Blutland von Kim Faber, Janni Pedersen

Kim Faber, Janni Pedersen Blutland

Rauch über Kopenhagen: Der dritte Fall für das dänische Ermittlerduo Juncker und Kristiansen

Martin Junckersen ist gerade zur Kopenhagener Polizei zurückgekehrt, da entbrennt in der Hauptstadt ein gewalttätiger Kampf zwischen Rechtsradikalen auf der einen Seite und autonomen Gruppen und Einwandererbanden auf der anderen. Dabei wird ein Neonazi erstochen und Junckers frühere Partnerin Signe Kristiansen übernimmt die Untersuchung des Mordes. Kurz darauf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden: erdrosselt und sexuell missbraucht. Juncker ermittelt, und seit langer Zeit arbeiten Juncker und Signe wieder zusammen. Denn sie vermuten, dass die Taten von demselben Mann verübt wurden ...

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: buchina

    Wie bereits bei den zwei Vorgängerbänden finde ich auch hier das Cover nicht passend. Das Cover wirkt wie eine einsame schwedische Landschaft, der Thriller spielt aber hauptsächlich in Kopenhagen, weder schwedisch noch ländlich. Auch wenn es bei diesem Teil, um eine abgeschlossene Geschichte handelt, empfehle ich trotzdem die zwei Vorgängerbände zu lesen oder zu hören. Denn die Romanreihe lebt vor allem von der Entwicklung der Protagonisten. Der Roman beginnt mit einem Mord, der während eines Streites zwischen Rechtsradikalen und linken und Einwandergruppen passiert. Kurz danach geschieht ein brutaler Mord an einer Frau und schnell gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Morden. Während ich zu Beginn des Romans dachte, dass wieder politische Gruppierungen das Thema des Romans sind, aber nein, ich wurde überrascht. Es geht um Frauenmorde und Vergewaltigungen auch aus der Vergangenheit, die Gemeinsamkeiten aufzeigen. Dieser Roman wird sehr persönlich, vor allem für Signe, die sich den Geistern der Vergangenheit stellen muss. Juncker darf endlich auch wieder offiziell in Kopenhagen ermitteln zusammen mit Signe, die ein gutes Team sind. Mir gefällt sehr gut, dass beide ihre Schwächen zeigen dürfen. Sie wirken sehr menschlich mit ihren Fehlern, die sie auch machen. Nachdem ich schon von den zwei ersten Teilen begeistert war, hat mich auch wieder dieser Teil sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Ich hoffe es gibt weitere Teile dieses tollen Ermittlerduos. Die Qualität des Hörbuches hat mich auch wieder überzeugt. Dass es eine gekürzte Fassung war, habe ich nicht gemerkt, die Übergänge passten. Und die Stimme von Stefan Kaminski passt wieder sehr gut.
  • Von: Enni

    Klappentext: Martin Junckersen ist gerade zur Kopenhagener Polizei zurückgekehrt, da entbrennt in der Hauptstadt ein gewalttätiger Kampf zwischen Rechtsradikalen auf der einen Seite und autonomen Gruppen und Einwandererbanden auf der anderen. Dabei wird ein Neonazi erstochen und Junckers frühere Partnerin Signe Kristiansen übernimmt die Untersuchung des Mordes. Kurz darauf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden: erdrosselt und sexuell missbraucht. Juncker ermittelt, und seit langer Zeit arbeiten Juncker und Signe wieder zusammen. Denn sie vermuten, dass die Taten von demselben Mann verübt wurden ... Meinung: Zunächst einmal möchte ich erneut die exzellente Vertonung von Stefan Kaminski hervorheben. Er lässt die Personen zum Leben erwecken und man kann sich als Zuhörer gut in ihre emotionale Lage versetzen. Die Geschichte ist sehr spannend und man kann die Ermittlungsarbeit und die daraus folgenden Schlussfolgerungen der Ermittler sehr gut nachvollziehen. Des Weiteren ist der Fall mal wieder hochbrisant, was dazu führt, dass man die ganze Zeit über mitfiebert. Auch erfährt man weitere persönliche Details über Juncker und Kristiansen, wodurch die Figuren weiter vervollständigt werden. Außerdem werden Details aus den vorherigen Teilen aufgegriffen und erneut thematisiert. Letztendlich lässt sich festhalten, dass dies ein neuer und spannender Teil der Junker und Kristiansen Reihe ist
  • Von: Bücherserien.de

    Martin Juncker ist gerade wieder bei der Kopenhagener Kriminalpolizei angekommen, als eine junge Frau Opfer eines brutalen Gewaltverbrechens wird. Juncker hat ein Flashback, denn der Mord erinnert ihn an einen Fall, an dem er vor einigen Jahren gearbeitet hat. Kann es sein, dass der damalige Täter erneut zugeschlagen hat? Gegen ganz andere Dämonen aus der Vergangenheit muss sich Signe Kristiansen zur Wehr setzen. Vor Jahren wurde sie Opfer einer Vergewaltigung und muss bis heute mit dem Mann zusammenarbeiten. Als es bei einem Zusammentreffen von Rechtsradikalen zu einem Todesfall kommt, hofft sie, zusammen mit Martin Juncker an diesen Ermittlungen zu arbeiten. Doch der ist bereits anders eingebunden. Zu ihrer Überraschung kreuzen sich die Fälle und ein Verdächtiger rückt in den Mittelpunkt. Allerdings behauptet der Mann vehement, unschuldig zu sein. Kritik: Mit „Blutland“ legen Kim Faber und Janni Pedersen den dritten Band ihrer Trilogie vor, die ohne Übertreibung zum besten gehört, was die skandinavischen Krimis in den letzten Jahren hervorgebracht haben. Wie es sich für den Abschluss einer Reihe geziemt, müssen Martin Juncker und Signe Kristiansen an ihre Grenzen gehen, denn der Täter veranstaltet ein perfides Spiel mit den beiden Ermittlern. Ein Spiel, dass den Leser Schweißperlen und feuchte Hände bescheren wird. Meisterhaft schafft es das Autorenduo, einen Spannungsbogen aufzubauen, der sich über die komplette Länge von rund 560 Seiten hält. Das liegt unter anderem daran, das Martin und Stigne ihre Kräfte bündeln können, wobei sie dem jeweils Anderen nicht alles erzählen, was dafür sorgt, dass es ihnen anfangs schwerfällt, zu erkennen, dass sie für die Auflösung der Fälle womöglich einen komplett anderen Denkansatz verwenden sollten. Dabei wildern Kim Faber und Janni Pedersen in den Abgründen der sexuellen Vorlieben der Menschen. Missbrauch, Vergewaltigung und abstrakte Sexualpraktiken sind der roten Faden von „Blutland“, der stellenweise für zartbesaitete Leserinnen und Leser nicht einfach zu ertragen sein wird. Doch jede diesbezügliche Szene ordnet sich dem Plot unter und wirkt nicht plakativ ein gesetzt. Dadurch bekommt der Krimi eine ungeheure Dichte, die ebenfalls dafür sorgt, dass man das Buch nicht zur Seite legen mag. Nach zwei Romanen, sofern man die ersten beiden Bände kennt, ist einem auch das Personal bekannt und ans Herz gewachsen. Das gilt insbesondere für die Hauptfiguren. Man erfährt im Verlauf der Story noch einiges von Martin und Stigne, was für das Verständnis des Plots und vor allem für die Dichte der Charaktere ausgesprochen wichtig ist, denn diese beiden Figuren sind ein Garant dafür, dass diese Trilogie so außergewöhnlich gut ist. Mein Fazit: Legt man „Blutland“ nach einem furiosen Finale aus der Hand, ist man einerseits zufrieden, denn der Roman wird von Kim Faber und Janni Pedersen hervorragend abgeschlossen. Andererseits ist man traurig. Soll das wirklich das Ende von Martin Juncker und Signe Kristiansen sein? Sofern das so ist, kann man sich nur für drei herausragend gute Thriller bedanken und sehr gespannt sein, was als Nächstes von diesem Autorenduo kommt.
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