Agnes geht von Katja Keweritsch

Katja Keweritsch Agnes geht

»Sollte das Leben nicht eigentlich genau so sein? Ohne Socken, mit Wind in den Haaren.«

Nach einem riesigen Streit mit ihrem Mann will Agnes nur noch weg. Ohne Plan geht sie los – zunächst ins Hotel, dann zu Fuß quer durch Hamburg, immer weiter, bis ins grüne Marschland der Elbe. Was, wenn sie einfach weiterliefe? Am Fluss entlang, bis nach Berlin. Ob das Gehen ihr Antworten schenkt? Vielleicht könnte sie herausfinden, wohin ihre beruflichen Träume verschwunden sind. Wo sie selbst eigentlich während all der Jahre des Kümmerns um Kinder, Haushalt und Familie geblieben ist. Und: ob ihre Ehe noch eine Chance verdient. Unter weitem Himmel wandert Agnes durch malerische Auen, begegnet Menschen und Möglichkeiten und geht Schritt für Schritt einer unerwarteten Zukunft entgegen.

Ein wundervoller Roman über die Liebe, das Glück des Alleinseins in der Natur und die Träume, die uns beflügeln

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: katikatharinenhof

    Agnes fühlt sich gerade wie vor den Kopf gestoßen, denn statt im Glamouroutfit steht sie im kneifenden Etuikeid auf der Gala zu Ehren ihres Mannes. Ein riesengroßer Streit ist die Folge und Agnes hat die Faxen dicke. Sie schmeißt alles hin und geht und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sie dreht dem gewohnten Trott einfach den Rücken zu und geht an der Elbe entlang, nur um ihren Frust loszuwerden und Antworten auf Fragen zu finden, die nicht unbedeutend für ihre Zukunft sind. Und mit jedem Schritt, den sie am Flussufer entlang wandert, erlaubt sich Agnes, Türen zu öffnen, Ballast abzuwerfen und ihre mögliche Zukunft zu planen.... "Agnes geht" spricht vielen Frauen direkt aus der Seele, denn viele kennen das Gefühl, sich selbst und die eigenen Träume einfach im Verlauf der letzten Jahre regelrecht aufgegeben zu haben. Wie selbstverständlich schmeißt Agnes den Haushalt, kümmert sich um die Kinder und hält ihrem erfolgreichen Ehemann den Rücken frei, der auch prompt die Stufen der Karriereleiter erklimmt. Dass dabei Agnes auf der Strecke bleibt und immer und immer wieder zurücksteckt, sieht zunächst niemand. Doch der große Streit ist wie ein reinigendes Gewitter und lässt Agnes klarer sehen. Zwar zwicken die Klamotten und das Lebensmodell hängt auch etwas schief in den Angeln, aber Agnes setzt beherzt einen Schritt nach dem anderen und lernt sich selbst und ihre Bedürfnisse langsam, aber sicher, wieder kennen. Die Wanderung entlang der Elbe ist sowohl ein Selbstfindungs- als auch ein Achtsamkeitstrip, denn Agnes kann die Wunder der Natur in sich aufsaugen und mit den einzigartigen Momenten ihren leer gelaufenen Akku wieder aufladen. Sie bekommt regelrecht wieder Hunger aufs Leben und nimmt sich mit großem Appetit, was ihr selbiges gerade vor die Nase weht. Dass sie dabei ab und an Gewissensbisse plagen, gehört zum Lernprozess einfach dazu. Manche Leser.innen werde bestimmte Handlungen nicht gut heißen - müssen sich auch nicht - denn der Lebensweg von Agnes muss nicht in die Vorstellungen anderer passen, um Agnes glücklich zu machen. Beim Lesen fällt mir spontan "Leichtes Gepäck" von Silbermond ein, denn sowohl Agnes als auch ihr Mann Tom müssen feststellen, dass es sich lohnt, physisch, psychisch und materiell zu entrümpeln, um einen Neuanfang zu wagen. Ein empathisch geschriebenes Buch, bei dem es leicht fällt, sich sowohl mit dem Inhalt als auch mit den Figuren zu identifizieren. Locker und leicht zu lesen und trotzdem voller Momente, die zum Nachdenken und Überdenken der eigenen Situation einladen.