Die Studentin von Tess Gerritsen, Gary Braver

Tess Gerritsen, Gary Braver Die Studentin

Ein Professor und seine Studentin, eine verhängnisvolle Affäre – ein tödliches Ende

Taryn Moore ist jung, attraktiv und brillant – warum sollte sie sich umbringen? Detective Frankie Loomis spürt sofort, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als sie den Tatort des vermeintlichen Selbstmords untersucht. Für ihren Englischprofessor Jack Dorian war Taryn die vollendete Versuchung: intelligent, aufmerksamkeitsheischend und zu hundert Prozent tabu. Doch Taryn hatte eine dunkle Seite, die jene bedrohte, denen sie ihre Zuneigung schenkte – auch Jack. Und mit ihrem Tod haben seine Probleme erst richtig begonnen.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Danielamariaursula

    Die 22-jährige Taryn Moore stand am Anfang eines voraussichtlich erfolgreichen Lebens. Jung, schön und nicht nur klug, sondern geradezu brillant in dem von ihr gewählten Fachbereich englische Literatur stand sie kurz vor der Aufnahme eines Promotionsstudiums und der Zusammenarbeit mit einer renommierten Professorin. Warum sollte solch eine junge Frau aus dem Fenster gesprungen sein, kurz nachdem sie ihre Aufgabe für die Uni erledigt und ihr Abendessen zubereitet hatte? Auch ihr Handy ist nirgendwo zu finden. Während ihre Kollegen den Tod gerne schnell als Freitod abhaken würden, nagen an Inspector Frankie Loomis, Mutter von 17-jährigen Zwillingstöchtern, Zweifel. Sie schaut genauer hin, spürt ihre Kontakte auf und findet immer weniger ein Motiv für einen Selbstmord, aber immer mehr ungeklärte Details. Was auch geschehen sein mag, sie ist entschlossen es herauszufinden. Anders als in der Verfilmung von Tess Gerritsens Erfolgsserie Rizzoli & Isles ist Detective Frankie Loomis keine glamouröse Erscheinung, sondern eine ganz normale Frau, mit der das Leben es nicht immer gut meinte. Umso besser kann sie sich in die Besonderheiten dieses Falles hineinfühlen. Trotz ihrer Verantwortung als Mutter, deren Töchter sich für den Geschmack einer Mordermittlerin nicht immer umsichtig genug verhalten, bleibt sie am Ball und scheut die Mehrarbeit nicht, die auf sie wartet, wenn sie die Akte nicht sofort schließt. Sie fühlt sich Taryn und ihrer Mutter gegenüber dazu verpflichtet. Zu sehr ähneln deren Lebensumstände ihren eigenen. Ihr Kollege Mac ist zwar nicht begeistert, aber traut ihrem Instinkt. Ansonsten bleibt ihr Sidekick eher blass. Der Fall spielt im Umkreis einer renommierten Universität, dennoch kann sich jeder in diesem Thriller wiederfinden. Es gibt reiche und arme Studenten, Dozenten in den besten Jahren, ebenso wie die Ermittler und es gibt den Schwiegervater des Mentors der Toten, der bereits pensionierter Detective ist und sich nichts sehnlicher als ein Enkelkind wünscht. Das finde ich sehr geschickt gemacht, so dass sich eigentlich niemand zu alt oder zu jung für diese Mordermittlung fühlen kann. Sprachlich nehmen einen die Autoren gekonnt und flüssig mit, ohne dass man merken würde, dass die Erzählung aus zwei statt aus einer Feder stammt. Es gibt keine Brüche, es fließt. Anders als das Leben von Taryn, die trotz ihrer Talente mit ihrem Leben haderte, da sie nicht auf der bright side of life, in einem privilegierten Elternhaus aufwuchs. Ganz klar werden hier die Unterschiede zwischen Studenten aus arme und reichen Familien vorgeführt. Dennoch wird deutlich gezeigt, dass weder Geld noch Talent alles ist, auch Attraktivität kann den Ausschlag geben, aber nicht unbedingt... Die Geschichte fand ich solide. Die Auflösung nicht völlig vorhersehbar, aber auch nicht völlig überraschend und daher auch absolut schlüssig und nicht an den Haaren herbeigezogen. Es lohnt sich immer wieder auf die Details zu achten, wenn man miträtseln möchte. Was für mich nicht stimmig war, war leider Anna Thalbach, die mich diesmal enttäuschte. Eigentlich mag ich sie als Sprecherin sehr gerne, weshalb für mich klar war, dass ich dieses Buch hören und nicht lesen würde. Aber schon früh stutzte ich und fragte mich, ob mein MP3 Player eine Macke hätte. Bei der Rolle der Maggie und später auch bei Frankie hatte ich den Endruck, als hätte jemand die Geschwindigkeit höher gestellt. Es klang wie bei meiner Tochter, wenn sie Nightcore einstellt. Für mich klang das nicht spannend, sondern gehetzt, aber gerade am Anfang sollte sich der Fall ja langsam entfalten können. Dabei war ihre Stimme für mich unangenehm quietschig, was zum Glück bei den männlichen Rollen nicht vorkam. Ich empfehle sich eine Hörprobe anzuhören, denn so etwas ist ja immer eine Geschmacksfrage. Sehr gut finde ich hingegen die Aufnahmequalität auf den zwei Tonträgern. Dadurch dass die Aufnahme von über 6 Stunden nicht auf einen Tonträger gequetscht wird, spielen sie jeder MP3-Player ohne Probleme oder Hänger ab und zwar vollständig. Das kommt immer seltener vor, weshalb ich immer häufiger MP3 nur im Auto hören kann (mit dem Risiko, dass beim Einlegen des Rückwärtsganges, die Geschichte zurück auf 1 springt) oder auf mein Handy überspielen muss. Abgesehen davon sehen sie auch wirklich schick aus in der Klapphülle mit dem passenden Coverdruck auf den einzelnen Tonträgern. Leider konnte mich das Hörbuch trotz des stimmigen Falls, der guten Tonqualität und der hochwertigen Aufmachung leider nicht völlig überzeugen. Ich bedanke mich ganz herzlich beim Bloggerportal und Random House Audio für mein Hörexemplar.
  • Von: buchina

    Ich bin ein großer Fan von Tess Gerritsen Thrillern und habe mich sehr gefreut endlich mal wieder etwas Neues von ihr zu Hören. Achtung das ist eine Rezension von dem Hörbuch! Aber um diesen Roman zu genießen, sollte man die bekannte Roman Reihe der Autorin am besten völlig vergessen und ganz offen ohne große Erwartungen rangehen. Denn der Roman ist nicht vergleichbar. Handlungsort ist eine der typischen amerikanischen Universitäten, die man aus Filmen kennt. Taryn, eine hübsche und kluge Studentin, die es leider nicht schafft von ihrem Ex-Freund loszukommen. Daneben Englischprofessor Jack Dorian, dessen Leben für ihn so dahinplätschert und in dessen Ehe es etwas kriselt. Der Roman beginnt mit dem Tod von Taryn und nach und nach wird in Rückblicken der Fall aufgerollt. Die Geschehnisse werden aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Zum einen aus der Sicht der zwei Protagonisten und zum anderen aus Sicht des Ermittlerduos. Ich fand, dass die erste Hälfte zog sich etwas. Die Charaktere wurden vorgestellt, wobei schon relativ schnell klar wurde, wo das Problem liegt. Weder Taryn noch Jack sind mir sympathisch, auch blieben ihre Charaktere doch etwas oberflächlich. Aber ab der Mitte wurde es für mich spannender, erstens, weil die Handlung mehr Fahrt aufnahm und auch weil ich mich mehr auf die Stimmung des Romans eingelassen habe, der doch so anders ist als die sonstigen Romane von Gerritsen. Das Ende hat mir ganz gut gefallen, weil mich die Auflösung auch überrascht hat. Insgesamt bin ich froh, dass ich dem Roman eine Chance gegeben habe, denn es hat mir doch eine schöne Hörstunden geliefert, was auch an Anna Thalbach als Sprecherin lag. Bei ihr merkt man, dass sie das nicht zum ersten Mal macht. Gekonnt und gut betont spricht sie die sehr verschiedenen Charaktere.
  • Von: Canis Librum

    Tess Gerittsen ist mir als Fan der Spannungslektüre seit vielen, vielen Jahren ein Begriff. Viele werden auch die Fernsehserie Rizzoli & Isles kennen, die sie quasi mit ihren Thrillern ins Leben gerufen hat. Bisher waren mir von ihr nur Thriller bekannt, dieses Buch soll laut Verlag ein Kriminalroman sein. Mit Gary Braver hat sie sich einen Co-Autor an die Seite geholt. Gary Braver ist im deutschprachigen Roman noch nicht sonderlich bekannt, konnte aber in den USA schon das eine oder andere Buch veröffentlichen. Leider muss ich es aber schon vorweg nehmen, dieses Buch konnte mich nicht fesseln. Aus meiner Sicht handelt es sich um einen mittelmäßigen Psychothriller, dem es leider durchwegs an Spannung fehlt, als um einen gut gelungenen Kriminalroman. Worum geht es? Die hübsche Studentin Taryn Moore wird tot aufgefunden. Auf den ersten Blick deutet alles auf einen Selbstmord hin, wahrscheinlich aufgrund einer unerwiderten Liebe. Taryn war jung und für ihren verheirateten Literaturprofessor Jack Dorian eine Versuchung, der er nicht widerstehen konnte. Doch Taryn hat auch ihre Schattenseiten mit denen Jack nicht rechnen konnte, wie z.B. die krankhaft obsessive Liebe ihren Partnern gegenüber. Das Buch selbst ist gut und flüssig geschrieben, aber mir fehlte eindeutig der Wow-Effekt. Bücher über Affären, über unerwiderte Liebe, über Versuchungen, auch in Verbindung mit einer Lehrer/Schüler-Verbindung, gibt es wie Sand am Meer. Auch wenn hierfür literarische Vergleiche aus der griechischen Mythologie, wie Medea, oder aus der Literatur, wie Heloise und Abealard, miteingeflochten wurden, fehlt dieser Geschichte das Alleinstellungsmerkmal. Leider ist auch die Ermittlerin Frankie Loomies mehr als blass geblieben. Man erfährt kaum etwas über sie, eigentlich nur dass sie Zwillinge hat und verwitwet ist. Scheinbar dürfte es sich hierbei um einen Stand-alone Krimi handeln, ansonsten wäre das Autorenduo mehr auf die Detectives eingegangen. Tess Gerritsen hat ja schon mehrere Einzelromane veröffentlicht, wobei mir die Rizzoli & Isles Serie am besten gefallen hat. Gegenüber den Thrillern aus Tess Gerritsen Vergangenheit, war diese Geschichte einfach zu sanft. Die Konstruktion des Plots hingegen war genial. Gerritsen und Braver haben sich zwischen wechselnden Perspektiven und auch wechselnden Zeiten entschieden, ohne aber zu riskieren, dass man als Leser den Überblick verliert. Handwerklich hervorragend umgesetzt. Geübte Leser haben das Buch an ein, zwei Abenden ausgelesen. Es macht Freude, aber wenn man es nicht gelesen hat, dann hat man auch nichts verpasst. Ich, als bekennender Tess Gerritsen Fan, bleibe jedenfalls etwas enttäuscht zurück, vor allem, weil das Ende auch sehr vorhersehbar ist und auch zum Schluss keine Überraschung brachte.
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