Ein Garten für zwei von Emma Sternberg

Emma Sternberg Ein Garten für zwei

Lu ist smart, schnell und als Anwältin in einer Top-Kanzlei supererfolgreich. Doch dann stirbt ihr großer Bruder Pip und mit einem Mal weiß Lu nicht mehr, wo oben und unten ist. In Pips Gartenlaube will sie sich erst nur verkriechen, doch dann wird es Frühling. Die Natur erwacht, und während Lu in der Erde wühlt, entdeckt sie nicht nur, dass Glück etwas ist, das man mit den Händen greifen kann. Sondern auch, was sie vom Leben wirklich will.

Jetzt bestellen

€ 10.99 [D] inkl. MwSt. | € 11.30 [A] | CHF 16.90 * (* empf. VK-Preis)

Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Niederrheinblond

    Der Tod ihres Bruders bringt Lu nicht nur in dessen Garten, sondern auch zurück zu sich selbst – DER neue Roman von Emma Sternberg „Ein Garten für Zwei“. Seit „Fünf am Meer“ bin ich ein Emma Sternberg-Fan. Nicht nur, dass mich ihre letzten drei Cover optisch total angesprochen haben, sondern ich liebe es auch, abends in ihren Geschichten zu versinken und mich wegzuträumen. Nach den Hamptons und Capri (Azurblau für zwei) geht es in dem neuen Roman „Ein Garten für zwei“ nach Berlin und nach Klein-Wiesenthal. Geschichte Lu ist eine erfolgreiche Anwältin in Berlin und ihr Leben dreht sich nur um ihre Arbeit. Als ich großer Bruder Pip unerwartet stirbt, bricht ihr Leben auseinander. Sie, die eigentlich als neue Partnerin in der Kanzlei gehandelt wird, kann auf einmal nicht mehr. Sie zieht sich zurück aus dem Großstadtdschungel Berlins und fährt in die Laube, die Pip zu einem zweiten zu Hause gestaltet hat nach Klein-Wiesenthal. Großstadt und Glamour treffen auf Landleben und Natur pur. Wird Lu am Ende zu sich finden und entdecken, was sie wirklich will in ihrem Leben? Meine Meinung Berlin. Metropole. Top-Anwältin. Eigentlich könnte Lu in allen Bereichen ihres Lebens im Superlativ leben. Sie ist auf der Überholspur und kurz davor Partnerin in der Kanzlei zu werden, in der sie jeden Tag (und viele Nächte verbringt). Doch dann geht von dem einen auf den anderen Moment nichts mehr. Ich weine nicht. Ich atme. Fast wundere ich mich darüber, dass so etwas Fundamentales wie Atmen noch funktioniert. Pip ist tot, doch ich atme. Ist das falsch? Oder nur verrückt? S. 33 Ab diesen Moment bekommt der Leser / die Leserin eine Ahnung davon, dass Lu’s geliebtes Leben bald in sich zusammenbrechen wird. Lu selbst denkt zwar noch, sie braucht nur eine kurze Auszeit, aber schon bald wird ihr klar, dass die Laube, die ihr Bruder liebevoll eingerichtet hat, ihr Zufluchtsort wird. Eigentlich ist es dort genauso kalt und klamm wie hier. Aber plötzlich spüre ich Pip in meinem Herzen. Und etwas sagt mir, dass dieses kalte, klamme Loch jetzt genau er richtige Ort für mich ist. S. 93 In Klein-Wiesenthal lernt Lu ihre Nachbarn Nele und Niko kennen. Die Beschreibung der unterschiedlichen Personen ist Emma Stenberg in „Ein Garten für zwei“ wieder grandios gelungen. Egal ob die esoterisch angehauchte Nele oder der verschlossene Niko, alle Figuren (Lu eingeschlossen) schließt der Leser schnell ins Herz und hofft für Lu, dass sie in Klein-Wiesenthal bleibt. Doch bis Lu diese Erkenntnis für sich gewinnt, dauert es noch etwas. Neben dem Erzählstrang von Lu’s Weg zu sich selbst ist auch die Geschichte rund um die Gärten besonders gelungen. Emma Sternberg zeigt auf, was Artenvielfalt bedeutet und welche Auswirkungen Pestizide auf einen blühenden Bio-Garten haben können. Doch jetzt mache ich ein paar Schritte ins Feld hinein- und höre: wirklich nichts. Nichts brummt, nichts summt, nichts raschelt. Es ist, als hätte jemand der Natur den Ton abgedreht. S. 282 Fazit Ein Roman, der nicht nur in das ländliche Berlin entführt, sondern die Suche nach sich selbst mit Themen der Zeit gekonnt verknüpft.
  • Von: bookish.life.lines

    Meine Meinung: Zunächst möchte ich mich bei dem Bloggerportal und dem Verlag bedanken, welche mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Du kannst noch so stark sein, manchmal haut das Leben dich einfach um. Das ist der erste Satz der mir durch den Kopf ging, nachdem ich dieses Buch beendet habe. Dieses Buch hat mich einerseits unendlich traurig und nachdenklich gestimmt und gleichzeitig soviel Hoffnung und Liebe spüren lassen, dass ich es zeitweise gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Emma Sternberg hat einen wundervollen Schreibstil, der sich sehr gut und flüssig lesen lässt, so dass man gefühlt einfach nur durch die Seiten fliegt. Gleichzeitig nimmt sie einen in ihren detailreichen und sehr bildlich beschriebenen Setting mit, dass ich manchmal selbst das Gefühl hatte da nun gerade bei Lu in der Gartenlaube zu sitzen. Die Charaktere, welche die Autorin erschaffen hat sind sehr gut ausgearbeitet. Sie könnten unterschiedlicher gar nicht sein und sind doch jeder für sich liebenswert. Lu, die Hauptprotagonisten, macht in ihrer Geschichte einen sehr starken Wandel von der „harten Karrierefrau“ zur „angehenden Gartenkennerin“ durch. Der Autorin ist es dabei gelungen die Gefühle und Gedankengänge von Lu sehr transparent und für mich nachvollziehbar zu schildern. Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch, dass tatsächlich Lu’s Leben nach dem Tod ihres Bruders im Vordergrund stand. Ich mag Bücher mit tollen Liebesgeschichten und wundervollen Happy Ends, aber die Autorin hat hier bewiesen, dass ein Buch auch ganz wunderbar ohne dem auskommen kann. Ein Happy End gibt es trotzdem, das muss ich einfach sagen :-) Angesprochen hatte mich bei dem Buch nicht nur der Klappentext, der einen schon darauf hinweist, dass dieses Buch eher ein wenig traurig gestimmt ist, sondern vor allem das Cover. Die leuchtenden, fröhlichen Farben stehen meiner Meinung nach sehr im Kontrast zum Klappentext und passen dennoch sehr gut zu dem Buch. Denn damit wurde mir das Gefühl übermittelt, dass es immer noch Hoffnung gibt und die Farben dafür stehen. Außerdem passt es für mich wunderbar zu der kleinen Gartenlaube, die in diesem Buch im Fokus steht. Ich denke, irgendwann werde ich sicherlich auch weitere Bücher der Autorin lesen.
  • Von: lamab_ooks

    REZENSION „Ein Garten für zwei“von Emma Sternberg. „Die Liebe ist wie ein Garten, Sie ist nie Fertig“🪴 Für denn Klappentext Zur Seite wischen. Mit Lou lernen wir eine sympathische Protagonistin kennen, die als Anwältin einfach spitze ist und in meinen Augen ein kleiner Workaholik. Doch plötzlich wird alles anders. Der Tod ihres Bruders hat ihr buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen.Wie lange hatte sie keine Zeit mehr für ihn? Sie fällt in ein tiefes Loch, ist völlig aus der Bahn geworfen und macht plötzlich Fehler, die ihrer früher nie passiert wären.Sie zieht die Reisleine und verkriecht Sich in die Gartenlaube ihres Bruders Pip. Dort findet Lou Stück für Stück zu sich und lernt die Natur kenne und Lieben. Ein schöner Sommerroman, der wie eine wohltuende Umarmung ist, der mich jedoch auch nachdenklich gestimmt hat. Der mir aber auch Mut macht, denn es ist wirklich nie zu spät für einen neuen Lebensabschnitt. Die Autorin hat alle Charaktere wirklich wunderbar beschrieben. Ich kann mir wirklich jeden Einzelnen super gut vorstellen. FAZIT:🪴🌺🪴 Eine ganz nette Geschichte, der es etwas an Spannung fehlt finde ich. Die aber zum Nachdenken anregt. Für Gartenliebhaber genau das Richtige.
Mehr laden