Biete Krise, suche Glück von David Foenkinos

David Foenkinos Biete Krise, suche Glück

Wenn das Leben mal so richtig verrückt spielt

Bernard ist fünfzig geworden und rechnet mit einem ruhigen Leben bis ans Ende seiner Tage. Da passiert es: Eine Reihe von Katastrophen fegt alle Gewissheiten fort. Es beginnt mit Nathalie, Bernards Frau mit den schönen langen Haaren, die er so großartig findet, dass es ihm gereicht hätte, bloß mit ihren Haaren verheiratet zu sein. Doch plötzlich ist die Ehe in einer Krise. Dann setzt ihn sein Chef vor die Tür, und mittellos, wie er ist, muss er bei den Eltern in sein altes Kinderzimmer einziehen. Als diese auch noch versuchen, ihn mit einer Frau zu verkuppeln, die wie er Schiffbruch erlitten hat, wagt er zum ersten Mal etwas ganz Verrücktes …

Die deutsche Erstausgabe erschien 2014 unter dem Titel "Zurück auf Los".

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: lesestrickeule / katrin297

    Der 50-jährige Franzose steht vor einem Neuanfang. Zuerst zieht seine Tochter aus ans andere Ende der Welt, dann trennt sich siene Frau von ihm und obendrauf verliert er seinen Job. So landet er wieder bei seinen Eltern in seinem altem Kinderzimmer und weiß nicht wriklich wohin mit sich. Auch seine Eltern sind überfordert und alles andere als erfreut mit der Situation und versuchen etwas ungeschickt ihn zu verkuppeln. Das ganze Chaos wird mit Humor und Witz umschrieben, das eine gewisse Leichtigkeit verleiht. In der Tat hat mich der Schreibstil wriklich fasziniert. Es ist beeindruckend wie man solch ein ernstes Thema skurril und witzig darstellen kann. Denn in der Tat ist die Situation skurril, wer wünscht sich mit 50 wieder bei den Eltern einzuziehen? Bestimmt können sich die Eltern auch etwas besseres vorstellen. Die geschichte sprühr vor Lebendigkeit und Witz. Teilweise kann man nur den Kopf schütteln über den Protagonisten Bernard und über seine Denkweise. Auch seine konservativen Eltern sind sehr unterhaltsam. Das Ende ist unerwartet und hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich habe viel gelacht und trotzdem bringt die Geschichte einen zum Nachdenken, denn das Thema an sich ist ernst. Ich kann das Buch jedem empfehlen und freue mich auf das nächste Buch von David Foenkinos.
  • Von: Gül

    Meine Vorgeschichte, wie ich zu dem Buch kam: Vor ein paar Monaten hatte ich "Das geheime Leben des Monsieur Pick" vom gleichen Autor, David Foenkinos, gelesen. Ich mochte die außergewöhnliche Geschichte des Romans und den sehr angenehmen Schreibstil des Autors sehr, sodass ich mehrere Werke von ihm lesen wollte. Worum dieser Roman handelt: Unsere Hauptperson ist ein gewöhnlicher 50-jähriger Mann, der sich ein ruhiges Leben erhofft und dem Ende entgegen lebt, bis eines Tage eine Katastrophe nach der anderen droht. Erst fliegt die Tochter für ein Praktikum in ein anderes Land, dann verlässt ihn seine Frau und als Krönung der Misere verliert Bernard auch noch seinen geliebten Job. Erzählweise: Das Besondere ist nicht nur, dass der ganze Roman aus der Sicht eines Mannes geschrieben wurde (lese ich selten), sondern war ich eher überrascht darüber, dass ich mich so gut in die Gedankenwelt des Protagonisten hineinversetzen konnte. Es fiel mir leicht, mich mit seinen Überlegungen zu identifizieren und dadurch wurde meine Freude am Lesen nur verstärkt. Außerdem kommen viele lyrische Textphasen vor, über die der Leser stundenlang philosophieren könnte. Gesamtbewertung: Mit gefällt, oder eher missfällt, der Gedanken, dass Bernards Lebenssituation reinem Alltagsgeschehen entspricht. Nahezu jedem von uns könnte ein ähnliches Schicksal wie ihm ereilen (was ich natürlich keinem wünsche). Auch im Laufe des Buches wird das Leben von Bernard getreu der Wirklichkeit erzählt, nichts wird gefälscht oder "verschönert", sodass ich oft sogar den Eindruck hatte, es handele sich hierbei um eine Biografie. Zuletzt möchte ich noch sagen, dass der Schluss alles andere als vorhersehbar ist und mich sehr zum Schmunzeln bringen konnte. Wieder kann ich nur die Realitätstreue ansprechen und loben. Mein Fazit: Das war sicherlich nicht mein letztes Buch von David Foenkinos!
  • Von: Ulrike Anna Neuberger

    Bernard, 50 Jahre alt, arbeitet in einer Bank, hat sich hochgearbeitet und ist mit Natalie verheiratet, die ihm eines Tages eröffnet, dass sie unglücklich ist und eine Auszeit aus ihrer Ehe braucht. Bernard zieht in ein kleines Hotel. Als Bernard dann auch noch gefeuert wird, zieht er zu seinen Eltern, was ihm wie ein Alptraum vorkommt. "Nie hätte ich geglaubt, dass mein früheres Leben mir einmal abhandenkommen würde. Doch um die Gegenwart zu meistern, hätte sich vielmehr ein Blick in die Zukunft als hilfreich erweisen können ", sagt Bernard traurig. Natalie bleibt in ihrer gemeinsamen Wohnung und hat auch gleich einen neuen Freund. Bernards Eltern wollen ihn verkuppeln mit der Tochter einer Bekannten, Sylvie. Plötzlich reicht es Bernard! David Foenkinos Buch brachte mich zum Lachen, fast zum Weinen und wütend wurde ich auch! Wie brutal können Eheleute zueinander sein, oder zumindest derjenige, der sich trennen will? Viele Eheleute haben es verlernt miteinander über ihre Gefühle und Probleme zu reden, das wird einem klar. Bernard hat mir so leid getan! Alleine die Tatsache, dass man berufsmäßig als über 50-Jähriger zum alten Eisen zählt, den keiner mehr haben will, fand ich immer schon traurig. In welch einer Welt leben wir eigentlich? Fuenkinos Schreibstil zeigt, dass es sich um gehobene Prosa handelt. Das Buch ist mitreißend und macht nachdenklich, insgesamt ein sehr gutes Buch!
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