Die Toten von Fleat House von Lucinda Riley

Lucinda Riley Die Toten von Fleat House

Der Krimi ist von Lucinda Riley, das Hörbuch liest Simone Kabst – eine gelungene Kombi

St Stephens, ein kleines Internat im idyllischen Norfolk. Eines Tages kommt der 18-jährige Charlie Cavendish in Fleat House, einem der Wohnheime der traditionsreichen Schule, unter mysteriösen Umständen ums Leben. Der Direktor beeilt sich zu erklären, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt, aber die Polizei beginnt unter der Leitung von Detective Inspector Jazz Hunter zu ermitteln. Sie versucht, in den verschlossenen Kosmos des Internats vorzudringen, und findet bald heraus, dass Charlie ein machthungriger junger Mann gewesen ist, der seine Mitschüler gequält hat. War sein Tod ein Racheakt? Jazz taucht tief ein in ein Netz von Beziehungen, emotionalen Abhängigkeiten und offenen Rechnungen – und sie erkennt, dass sie weit in die Vergangenheit zurückgehen muss, wenn sie das Rätsel von Fleat House enthüllen will …

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: aebbies.buechertruhe

    Als der schwierige Schüler Charlie Cavendish in dem renommierten Internat St. Stephan's tot aufgefunden wird, möchte Rektor Jones gerne an einen Unglücksfall glauben. Doch die Polizei leitet Ermittlungen ein. Detektive Inspector Jazz Hunter, die nach einer langen Auszeit ihren Dienst wieder aufgenommen hat, soll den Fall übernehmen. Was zuerst nach einem Racheakt einiger Schüler aussieht, entwickelt sich nach dem Selbstmord eines Lehrers und dem verschwinden eines weiteren Schülers zu einer schwierigen Ermittlung hinter den verschwiegenen Mauern der alten Schule. Für Jazz Hunter wird immer deutlicher, daß dieser Fall bis tief in die Vergangenheit der Schule reicht. Schon vor vielen Jahren hat sich dort ein kleiner Junge aus Verzweiflung das Leben genommen. Jazz muß erst diesen alten Fall lösen, um die neuen Verbrechen aufzuklären. Erst danach kann sie eine wichtige Entscheidung treffen, wie ihr eigenes Leben weitergehen soll. Mit ihrem Roman "Die Toten von Fleat House" ist Lucinda Riley einen ganz anderen Weg gegangen als mit ihren vielen wunderbaren anderen Geschichten. Man erlebt hier einen Kriminalroman vom Feinsten. Mit viel Spannung erzählt Lucinda Riley vom Alltag in einer Elite-Schule, wie es in England wohl viele gibt. Der Leistungsdruck auf die Schüler, aber auch auf die Lehrer und Direktion ist gewaltig. Dazu kommt der Standesdünkel und damit ist Mobbing Tür und Tor geöffnet. Dies erlebt man hier hautnah mit. Mit einer sehr raffiniert aufgebauten Handlung hält Lucinda Riley die Spannung bis zum Ende hoch. Die privaten Sorgen und Zweifel der jungen Ermittlerin lassen die Geschichte auch in der Nebenhandlung sehr menschlich wirken. Dieses Buch hätte durchaus der Auftakt zu einer hervorragenden Serie werden können. Leider ist es ja anders gekommen.
  • Von: Literaturina

    Niemanden wird wohl überraschen, dieses Buch auf meinem Account zu sehen, vermischen sich hier doch eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen mit meinem geliebten Krimi-Genre. Manch eine*r wird sich allerdings fragen „Lucindy Riley? Hat die nicht diese Familien-Geheimnis-Romane geschrieben …?“ Und ja, hat sie eigentlich. Dies ist – und bleibt nun leider auch – ihr einziger Kriminalroman, den sie bereits 2006 verfasste. Dem Vorwort ihres Sohnes und Co-Autors Harry Whittaker zufolge hatte sie ursprünglich geplant, das Manuskript nach Fertigstellung der Sieben-Schwestern-Reihe erneut zu überarbeiten und dann zu veröffentlichen. Durch ihren Tod letztes Jahr ist es dazu nun leider nie gekommen. Ihr Sohn entschied sich gegen eine erneute Überarbeitung, um so die Stimme seiner Mutter darin zu erhalten. Und das ist auch wunderbar gelungen. Sowohl ihrem Schreibstil als auch thematisch bleibt die Autorin sich hierin treu. Von der ersten Seite an wurde ich in das Buch hineingesogen und habe die knapp 500 Seiten starke Kriminalgeschichte, die mit einem unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommenen Schüler des altehrwürdigen Internats St Stephens im idyllischen Norfolk beginnt, inhaliert. Erzählt wird dabei nicht nur aus Sicht von Detective Inspector Jazz Hunter, die ihren Dienst aus persönlichen Gründen eigentlich bereits quittiert hat, sondern auch aus der Perspektive vieler anderer Personen, die in irgendeiner Weise in den Fall involviert sind. Lucinda Riley gelingt es auf diese Weise, die Protagonist*innen alles andere als schablonenhaft darzustellen. Es ist kein blutrünstiger Krimi, hat jedoch auch etwas mehr Tiefgang als ein typischer Cosy Crime und das Happy End, sofern möglich, durfte natürlich auch nicht fehlen – für mich die perfekte Mischung. Somit von mir natürlich eine absolute Lese-Empfehlung! Übersetzt wurde diese Ausgabe aus dem Englischen von Sonja Hauser und Ursula Wulfekamp. Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar! TW: Epilepsie, Alkoholmissbrauch, häusliche Gewalt, Medikamentenmissbrauch, Suizid, (Geh-)Behinderung, Kindesentführung, angeschossen, Mobbing, Herzinfarkt
  • Von: stephielein

    Lucinda Riley war eher für Ihre romantischen Bücher bekannt, zu denen ich eher selten greife. Umso mehr habe ich mich über den wohl einzigen Kriminalroman aus ihrer Feder gefreut: "Die Toten von Fleat House", welchen Sie bereits 2006 geschrieben hatte. Für alle, die es noch nicht wissen: Lucinda ist vor einem Jahr an Krebs gestorben. Sie wollte diese Geschichte nach der 7 Schwestern Reihe veröffentlichen. Leider kam es dazu nun nicht mehr und ihr Sohn hat die Veröffentlichung der Fleathouse Geschichte in die Hand genommen. Rausgekommen ist ein wahres Meisterstück der klassischen Kriminalliteratur! Wir befinden uns in der Geschichte im Internat "Fleat House" im britischen Norfolk. Eines Tages kommt der 18-jährige Charlie unter mysteriösen Umständen ums Leben. Unter der Leitung von Detecive Jazz Hunter beginnen die Ermittlungen. Sie merkt, dass sie in den verschlossenen Mikrokosmos des Internats vordringen muss, um mehr über das Opfer aber auch über die wichtigsten Personen vor Ort zu erfahren. Und schon gibt es einen weiteren Todesfall. Jazz muss tief in ein Netz aus Beziehungen und alten Geschehnissen eintauchen, um die Wahrheit rund um Fleat House und dessen Bewohner zu erfahren. Lucinda Riley schafft es, den Leser in die Atmosphäre der Geschichte einzufangen und den einzelnen Charakteren Leben einzuhauchen. Die Handlung ist komplex und entzündet die Hobby Miss Marple in mir. Neue Wendungen und Personen tauchen immer dann auf, wenn man denkt, man hat die richtige Spur gefunden. Ein unglaublich gutes Buch für alle Krimi-Liebhaber. Auch die Protagonistin Jazz Hunter hätte Potential für eine eigene Serie gehabt. Schade, dass es dazu nicht mehr kommen wird.
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