Richter morden besser von Thorsten Schleif

Thorsten Schleif Richter morden besser

Der Richter, dein Henker

Als junger Student träumte Siggi Buckmann davon, die Welt ein Stück gerechter zu machen. Als alter Hase im Richteramt schiebt er nur noch Dienst nach Vorschrift. In den Behörden regiert die Bürokratie, und sämtliche Urteile, die Siggi fällt, werden in Berufungsverfahren wieder aufgehoben. Wozu sich also Mühe machen? Doch als ein Obdachloser ums Leben kommt, ohne dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, beginnt Siggi, die Dinge anders zu betrachten. Vielleicht ist die Arbeit im Justizapparat ja doch zu etwas gut. Schließlich weiß er inzwischen sehr genau, wie man mit einem Verbrechen davonkommt ...

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Myrcella

    Meine persönliche Meinung Das Cover: Das Cover ist meiner Meinung nach perfekt gestaltet. Der Richterhammer mit dem Blutfleck passt einfach genial zur Handlung. Obwohl das Cover ansonsten eher schlicht gehalten ist, verfehlt es nicht seine Wirkung. Der Inhalt: Zunächst einmal eine Bewertung des Sprechers Simon Jäger. Seit er die Bücher von meinem Lieblingsautoren Sebastian Fitzek liest, bin ich ein absoluter Fan von seiner Stimme. Auch hier schafft Herr Jäger es wieder, die unterschiedlichen Textpassagen entweder spannend zu lesen, oder dass man sich vor Lachen kugeln muss. Der Sprecher verfügt über eine sehr angenehme Erzählart und ich könnte ihm stundenlang zuhören. Ich glaube, Simon Jäger könnte sogar die Aufbauanleitung für einen Ikea-Schrank vorlesen und diese noch wie ein absolut spannendes Actionabenteuer klingen lassen. Als ein Mensch, der selbst einen enormen Gerechtigkeitssinn hat und an Wertvorstellungen festhält, fühlte ich mich dem Protagonisten Siggi sehr verbunden. In seinem Studium glaubt dieser noch, die Welt ein wenig besser machen zu können, wird aber bald eines Besseren belehrt. Man bekommt wieder schön vor Augen, dass Bürokratie über Gerechtigkeit siegt. Als im Verlauf der Handlung der bekannte obdachlose Junkie Fredi durch mit Pflanzenschutzmittel gestrecktem Stoff stirbt, und es niemanden zu interessieren scheint, wird der Kampfgeist von Siggi schließlich geweckt. Er stellt selbst Ermittlungen an. Dass Siggi in seiner Hilflosigkeit letztendlichen über Selbstjustiz nachdenkt, konnte ich gut verstehen. Denn wenn es wirklich in unserem Rechtssystem so aussieht, kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Die Story ist überwiegend aus der Ich-Perspektive des Richters Siggi wiedergegeben. Ich fand ihn direkt sympathisch und hatte auch sofort schon einen Bezug zu ihm. Durch die Erzählperspektive wird es dem Leser bzw. Hörer leichtgemacht, seine Gedanken zu erfassen und seine Beweggründe sind somit nachvollziehbar. Der Schreibstil ist sehr sarkastisch, trifft also exakt meinen Geschmack. Ich musste sehr oft an mir halten, um nicht lauthals zu lachen. Man bekommt einen erfrischend ehrlichen Einblick in das Rechtssystem und wundert sich anschließend über nichts mehr. Man kann die Frustration eines Richters, dem es noch um Gerechtigkeit geht, jederzeit nachvollziehen. Mit seinem erfrischenden und flüssigen Erzählstil und einer abwechslungsreichen Handlung konnte der Autor mich voll und ganz in Atem halten. Ich hoffe, dass es bald eine Fortsetzung geben wird. Mein Fazit: Moderate Spannung gepaart mit einem guten Quäntchen bitterbösem schwarzem Humor ergeben eine richtig tolle, kurzweilige Unterhaltung. Dieses Buch ist eine Hymne, in welcher der Autor alle Fehler unseres Rechtsystems manifestiert hat. Mich konnte das Hörbuch voll und ganz überzeugen und dafür gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung mit 5 von 5 Büchersternchen.
  • Von: Enni

    Klappentext: Als junger Student träumte Siggi Buckmann davon, die Welt ein Stück gerechter zu machen. Als alter Hase im Richteramt schiebt er nur noch Dienst nach Vorschrift. In den Behörden regiert die Bürokratie, und sämtliche Urteile, die Siggi fällt, werden in Berufungsverfahren wieder aufgehoben. Wozu sich also Mühe machen? Doch als ein Obdachloser ums Leben kommt, ohne dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, beginnt Siggi, die Dinge anders zu betrachten. Vielleicht ist die Arbeit im Justizapparat ja doch zu etwas gut. Schließlich weiß er inzwischen sehr genau, wie man mit einem Verbrechen davonkommt ... Meinung: Zunächst einmal zum Sprecher. Simon Jäger hat mal wieder einen super Job gemacht. Seine Stimme ist sehr angenehm und er kann einfach jede Figur verkörpern. Die Tatsache, dass er dieses Hörbuch liest, war auch ein Hauptentscheidungsgrund, weshalb ich mich für dieses Hörbuch entschieden habe. Doch nun zum Hörbuch selbst. Unter dem Titel „Richter morden besser“ habe ich erwartet, dass der Richter selbst jemanden umbringt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Ansonsten ist die Geschichte sehr spannend und man erfährt viel über das Justizsystem Deutschlands. Des Weiteren konnte ich der Geschichte nicht immer folgen. Ich konnte demnach manche Entscheidungen und Ereignisse nicht völlig nachvollziehen.
  • Von: Jessica

    Dieses Buch ist ein unterhaltender Krimi, bzw. irgendetwas dazwischen. Es geht in erster Linie um den Richter Siggi Buckmann und seine Arbeit bei Gericht. Erst einmal habe ich mich sehr schnell in meiner schon seit Jahren bestehenden Vermutung bestätigt gefühlt: Bei Gericht wird tatsächlich nur Kaffee getrunken. Trotz der Tatsache, dass Siggi fürs Kaffeetrinken bezahlt wird, wächst zunehmend seine Unzufriedenheit gegenüber dem System. Den anstatt dass die Verfahren tatsächlich nach der so oft geforderten Gerechtigkeit bearbeitet werden, kommt es gerne mal dazu, dass Verfahren eingestellt werden sollen, weil sie irgendjemanden nicht in den Kram passen… Sehr unterhaltsam wird das Ganze dargestellt. Das Buch geht gleichzeitig der Frage nach, ob es tatsächlich den perfekten Mord gibt. Und am Ende des Buches merkt man, dass diese Frage weder mit einem 100%-igen Ja, noch mit einem Nein beantwortet werden kann.
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