die Vergangenheit des Mädchens, wie auch von dem derzeitigen Geschehen. Dies kommt beim Lesen sehr gut rüber und lässt einen als Leser regelrecht mitfühlen. Ich bin ein totaler Fan von kurzen Kapiteln. Auf diese trifft man in diesem Jugendroman, welcher, wie ich finde, gerade zum Genre sehr passend gewählt wurde. Hierdurch entstand ein toller Lesefluss und man flog förmlich durch die Geschichte. Das Cover zeigt uns 5 Jugendliche ohne Gesicht. Die Gesichter der jeweiligen Personen, entpuppten sich im laufe der Geschichte. Wie ich finde, interessant und spannend zugleich, welches gerade für die Zielgruppe sehr ansprechend ist. FAZIT Eine beeindruckende Geschichte, über schwierige Momente und dem Weg zum Verständnis. Aber auch über die eigene Entwicklung und was es bedeutet, auch mal über seine Grenzen hinweg zu gehen. Von mir gibt es eine klare Empfehlung. Somit 5 von 5 Sterne
  • Von: Stefan Wichmann

    Werbung – rezensiert wird „Der Club der wütenden Fünf“ Eine Empfehlung für den Schulunterricht? Ich halte es für wertvoll! Redaktioneller Hinweis: Das Buch wurde vom Verlag kostenfrei bereitgestellt. Cover Auf dem Cover sind 5 gesichtslose Personen abgedruckt, die meines Erachtens im Text ihr Gesicht erhalten. Inhalt und Aufteilung des Buches Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mädchens, dass sich in ihr neues Leben eingewöhnen muss. Meine Einschätzung: Die ersten 40 Seiten betreffend: Schon der Beginn des Buches verwundert, wird doch ein Zeitsprung von drei Monaten eingeflochten, als es gerade spannend wird. So bleibt die Frage offen, wie sich die Hauptperson in ihre erste neue Umgebung einlebt. Im weiteren Verlauf bestimmen Rückblicke in der Vergangenheitsform und Präsenz für derzeitiges Geschehen das Werk. So erfährt der Lesende nach und nach vom früheren Leben der Hauptperson, von Oma und Opa, dem Spaß mit Konfetti und dem aktuellen Erleben. An manchen Stellen wirkt das Buch auf mich, als müsse ein Akt zwischendurch unbedingt erzählt werden, wobei sich die einzelne Begebenheit dann nicht unbedingt in den Gesamtkontext einfügt. Aus meiner Sicht wird der Spannungsbogen eher unwillkürlich und immer wieder unterbrochen, wobei sich Spannung bei mir nicht unbedingt einstellen konnte. Anders jedoch ab Seite 40, bzw. 44! Vielleicht hätte das Buch hier beginnen sollen! Spannend und nachvollziehbar wird das Einleben in der neuen Familie dargestellt. Der Lesende leidet, ja er fiebert mit und ich konnte mich sehr gut in die Situation hineinversetzen. Nicht nur in die der Hauptperson, sondern in die der Familie und in die der anderen vier Hauptpersonen. So wird die Geschichte gesponnen, erzählt und reißt einen endlich hinein in dieses wirklich tolle Werk! Zielgruppe Da Begriffe wie BMI usw. ohne weitere Erklärung genannt werden, ist dies eher ein Buch für ältere Teenies. Die textliche Umsetzung zu Beginn mag mittelalten Teenies entgegenkommen und Erwachsene aufgrund der teils kurzgehaltenen Sätze eher abschrecken. Doch wer sich durch die ersten 40 Seiten durchgebissen hat, erfährt viel mehr als „nur“ eine Story, sodass es für die Oberschule und für Erwachsene, die sich mit der Thematik beschäftigen wollen ein gutes Buch ist! Verständlichkeit Erst schrieb ich über die Verständlichkeit des textlichen Inhaltes und löschte dann den Absatz wieder, denn das Buch fördert sehr eindrucksvoll das Verständnis für schwierige Situationen, in die ein junger Mensch geraten kann. Barrierefreiheit Was ist unter Barrierefreiheit bei einem gedruckten Buch zu verstehen? Meiner Meinung nach etwas größere Schrift, hoher Kontrast bei Bildern und einfache Sprache. Die Schrift ist in üblicher Größe umgesetzt, Bilder sind nicht enthalten und die Sätze sind zu Beginn manchmal kurzgefasst, wobei sich der Satzzusammenhang aber erschließt. Das Buch ist jedoch auch nicht als barrierefrei deklariert. Und doch ist es ein Buch, dass (im übertragenden Sinne) es vermag Barrieren niederzureißen und Verständnis für besondere Situationen zu wecken ... Fazit Eine Empfehlung für den Schulunterricht? Ich halte es für wertvoll. Werbung Ich kann nicht alle Bestellmöglichkeiten aufzählen und gebe deshalb hier den Verlag oder Hersteller an, der mir das Rezensionsexemplar bereitgestellt hat. Angaben zum Buch: Titel: Der Club der wütenden Fünf Autor:Nicole Fröhlich Verlag: cbj Auflage: 1 Sprache: Deutsch ISBN: 978-3570166376 Preis: 17 € Bestellangaben: Das Werk ist in jedem Buchladen erhältlich Über einen Kommentar würde ich mich freuen ...
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