Fans des unmöglichen Lebens von Kate Scelsa

Kate Scelsa Fans des unmöglichen Lebens

Drei Außenseiter, eine wunderbare Freundschaft und eine komplizierte Liebe ...

Mira, Jeremy und Sebby sind alle Außenseiter aus unterschiedlichen Gründen. Jeremy wurde Opfer einer Mobbingkampagne, Mira musste die Schule wechseln, und Miras bester schwuler Freund Sebby hat Probleme in seiner Pflegefamilie. Als Jeremy Mira und Sebby kennenlernt, tut sich für ihn eine neue Welt auf – und er verliebt sich Hals über Kopf in den faszinierenden Sebby. Wenn sie zusammen sind, kann das Leben Jeremy, Mira und Sebby nichts anhaben. Doch langsam merkt Jeremy, wieviel Verletzlichkeit sich hinter der zerbrechlichen Fassade der anderen verbirgt …

»Ein wunderbarer Jugendroman über erste Liebe und die transformierende Kraft von Freundschaft für alle Fans von »Das also ist mein Leben«

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Koriko

    Story: Mira, Jeremy und Sebby haben jeder für sich mit Problemen zu kämpfen, die ihnen viel abverlangen. Mira leidet unter Depressionen, die sich auch im Rahmen von Selbstverletzung zeigen, Jeremy wurde Opfer einer größeren Mobbingkampagne an seiner Schule, weil er schwul ist und von zwei Vätern aufgezogen wird und Sebby, der bei einer Pflegemutter lebt hält sich mit Diebstählen über Wasser, nimmt Drogen und sieht sich auf einem absteigenden Ast. Während Mira und Sebby bereits Freunde sind, stößt Jeremy eher zufällig in das Duo und wird schnell von den beiden als zusätzliches Mitglied ihrer Gruppe akzeptiert. Gemeinsam stellen sie sich den Problemen, die sie umtreiben und während sie einige Dinge in den Griff bekommen, sorgen andere, tiefergehende dafür, dass das Trio allmählich auseinandertriftet und sich neu finden muss – und damit auch Mira, Jeremy und Sebby. Eigene Meinung: „Fans des unmöglichen Lebens“ ist das Debüt er amerikanischen Autorin Kate Scelsa und ist als Songwriterin und Bühnenautorin bekannt. Das Buch wurde mehrfach ausgezeichnet, ebenso ihr Bühnenstück „Everyone's Fine With Virginia Woolf“. Der Roman um Mira, Jeremy und Sebby erschien 2015 in den USA. Ob weitere Bücher in Planung sind, steht aktuell noch nicht fest. Die Geschichte ist durchzogen von Problemen, die man in der Masse nur selten bei Jugendbüchern findet – Depression, Mobbing, Selbstverletzung und Selbstmord, verschiedene Sexualitäten und die damit einhergehenden Probleme. Die Handlung beginnt am ersten Schultag von Mira und Jeremy – Mira wechselt zu einer ihr fremden Schule, Jeremy kehrt nach langer Zeit zurück an den Ort, der ihm dank seiner Mitschüler so schmerzhaft in Erinnerung geblieben war. Sebby ist die meiste Zeit an Miras Seite, auch wenn er nicht an dieselbe Schule geht, wie sie, was bedeutet, dass er vor der Schule auf sie wartet und Teil des Kunstklubs wird, die Jeremy ins Leben ruft. Anschließend zieht sie die Handlung ohne große Höhen und Tiefen durch die Geschichte der drei Jugendlichen, die alle ihr Päckchen zu tragen haben. Nach und nach lernt man alle drei kennen, begleitet Jeremy dabei, wie er sich allmählich aus seinem Schneckenhaus herauswagt und zu Mira und Sebby Vertrauen fast. Insbesondere zu dem stets fröhlichen, unerschütterlichen Sebby entwickelt sich bald mehr – was von diesem erwidert wird. Auch Miras Probleme werden im Laufe der Wochen und Monate, die die drei zusammen unterwegs sind, immer offensichtlicher, ihre Unsicherheiten und Depressionen, die sie die meiste Zeit im Griff hat. Sebby wiederum hat Probleme, die er nur selten nach außen dringen lässt – die Tatsache, dass er schwul ist, ist für ihn kein großes Ding, denn er zeigt sehr offensiv, dass er an Männern interessiert ist. Dass er bei einer streng religiösen Pflegemutter lebt, mit der er nur leidlich zurechtkommt und Drogen nimmt, verschweigt er meistens. Generell scheint er eher darum bemüht, ein Bild von sich aufrecht zu erhalten, anstatt sein wahres Ich zu zeigen. Dass sich zwischen den dreien darüber hinaus mehr entwickelt, auch Mira Teil der intimeren Beziehung zwischen Jeremy und Sebby wird, wirkt im ersten Moment verwirrend, passt aber gut zu der zerrissenen Natur der Charaktere. Die polyamorösen Züge ihrer Freundschaft machen deutlich, wie eng sie im Laufe der Geschichte zusammenwachsen und wie stark das Vertrauen der der Drei zueinander ist. Und es macht deutlich, das Sexualität nicht immer in eng gesteckte Grenzen bleibt, sondern durchaus wandlungsfähig ist. Die Autorin hat drei Figuren erschaffen, die nicht nur zerrissen und mit sich und der Welt nur schwer kompatibel sind, sondern teilweise so kaputt, dass sie nach und nach jeden Bezugspunkt verlieren. Insbesondere Sebby triftet dank seines Drogenkonsums und falscher Freunde immer weiter weg und Mira und Jeremy, die nicht wissen, wie sie ihm helfen sollen. Während er immer haltloser wird, finden Mira und Jeremy nach und nach ihren Platz, auch wenn sie sehr angreifbar sind und ihre Probleme nur ansatzweise überwunden haben. Es fällt schwer, sich mit ihnen zu identifizieren, wenngleich sie sehr authentisch sind und man ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen kann. Stilistisch fordert die Autorin einiges von ihren Leser*innen – „Fans des unmöglichen Lebens“ ist kein leichtes Buch für Zwischendurch – die ernsten Themen verdienen einen entsprechend anspruchsvollen Schreibstil. So fällt direkt ins Auge, dass Kate Scelsa jeder Figur eine andere Perspektive zugedacht hat – Jeremys Passagen werden aus der Ich-Perspektive erzählt, Miras aus der 3. Person und Sebbys wenige Szenen aus der 2. Person. Gerade letztere ist sehr ungewohnt und fordert viel Konzentration beim Lesen, passt aber sehr gut zu ihm und gibt in seiner Gesamtheit ein sehr stimmiges Bild. Die stilistischen Wechsel machen schnell deutlich, wer erzählt (auch wenn die Namen des Erzählers über den Kapiteln stehen und geben jedem Hautcharakter eine eigene Stimme. Fazit: „Fans es unmöglichen Lebens“ ist ein emotionaler, tiefgründiger Coming-of-Age, der eine Vielzahl ernster Themen aufgreift, die Kate Scelsas Debüt zu einem anspruchsvollen Wer machen. Es ist kein Buch für Zwischendurch, ebenso wenig darf man einen allumfassenden Spannungsbogen und ein ausgearbeitetes Happy End erwarten – die Autorin beleuchtet vielmehr einen Lebensabschnitt dreier Jugendlicher, die mit vielen Problemen zu kämpfen haben und zusammen, Trost, Unterstützung und Liebe erfahren. Einzig eine Triggerwarnung im Klappentext oder zumindest ein deutlicherer Hinweis auf die Themenwahl wäre wünschenswert gewesen, davon abgesehen ist „Fans es unmöglichen Lebens“ allen zu empfehlen, die ernstere Themen in Jugendbüchern bevorzugen.
  • Von: books_of_sven

    Story: Die drei Außenseiter Jeremy, Mira und Sebby haben es nicht leicht. Jeremy wurde gemobbt und blieb deshalb lange der Schule fern, Mira musste die Schule wechseln, hat ein Gewichtsproblem und war in der Psychiatrie, wo sie Sebby kennenlernte, der Probleme mit seiner Pflegefamilie hat. Als Jeremy die beiden kennenlernt, lernt er eine neue Welt kennen und verliebt sich in den komplizierten Sebby. Doch nach viel Heiterkeit merkt Jeremy, wie viel Verletzlichkeit sich hinter der Fassade der anderen verbirgt. Meinung: Die erste Hälfte des Romans war ich fasziniert von der Geschichte. Ich habe die Charaktere geliebt und deren Geschichte nur so inhaliert. Zwar verschroben, aber die Charaktere waren mir so sympathisch und sind mir ans Herz gewachsen, dass ich es schade fand, was in der zweiten Hälfte aus ihnen gemacht wurde, denn die Vergangenheit holt die meisten ein und das Buch ist nicht mehr so heiter wie zu Beginn und so manch ein Charakter absolut nicht mehr greifbar und unsympathisch. Schade, aber es spiegelt halt die Veränderung der Menschen gut dar, wenn sie an falsche Freunde geraten. Leider fand ich aber auch den Schreibstil in der zweiten Hälfte schwächer. Hier wurde bei fünf wörtlichen Reden vier Mal „sagte“ benutzt, was mir nach einer Weile ziemlich auf die Nerven gegangen ist. Dennoch fand ich den Erzählstil ausgesprochen interessant, zumal die Autorin die Jeremy Kapitel in der ersten, Mira in der dritten und Sebby in der zweiten Person geschrieben hat. Das „Du“ las sich zunächst ungewohnt, aber absolut interessant. Wäre das Buch so geblieben wie in der ersten Hälfte, wäre es ein Jahreshighlight geworden, leider ist die zweite Hälfte anders als gedacht (und auch von mir gewünscht) und die Charaktere weniger greifbar, dennoch hat mich das Buch in seiner Ambivalenz, mit all seiner Heiterkeit und den sehr ernsten Themen sehr gut unterhalten. Ein Coming-Of-Age-Roman über Freundschaft, Liebe, Selbsthass und Selbstliebe, um Akzeptanz und Kontrollverlust mit harten Themen, die es dem Leser manchmal nicht leicht machen, aber das Leben in all seinen Facetten zeigt. 4/5
  • Von: Michaela

    Ich bin aufgrund des Covers und des interessanten Buchtitels auf das Buch aufmerksam geworden und hatte mich sehr auf das Lesen gefreut. In dem Buch geht es um Mira, Jeremy und Sebby, von denen jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Alle drei hatten es bis jetzt nicht einfach im Leben. Sei es Mobbing oder auch Probleme mit der eigenen Pflegefamilie. Für die drei ist nie leicht... Die Charaktere Mira, Jeremy und Sebby fand ich in dem Buch wirklich sehr stark und ausgeprägt. Mira fühlte sich nie gut genug und oft auch einfach nur noch unerwünscht auf dieser Welt. Das liegt auch größtenteils daran, dass ihre Schwester ein Überflieger ist und "viel besser" erscheint. Als ihre Schwester aber auszieht, wird der Druck für Mira noch größer, sodass sie nach einem Zusammenbruch in eine Klinik eingeliefert werden muss und dort Sebby kennenlernt. Bei Sebby läuft es auch alles andere als gut im Leben. Er ist schwul, wird wegen seiner Sexualität oft verprügelt und wohnt bei einer überforderten Pflegefamilie. Nachdem sie wieder zur Schule gehen dürfen, lernen sie dort das Mobbingopfer Jeremy kennen, der große Angst hat zur Schule zu gehen. Nachdem die drei sich kennengelernt haben entwickelt sich langsam eine Freundschaft zwischen ihnen, die irgendwie sehr besonders ist. Sie unterstützen sich und halten zusammen. Doch zwischen Sebby und Jeremy ist alles irgendwie anders... Das Buch beinhaltet sehr wichtige Themen, über die ja normalerweise nicht offen gesprochen wird, wie z.b. Selbstmord, Drogenmissbrauch, Depressionen, andere Sexualitäten, aber auch familiäre Probleme und weiteres. Ich fand das Buch wirklich sehr spannend und interessant. Durch das Lesen wird beim Leser ein wenig Hoffnung geweckt. Es war anders, aber sehr emotional. Allerdings ist es eben kein leichtes Buch, auch für Zwischendurch nicht. Mir hat ehrlich gesagt auch eine Triggerwarnung gefehlt. Denn dieses Buch ist eben nicht für Jedermann geeignet. Fazit: Ein komplett anderes Buch, als man aufgrund des Covers und des Klappentextes erwartet. Komplett überzeugen konnte es mich leider nicht. Aber die Leute, die gerne über solche Themen lesen, eine Empfehlung! :)
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