Dune – Der Wüstenplanet von Frank Herbert

Frank Herbert Dune – Der Wüstenplanet

Der größte Science-Fiction-Roman aller Zeiten – als hochwertige Hörbuch-Box zur spektakulären Verfilmung von Denis Villeneuve

Das atemberaubende Panorama unserer Zivilisation in ferner Zukunft – und eine Welt, die man nie vergisst: Arrakis, der Wüstenplanet. Einzigartig, herrlich – und grausam. Und doch haben es die Menschen geschafft, sich dieser lebensfeindlichen Umwelt anzupassen …

Frank Herberts Bestseller gilt als Meilenstein der Zukunftsliteratur – ein monumentales Epos, das jede Generation von Hörerinnen und Hörern neu für sich entdeckt. Im März 2024 startet der zweite Teil der spektakulären Neuverfilmung dieses Klassikers von Starregisseur Denis Villeneuve mit Timothée Chalamet, Zendaya und Oscar Isaac in den Hauptrollen in den Kinos!

Die Filme »Dune 1« und »Dune 2« umfassen inhaltlich den ersten Band der Wüstenplanet-Reihe. Diese Hörbuch-Box enthält die ungekürzte Lesung des ersten Bandes auf MP3-CD, inklusive umfangreichem Booklet, Poster und Zitatkarten.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Chridhe

    "Der Wüstenplanet (Dune)" ist einer der bekanntesten, wenn nicht sogar der bekannteste Science-Fiction-Roman überhaupt und der Auftakt zum gleichnamigen Dune-Zyklus, der ursprünglich aus sechs Büchern bestand (verfasst zwischen 1965 und 1985). Der amerikanische Schriftsteller Frank Herbert (1920–1986) gewann für das Buch 1966 den erstmals vergebenen Nebula Award und im selben Jahr auch den Hugo Award, die wohl wichtigsten Auszeichnungen im Bereich der Science-Fiction. Diese 2024 erschienene Hörbuch-Box enthält die ungekürzte Lesung des ersten Bandes auf MP3-CD sowie ein umfangreiches Booklet, Poster und Zitatkarten. Das Buch besteht aus drei Teilen: „Der Wüstenplanet“, „Muad’dib“ und „Der Prophet“. Jeder Teil, allen voran der erste, verlangt dem Leser bzw. Hörer ein hohes Maß an Aufmerksamkeit ab. Die Geschichte an sich besitzt ein gewisses Maß an Komplexität – die Pläne der einzelnen Parteien haben Pläne, diese wiederum haben auch Hintergedanken und Geheimnisse … Aber vor allem das politische, religiöse, weltanschauliche, philosophische Fundament des Buches besitzt eine unglaubliche Vielschichtigkeit und Tiefe und macht Dune – Der Wüstenplanet zu einem alles andere als schlichten Unterhaltungsroman. Die Geschichte selbst enthält in vielen Szenen nur wenig konkrete Handlung oder gar Action. Man erfährt z. B., dass Paul und seine Mutter die Fremen in einer neuen Kampfkunst ausbilden und zwei Jahre lang einen Guerillakrieg gegen die Harkonnen-Herrschaft auf Arrakis führen, aber diese Info liefert der Autor in einem Nebensatz. Primär schildert er Dialoge bzw. die Gedanken der Protagonisten in epischer Breite (!). Herbert betreibt in Teil 1 ein detailliertes, schlüssiges Worldbuilding. Er lässt sich dabei von Motiven diverserer Religionen inspirieren (Paul ist z. B. der biblische Mose, der das versklavte Volk der Israeliten bzw. Fremden aus der Gefangenschaft führt; Begrifflichkeiten aus dem Islam bzw. der Nationen im Nahen Osten ziehen sich ebenfalls durchs gesamte Buch). Der Autor nimmt sich auch viel Zeit, um die Familie Atreides und die zentralen Figuren des Romans vorzustellen, Gegner ebenso wie Verbündete und den inneren Kreis der Atreides; er beschreibt ihre Motivationen und ihre Loyalitäten. Man erfährt viel über Arrakis, das dortige Gewürz aka Melange (im Original: Spice), den wertvollsten Stoff im Universum: Das Gewürz verlängert das Leben, es erweitert das Bewusstsein, und es ist für die Raumfahrt unerlässlich, da es den Navigatoren der Gilde, die ein Monopol auf diese „Dienstleistung“ hat, hilft, die riesigen Raumschiffe durchs All zu bewegen (indem sie in die nahegelegene Zukunft schauen und den besten Weg festlegen). Darüber hinaus informiert Teil 1 umfassend über die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation, aber vor allem führt Herbert hier die Bene Gesserit und ihr zentrales Anliegen ein. Bei dieser handelt es sich um eine exklusive und außerordentlich mächtige Schwesternschaft, der im Universum in gesellschaftlichen, religiösen und politischen Fragen eine Schlüsselrolle zukommt. Nur ausgewählte Mädchen können Mitglied dieser Organisation werden; dazu nötig sind ein guter Stammbaum und/oder besondere Fähigkeiten bzw. Kräfte (genetische Veranlagung). Die Mitglieder des Ordens trainieren von klein auf ihren Körper und ihren Geist durch physische und mentale Konditionierung – um übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten zu erlangen (z. B. begrenzt in die Zukunft schauen zu können), die Außenstehenden schon beinahe magisch vorkommen. Um diese Kräfte zu vertiefen und ihre Macht und ihren Einfluss auszuweiten, verfolgen die Bene Gesserit ein strenges, selektives Zuchtprogramm und sorgen dafür, dass ihre Mitgliederinnen mit geeigneten Männern des Adels (und anderen mächtigen Organisationen) Nachfolger zeugen. Das ultimative Ziel dieser Schwesternschaft (und ihres ausgeklügelten Zuchtprogrammes) ist jedoch die Erschaffung eines männlichen Bene Gesserit, des Kwisatz Haderach. Dieser soll in der Lage sein, in noch umfassenderer Weise nicht nur in die Zukunft zu sehen, sondern diese auch in gewisser Weise zu beeinflussen. Um dessen Ankunft vorzubereiten, haben die Bene Gesserit auf den unterschiedlichsten Planten des Universums ein religiöses System verbreitet, sodass die dortigen Anhänger bereits auf dessen Erscheinen vorbereitet sind und ihn mit offenen Armen (und ihrer Unterstützung!) willkommen heißen werden. Und hier kommt der Protagonist des Buches ins Spiel: Der eingangs 15-jährige Paul Atreides ist das einzige Kind und damit der Erbe von Herzog Leto Atreides und seiner Konkubine Jessica. Jessica ist eine Bene Gesserit und hatte den Auftrag, Leto eine Tochter zu schenken, die wiederum mit einem verfeindeten Harkonnen verheiratet werden sollte, um den „Messias“ (den Kwisatz Haderach) zu zeugen. Aus Liebe zu Leto schenkte Jessica ihm jedoch einen Sohn. Und von Beginn an wird deutlich: Paul ist kein gewöhnliches Kind. Er wird von seiner Mutter nach Art der Bene Gesserit erzogen und ist – wenn nicht „nur“ ein Mentat (eine Art menschlicher Computer) – sogar der Kwisatz Haderach, ein Mann, dessen organische und mentale Fähigkeiten es ihm ermöglichen, Raum und Zeit zu überwinden. Paul ist aber nicht nur aufgeweckt, überaus gebildet und in diversen Kampftechniken ausgebildet, sondern es zeigen sich bei ihm schon deutliche Spuren von Hochmut und Arroganz (was sich in späteren Kapitel und Büchern noch vertieft), was ihn zu einem hin und wieder unangenehmen Zeitgenossen macht, aber vor allem zu einem Gott sei Dank alles andere als strahlenden Helden. Paul ist jedoch kein vorlauter Teenager, wie man sie zurzeit in viel zu vielen Fantasy- und SciFi-Romanen vorfindet, der anderen sagt, wo es langgeht und den Durchblick hat. Stattdessen nimmt er zwar an relevanten Sitzungen seines Vaters teil, sitzt aber primär als stummer Beobachter dabei (auch wenn der Leser bzw. Hörer weiß, dass Paul aufgrund seiner Bene-Gesserit-Erziehung bereits Zusammenhänge versteht, die ein gewöhnliches Kind nicht erkennen könnte). Herbert erschafft also nicht nur eine Welt, in der sein Held agiert, er zeigt vor allem auch sehr anschaulich, was und vor allem wer Paul geprägt und gelehrt hat, welche Werte und Überzeugungen ihm vermittelt wurden sowie welche Form der Führung ihm (u. a. von seinem Vater) vorgelebt wurde. Paul bewegt sich dabei vor allem nach dem Sturz seines Vaters und der Flucht zu den Fremen im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch, sich an den Harkonnen und dem Imperator für den Tod seines Vaters zu rächen, und dem Wissen, dass er ein Übermensch und der Messias der Fremen ist, was, wie er aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten weiß, zu einem Dschihad – einem heiligen Krieg – führen wird, der sich über das gesamte Universum ausbreiten wird. Und das ist etwas, das er zu vermeiden sucht, da er sich des Leids bewusst ist, dass diese Entscheidung nach sich ziehen wird. Im Roman gibt es darüber hinaus diverse andere männliche Akteure, die eine mehr oder weniger große Rolle spielen und überwiegend „Steigbügelhalter“ für den Messias Paul sind (ohne dass der Autor dies so nennen würde). Gemeint ist hier, dass sie primär dazu dienen, ihn auszubilden, seine Aufnahme bei den Fremen zu gewährleisten oder den Mythos des Kwisatz Haderach zu fördern. Dazu gehören z. B. Tufir Hawat, Assassinenmeister und Mentat der Atreides, Guerny Halleck, der Paul im Umgang mit Waffen ausbildet, Duncan Idaho, der Paul und Jessica zur Flucht verhilft, oder auch Stilgar von den Fremen, der Paul und Jessica nach ihrer Flucht durch die Wüste rettet und für ihre Aufnahme in den Stamm sorgt. Die Liste auf Frauenfiguren ist daneben ausgesprochen überschaubar. Überwiegend handelt es sich dabei um Angehörige der Bene Gesserit bzw. Ehefrauen und Töchter, die eine Bene-Gesserit-Erziehung genossen haben. Damit dienen Frauen zumindest in diesem Buch nur als Werkzeuge ihrer Väter bzw. Ehemänner oder auch der Bene Gesserit. Die einzige Ausnahme bildet hier Chani Kynes, Pauls Konkubine und die Mutter seiner Kinder. + + + + + Die stabile Hörbuch-Box ist für den Sammler ein echtes Highlight. Sie enthält vier MP3-CDs, die nebeneinandergelegt das Wort DUNE bilden sowie eine Szene aus dem Film zeigen. Darüber hinaus befindet sich darin ein umfangreiches Booklet, das Spezialbegriffe aus Technik, Geografie, Religion etc. erläutert oder auch die Übersetzung von fremdsprachlichen Passagen bietet – angefangen bei Aba, dem lockeren Gewand, das von Fremen-Frauen getragen wird und üblicherweise schwarz ist, bis hin zu Zweite Mond, der, dem kleineren der beiden Satelliten von Arrakis, auf dessen Oberfläche die Umrisse einer Kängurumaus zu erkennen sind. Die kleine Karte bildet die Große Ebene ab, wo die überwiegende Handlungs des Romans spielt. Hier kann man sehen, wo sich Schmugglerstützpunkte, das Sietch Tabr oder auch Arrakeen befinden, die alte Hauptstadt des Planeten. Eine Reihe der geografischen Gegebenheiten werden auf der Rückseite kurz erläuert. Weiterhin enthält die Box vier stabile quadratische Karten mit Zitaten aus dem Buch. Über das Hörbuch Gelesen wird das Hörbuch von Mark Bremer (Handlung) und Uta Dänekamp (Anmerkungen von Prinzessin Irulan). Bremer wurde 1969 geboren, absolvierte eine mehrjährige Sprecherausbildung und besuchte das Bühnenstudio der darstellenden Künste in Hamburg. Er arbeitet als Schauspieler, Sprecher und Redakteur bei Film, Funk und Fernsehen. Seine Stimme ist Krimi-Fans nicht nur aus der 2004 bis 2011 produzierten Serie „Peter Lundt: Der blinde Detektiv“ bekannt, sondern auch dem Publikum von ARTE, ZDF und NDR. Bremer war für mich eine unerwartete Neuentdeckung – er muss sich tatsächlich nicht hinter den Größen der Hörbuchsprecher verstecken. Er liest in einer angenehmen Geschwindigkeit und variiert die Figuren hinsichtlich Stimmfarbe, -höhe oder -eigenheiten in einem gewissen Rahmen. Vor allem seine Version des Baron Vladimir Harkonnen fällt hier sehr positiv auf, ein widerlicher Zeitgenosse, der durch das gesamte Buch hindurch sehr „kratzig“ und unangenehm wirkt, was Bremer wunderbar umsetzt. Was jedoch manchmal etwas negativ auffiel: Die von ihm gelesenen Abschnitte liefern die Geschichte in unterschiedlichen Lautstärken, was es sehr schwierig machte, sich beim Anhören für die „richtige“ zu entscheiden. Die Dialoge und die erzählerischen Abschnitte waren dabei am lautesten; hier musste ich gewöhnlich die Lautstärke reduzieren. Aber wenn Bremer die Abschnitte sprach, in denen die Gedanken der Akteure wiedergegeben wurden – und davon gab es Unmengen –, war ich mit tödlicher Sicherheit gezwungen, die Lautstärke zu erhöhen, weil ich sonst nichts verstehen konnte. Dies hat mich das eine oder andere Mal ein wenig geärgert. Die pseudo-biografischen Texte, die Abschnitte aus fiktiven historischen Werken des Dune-Universums (z. B. zu Butlers Dschihad) und andere Texte, die die Kapitel einleiteten, werden von Uta Dänekamp gelesen, daher war sie nicht gezwungen, ihre Stimme zu variieren. Dänekamp (* 1976) arbeitet als Schauspielerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin. Mit ihrer jugendlichen, facettenreichen Stimme erweckte sie bereits etliche Figuren sowohl in Hörbüchern als auch in Hörspielen zum Leben. Als Schauspielerin ist sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch vor der Kamera zu sehen – so spielte sie in den ZDF-Serien „SOKO Wismar“ und „Da kommt Kalle“ mit. Außerdem ist sie als Synchronsprecherin und in TV-Dokumentationen zu hören. Mein Fazit Ein echter Klassiker, den man als Science-Fiction-Fan definitiv gelesen bzw. gehört haben sollte. Allerdings sollte man sich auch bewusst machen, dass diese Art der SciFi nicht den gängigen Vertretern dieses Genres von heute entspricht, die m. E. deutlich actionreicher sind und weniger ausgeprägten philosophischen Unterbau haben (was nicht bedeutet, dass sie ihn gar nicht haben – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Während der Gedanke an eine Spielzeit von etwa 24 Stunden anfangs etwas einschüchternd wirkt, kann man sich beim Anhören der Sogwirkung der Geschichte nicht entziehen. Das Buch hat auch 60 Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Faszination verloren! Die neue Übersetzung hat die Geschichte für den modernen Leser sicher auch in das 21. Jahrhundert geholt, selbst wenn einige „alte“ Fans ihr kritisch gegenüberstehen.
  • Von: Jaspers Buchblog

    Mit Frank Herberts „Der Wüstenplanet“ ist ein, besser gesagt: der Science-Fiction Klassiker schlechthin in mein Bücherregal eingezogen. Frank Herbert verfasste den Roman bereits 1965, auf den ersten Band folgten fünf weitere sowie nach seinem Tod Fortsetzungen im gleichen Setting von Kevon J. Anderson und Brian Herbert. Im Mittelpunkt der Handlung steht der junge Paul Atreides, Sohn des Herzogs Leto Atreides, der im Begriff steht ein neues Lehen in Besitz zu nehmen: den Wüstenplaneten Arrakis, der so tödlich wie lukrativ ist. Denn nur auf diesem Planeten kann das Gewürz abgebaut werden, das den Menschen einen Blick in die Zukunft gewährt und ihr Leben verlängert. Herzog Leto Atreides unterschätzt den Neid seiner Feinde und gerät in einen tödlichen Hinterhalt. Seinem Sohn Paul bleibt nur die Flucht – doch innerlich plant er bereits seine Rache: seine Rache an den Feinden des Hauses Atreides… Gerade jetzt bin ich auf „Der Wüstenplanet“ – auf englisch „Dune“ – aufmerksam geworden, da eine Verfilmung für 2020 angekündigt war, deren Erscheinungstermin aufgrund der Pandemie jedoch auf das Jahr 2021 verschoben wurde. Allein schon das Alter des Buchs erzeugt einen interessanten Aspekt: mit der Zeit verändert sich unsere Vorstellung von der Zukunft und viele Dinge, die wir aus heutiger Sicht in die Zukunft projizieren, fielen Frank Herbert nicht ein – und andersrum. So liest man in „Der Wüstenplanet“ von Thoptern – einer Art Flugzeug mit Flügeln – und selbst Schriftrollen sind in Gebrauch. Daraus ergibt sich eine kontrastreiche Mischung aus vermeintlich älteren und futuristischen Bildern. Aus gesellschaftlicher Sicht dagegen ist „Der Wüstenplanet“ hochaktuell: im Zentrum des Romans steht das sagenumwobene „Gewürz“, ein einziges Produkt, auf dem die Ordnung der gesamten Menschheit des Dune-Universums aufbaut. Eine kapitalistisch geprägte Zukunft ist es also, die als Metapher heute genauso denkbar wäre wie 1965: Der einzelne Mensch ist von keinem Wert und viele Dinge haben sich nicht fortschrittlich, sondern rückschrittlich entwickelt: so zum Beispiel das Herrschaftssystem, das in Dune zu einer Monarchie geworden ist. Das waren bereits viele Aspekte, die diesen Scifi-Roman ausmachen, doch eines hat mir ganz besonders gefallen: die Geschichte ist dicht erzählt, ohne zu hektisch oder zu langatmig zu werden – jeder Satz hat Energie und Relevanz für die Geschichte. Ein Satz genügt für einen Plot-Twist. Das habe ich wirklich selten so gelesen und das macht es leicht, diesen 700-Seiten Roman sehr intensiv und schnell zu lesen. „Der Wüstenplanet“ wirkt auch nach dem Lesen noch nach. Der Roman macht viel Lust auf Fortsetzung, auch wenn die Geschichte an dieser Stelle auch gut ein Ende finden könnte. Einerseits, doch andererseits ist Dune so facettenreich, dass noch viel Raum für weitere Geschichten existiert. Ich bin gespannt, wie gut dieser Roman in der kommenden Verfilmung umgesetzt wird – und natürlich freue ich mich auch darauf, die Fortsetzungen zu lesen.
  • Von: Buchina

    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen bekannten Klassiker der Science Fiction Literatur noch nie gelesen hatte. Ich kannte bis jetzt nur den Film, aber die Neuübersetzung des über 50 Jahre alten Werkes hat mich neugierig gemacht. Und nun kann ich auch von mir sagen „ich habe ihn gelesen“. Ich kann aber keine Einschätzung geben über die Qualität der neuen Übersetzung im Vergleich zu den älteren Übersetzungen. Das Cover des Buches ist auffällig in seinem Minimalismus und passt gut zu dem Klassiker. Was mir leider gar nicht gefallen hat, ist die Qualität des Papiers. Der Bucheinband ist relativ dünn und bei einem so dicken Buch hat man sofort Leserillen im Buchrücken. Dieses Buch ist von seiner Qualität nicht dazu konzipiert auch noch nach dem Lesen schön im Bücherregal auszusehen, was bei so einem Klassiker wirklich schade ist. Da hätte sich der Verlag wirklich mehr Mühe geben können. Um diese neue Übersetzung etwas besonders zu machen, gibt es immerhin ein paar Farbdrucke im Buch, die eine nette Abwechslung sind. Die Geschichte ist nicht schnell erzählt, da die einzelnen Verflechtungen zwischen den Familien, Machthabern. Faszinierend ist vor allem die Welt, die der Autor geschaffen hat. Eine Mischung aus Antike, Mittelalter und Kaltem Krieg und das alles in der Zukunft. Die Themen sind unter anderem Macht, Religion und Manipulation. Diese Themen haben nichts an ihrer Aktualität verloren, weshalb der Roman auch heute noch lesenswert ist. Dazu kommen interessante tiefgründige Charaktere, vor allem Paul, der mit seiner Gabe der Weissagung im Mittelpunkt dieser Saga steht, hat mich fasziniert. Er sieht einen Krieg voraus und versucht die Geschehnisse so zu verhindern, dass es zu keinem Krieg kommt. Aber diese Manipulationen entwickeln eine Eigendynamik, die er nicht mehr kontrollieren kann. Eine spannende Entwicklung. Insgesamt ein Roman, der vielschichtig ist, für mich manchmal auch etwas langatmig, aber insgesamt ein Klassiker, den man wirklich einmal lesen sollte. Vieles hat mich an unsere Gesellschaft erinnert. Der Roman ist sehr sozialkritisch und regt zum nachdenken an. Ein Roman der nachhallt.
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