Liebesheirat von Monica Ali

Monica Ali Liebesheirat

Zwei Kulturen, zwei Familien, eine Verlobung: Kann das gutgehen?

Yasmin und Joe haben große Pläne für die Zukunft. Doch bevor es für die beiden angehenden Ärzte ans Heiraten geht, steht das erste Kennenlernen ihrer Familien an. Und das hat es in sich. Denn während Yasmins traditionsbewusste Eltern schon bei einem Zungenkuss empört den Fernseher ausschalten, eilt Joes Mutter ein Ruf als feministische Ikone voraus. Und tatsächlich hält das Abendessen im noblen Primrose Hill überraschende Entwicklungen bereit. Jedoch völlig anders als gedacht, denn zwischen den beiden Müttern des Brautpaars entsteht eine Freundschaft, die mit althergebrachten Gewohnheiten bricht. Schon bald stehen Yasmin und Joe nicht nur vor der Herausforderung, ihre eigene Beziehung neu zu bewerten, sondern auch die Beziehungen zu ihren Eltern auf den Prüfstand zu stellen.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Durga108

    Die angehende Ärztin Yasmin, der ganze Stolz ihrer Eltern, und Joe, ein Assistenzarzt, wollen heiraten. Zwei sehr unterschiedliche Familien treffen aufeinander. Auf der einen Seite steht Yasemins Familie, die Ghoramis. Die Eltern sind vor 30 Jahren aus Kalkutta nach London emigriert, wo sie nun angepasst mit Yasemin und ihrem Bruder Arif leben. Auf der anderen Seite Joes gutbürgerliche und wohlhabende Familie, die aus seiner alleinerziehenden und feministischen Mutter Harriet besteht. Doch das erste Zusammentreffen der Familie birgt keine Desaster oder Missverständnisse, sondern ist v.a. von der freundschaftlichen Annäherung beider Mütter geprägt. Monica Ali schrieb in einem Pressetext, dass sie sich bei der romantischen Vorstellung einer interkulturellen Liebesheirat von Jane Austen inspirieren ließ. Monica Ali schafft es nun geschickt mit jeder Seite tiefer einzutauchen, indem sie aktuelle Themen aus dem Jahr 2016, das v.a. im Zeichen des Brexits stand, wie z.B. Postkolonialismus, Rassismus, Emanzipation usw. einbezieht. Dabei verzettelt sie sich leider in der Auswahl etwas, indem sie zu viele Missstände anschneidet: Pflegenotstand, Burnout, Social Media, Online Dating, Sexsucht usw. Besonders gut gefällt mir jedoch Alis Haltung, selbst gebürtige Britin mit Migrationshintergrund, zu diesen Themen, die sie von allen Seiten sehr kritisch beleuchtet, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Ihre Figuren fallen aus den Rollenklischees heraus und machen Veränderungen durch. Mich hat Monica Alis Comeback und ihr Aufruf zu mehr Toleranz sehr gut unterhalten.