Jonas Reise – Ein Abenteuer durch Raum und Zeit von Peter von Becker

Peter von Becker Jonas Reise – Ein Abenteuer durch Raum und Zeit

Eine Familie auf der Flucht – damals wie heute

Der neunjährige Jona, seine Familie und Freunde müssen vor einem grausamen Herrscher aus der Stadt Ninive im alten Mesopotamien fliehen. Rätselhafte Unwetter brechen über sie herein, und durch Wüsten, Sandstürme und Gebirgsschluchten erreichen die Flüchtenden schließlich das Mittelmeer. Auch dort drohen Gefahren, dann lockt ein Schiff, sein Ziel verheißt ein neues Leben. Doch ein Orkan und die Begegnung mit einem Wal verändern Jonas Welt – und es geschieht ein Wunder. 3000 Jahre vergehen, und Jona, der Junge aus Ninive (heute Mossul im Irak), der sich und alle Angehörigen schon verloren glaubte, erwacht an der Küste Siziliens …

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Buchzwergerl

    Ich bin froh, dass es immer mehr Kinderbücher gibt, die Krieg und Flucht als Thema behandeln. Habt ihr bereits eines gelesen? Ein Buch für Kinder ab 8 oder 9 Jahren, das sich auf sehr poetische und märchenhafte Weise an dieses Thema herantastet, möchte ich euch heute vorstellen: Inhalt: Im alten Mesopotamien muss Jona mit seiner Familie aus der Stadt Ninive fliehen. Gefangenschaft und sintflutartige Überflutungen bedrohen die Familie. Durch Sandwüsten, Sandstürmen und Schluchten erreichen sie endlich das Meer. Als sie mit einem Segelschiff übersetzen wollen bringt ein großer Sturm das Schiff zum Zerbrechen und Jona findet sich im Inneren eines Wals und danach 3000 Jahre später auf einem Strand in Sizilien wieder… Gedanken zum Buch: Vor allem den Teil über das alte Mesopotamien habe ich verschlungen. Man erhält Einblick in die damalige einfache Lebensweise und erfährt, dass bereits damals Flucht und das das Nichtangenommenwerden der Flüchtlinge von der Gesellschaft Gang und Gäbe war. Als Jona sich dann im Inneren des Wales wiederfindet tritt in der Geschichte eine Wende ein. Plötzlich befindet sich Jona in der Jetztzeit und wird als Flüchtling in Sizilien aufgenommen. So erstreckt sich ein Bogen aus der Vergangenheit in die Jetztzeit und die Lerser*innen erkennen, dass es Flüchtlinge schon immer gegeben hat und sie damals wie heute mit ähnlichen Bedingungen und Vorurteilen zu kämpfen hatten/haben. Die Idee des Wales, der sozusagen der Transporteur in die Gegenwart ist, fand ich persönlich ein wenig eigenartig, aber das ist sicher Geschmackssache. Die Schreibweise ist kühl und nüchtern, es gibt kaum Ausschmückungen und wenige direkte Reden. Dadurch liest sich das Buch schnell und zügig durch, mir fehlte aber genau diese Deteiltreue und auageschmückte Gefühls- und Außenwelt beim Lesen. Somit fiel es mir schwer, hundertprozentig in die Geschichte einzutauchen und mitzufühlen. Untermalt wird das Buch von wunderschönen, träumerischen Illustrationen von Stella Dreis, die kurze augenzwinkernde Einblicke in die Geschichte ermöglichen, aber noch viel Spielraum für die Phantasie der Leser*innen zulassen. Fazit: ein schöner, poetischer Roman für Kinder ab ca. 9 Jahren über das Thema Flucht in der Vergangenheit und Gegenwart, der es Wert ist, gelesen zu werden.