Sonnenblumentage von Frieda Bergmann

Frieda Bergmann Sonnenblumentage

Was wäre, wenn … du dich einfach mal traust?

Maries Leben ist gar nicht mal so übel: Gemeinsam mit ihrem Freund lebt sie in einem beschaulichen Dorf bei Bamberg und arbeitet als Floristin in einer kleinen Gärtnerei. Es hätte sie definitiv schlechter treffen können. Und dennoch fragt sie sich: Gibt sie sich mit allem zufrieden, weil es sicher ist, oder weil sie es wirklich will? Was wäre gewesen, wenn sie im Leben mal eine andere, riskantere Abzweigung genommen hätte? Sähe ihr Schicksal anders aus?
Als Marie sich auf den Weg zu einem Spa-Wochenende mit ihrer Tante macht, ahnt sie nicht, dass sie auf dieser Fahrt eine ganz besondere Entscheidung treffen wird.
Eine Entscheidung, die scheinbar unbedeutend ist, die ihr Leben aber für immer verändern könnte. Wenn sie sich darauf einlässt …

Ein Roman. Zwei Geschichten. Und ein Happy End für die Liebe.

Lesen Sie auch »Einmal Liebe zum Mitnehmen«, den ersten romantischen Roman von Frieda Bergmann!

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Claudis Gedankenwelt

    Frieda Bergmann war mir von ihrem Roman “Einmal Liebe zum Mitnehmen” bereits bekannt und so zögerte ich nicht zu ihrem neuesten Werk zu greifen. Mir war nach einer Geschichte, die mich wunderbar unterhalten würde und auch ein Wohlfühl-Gefühl beim Lesen vermittelt und genau das habe ich hier bekommen. In den ersten beiden Kapiteln lernen wir Marie und ihr Leben in einem kleinen Kaff etwas besser kennen. Sie hat einen Freund namens Fabian, dessen Mutter auch den Blumenladen leitet in dem Marie arbeitet. Doch Marie merkt, dass ihr Leben hier gewisse Grenzen hat. Dennoch ist ihr Leben weit entfernt von übel. Nur Neuerungen mögen die Dörfler nicht so gerne. Dann wird Marie von ihren beiden Tanten in ein Wellnesshotel eingeladen um den Geburtstag von Maries verstorbener Mutter zu feieren. Einer Künstlerin, die wunderbare Bildererschaffen hat in ihrem Leben. Hier teilt sich die Geschichte und es gibt jedes Kapitel zwei Mal. Einmal aus der Sich “Was ist, wenn sie bleibt?” und einmal aus der Sicht “Was, wenn sie geht?” Durch die Kapitelüberschriften lässt sich beides sehr gut unterscheiden und auch die Schriftart ist jeweils eine andere. Am Anfang von Kapitel 3 sitzt sie im Auto und will zu dem Hotel fahren um ihre Tanten zu treffen. Dann klingelt ihr Handy mit einer unbekannten Nummer. Erst geht sie nicht dran und fährt weiter. Und diese kleine Entscheidung verändert ihr Leben maßgeblich. Im anderen Teil geht sie ran und erfährt, dass ihre Tanten feststecken. Sie beschließt zu bleiben und mit ihrem Freund die Kirchweih zu besuchen. Auch dies nimmt einen sehr großen Einfluss auf Maries Leben. In ihrem Buch Sonnenblumentage zeigt Frieda Bergmann wie schon eine winzige Entscheidung ein ganzes Leben beeinflussen kann. Bleibt Marie in dem Dorf? Wird sie auch in diesem Leben glücklich? Oder ist der Weggang das Beste was sie tun konnte? Erlebt mit Marie beide Ebenen. Ich selbst hatte wunderschöne Lesestunden mit “Sonnenblumentage” und kann euch das Buch empfehlen. Denn wer hat sich noch nie die Frage gestellt: Was wäre, wenn ich mich in dieser Sekunde anders entschieden hätte? Diesen Gedanken führt Frieda Bergmann zu Ende und es war sehr fesselnd zu lesen wie sehr ein kleiner Moment alles verändern kann. Dadurch bekommt man beim Lesen einen anderen Blick auf Ereignisse und kleinste Entscheidungen im Leben. Man leidet und fühlt mit Marie, die sich zwar Veränderungen wünscht, aber andererseits von Zweifeln zerrissen wird und sich immer wieder selbst bremst aus Angst einen Fehler zu machen. Marie durchläuft während der unterschiedlich ausgeführten Lebenswege jeweils eine persönliche Wandlung, der ich gerne gefolgt bin. Der einfühlsame Schreibstil von Frieda Bergmann lässt beide Versionen vor dem inneren Auge lebendig werden. So wurde “Sonnenblumentage” zu einen tollen Leseerlebnis. Die übrigen Protagonisten haben alle ihre Ecken und Kanten, allerdings wurde ich mit Fabian nicht so recht warm, weil er doch sehr wenig von dem bemerkt was in Marie vor geht. Schon im ersten Kapitel als Marie bei den Blumengestecken für eine Trauerfeier kreativ werden wollte und er zu seiner Mutter hielt, die keine Veränderungen mag. Hier habe ich Marie nicht immer verstanden zu Beginn, denn sie selbst kann sich ja auch kaum entfalten, wenn der Partner immer nur zur Mutter hält anstatt mal ihr den Rücken zu stärken. Sean ist da ganz anders und ich mochte ihn von Anfang an mehr als Fabian. Doch Marie ist vergeben und hat natürlich ein schlechtes Gewissen gegenüber Fabian. Auch das zeichnet sie als guten Menschen aus, denn sie geht nicht einfach zum Nächstbesten, sondern weiß tief in sich, dass es falsch wäre ihren Freund zu betrügen. Fazit: Mir hat “Sonnenblumentage” einige schöne Lesestunden beschert und ich bin den Protagonisten und vor allem Marie auf ihren verschiedenen Wegen gerne gefolgt. Wer schon immer mal wissen wollte wie unterschiedlich sich ein Leben entwickeln kann, indem man nur eine kleine Entscheidung anders fällt als geplant, der wird hier seine wahre Freude finden und auch ein paar Momente der Nachdenklichkeit erleben.
  • Von: Erdhaftig schmökert

    Zwei Geschichten in einer und richtig gut verfasst. Die Floristin Marie lebt mit ihrem Freund in einem Dorf bei Bamberg. Florian ist der Erbe des Gartenbaubetriebs seiner Mutter und träumt sein Leben ohne diese Träume wahr werden zu lassen. Marie möchte gerne mehr vom Leben und ihre Kreativ-kunstvolle Ader ausleben. Frieda Bergmann lässt Marie zwei Leben leben. Die eine Erzählung dreht sich darum, das alles weiter seinen Gang geht. Marie bleibt in Bamberg, arrangiert sich mit Florian und ihrer Chefin. Die andere spielt mit dem „was wäre wenn“. Florian betrügt Marie, die folgt einer verwandtschaftlichen Einladung und daraufhin verändert sich nicht nur ihr Wohnort. Geschickt spielt die Autorin mit den beiden Lebensentwürfen. Man bekommt das Leben im fränkischen Dorf mit, es gibt spezielle Typen und Charaktere, viel Amüsantes wird eingeflochten. Marie bleibt in keiner Variante im ewig gleichen Sumpf stecken sondern wandelt sich, arrangiert sich mit den Gegebenheiten. In der zweiten Variante bieten sich ihr verschiedene Möglichkeiten. Bleiben oder etwas wagen. Sie wagt. Und beide Varianten haben etwas für sich, wobei ich die zweite inspirierender fand. Manche Figuren sind in beiden Erzählungen zu finden, manches entwickelt sich anders als man denkt. Es ist ein richtig gut erzähltes und in lockerleichtem Ton geschriebenes Buch. Von Frieda Bergmann würde ich gerne zukünftig mehr lesen!
  • Von: katikatharinenhof

    Es gibt Romane, die sind nach wenigen Seiten schon so fest in meinem Herzen verankert, dass ich sie nicht mehr missen möchte. Und genau so ein Buch ist "Sonnenblumentage" von Frieda Bergmann, das nicht nur Sonne, Wärme und Licht beim Lesen verströmt, sondern auch ganz viele kleine Blütenblätter regnen lässt, die glitzern und funkeln. Die Autorin erzählt sehr warmherzig und liebevoll von Marie, die noch schwer am Verlust der Mutter zu tragen hat. Ihr Leben ist bisher wie von einem grauen Schleier umhüllt und wird mit dem Verarbeiten des Trauerprozesses plötzlich wieder bunt und kreativ. Mit der Einladung zum Wellness-Wochenende steht sie am Scheideweg und muss den Mut finden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, ohne dabei die Konsequenzen zu kennen. Frieda Bergmann zeigt in zwei parallel verlaufenden Erzählungen, was wäre, wenn und spinnt die Gedanken für die Leser:innen weiter. Es entstehen zwei unterschiedlich gestaltete Lebensläufe, die sehr emotional und gefühlsbetont sind. Marie muss erkennen, dass ihr Freund Fabian nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat und versucht trotzdem immer wieder, ihn mit dem berühmten Tritt in den Hintern aus seiner Lethargie zu reißen. Seine Antriebslosigkeit treibt auch mich fast zur Verzweiflung und ich würde ihm zu gerne mal den Kopf gerade rücken, denn er sieht nicht, was Marie alles für ihn tut. Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum sie sich an seiner Seite und mit seiner Familie nicht wirklich gut fühlt. In der zweiten Version geht Marie ihren eigenen Wege, befreit sich aus dem dörfischen Geklüngel und schreckt nicht davor zurück, etwas ganz Neues anzufangen. Mit diesem Schritt kehren Licht und Liebe in ihr Leben zurück und Marie ist glücklich. Alles fühlt sich gut und richtig an und Marie strahlt von innen heraus – sie vermittelt das Gefühl, endlich (bei sich) angekommen zu sein. Es ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle, durch das die Autorin ihre Leser:innen schickt. Die Kapitel erzählen immer von den Ereignissen, die passiert wären, wenn Marie geblieben wäre und berichten von den Geschehnissen, die sich ereignen könnten, wenn Marie gehen würde. Bergmann spielt mit den Gedanken und Gefühlen ihrer Leserschaft und verführt sie dazu, Überlegungen anzustellen und sich mit den jeweiligen Situationen auseinanderzusetzen. Es gibt echte Wohlfühlmomente, die sich wie eine kuschelige Decke um die Schultern legen, Träume und Sehnsüchte wahr werden lassen und glücklich machen. Dann legt die Schreibende den Schalter um und plötzlich sind da Angst, Unsicherheit und Traurigkeit, die von den Leser:innen Besitz ergreifen und sie unglücklich machen und zu Tränen rühren. Die Figuren sind alle sehr überzeugend und ich sehe Marie, Sean, Vee und all die anderen direkt vor mir, kann ihre Entscheidungen nachvollziehen und mich in sie hineinversetzen. Ihre Gespräche sind sehr aufschlussreich und geben unglaublich viel von ihnen preis. Es sind die authentischen Diskussionen, Auseinandersetzungen und Aussprachen, die mich beeindrucken und in denen Frieda Bergmann Herz und Seele ihrer Protas einfließen lässt. Das Buch erzählt eindrucksvoll von der Tragweite der Entscheidungen, die unweigerlich jeden Tag getroffen werden und wie diese unser Leben nachhaltig beeinflussen, ohne dass wir darauf einwirken können. Manchmal reicht einfach nur der erste Schritt, um die Richtung zu ändern und Neues zu entdecken.
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