Unschuld von Takis Würger

Takis Würger Unschuld

Wenn alle Lügen. Und niemand unschuldig ist.

Molly Carver bleiben fünfunddreißig Tage, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen. Seit Jahren sitzt er für den Mord an dem sechzehnjährigen Casper Rosendale im Gefängnis – nun soll das Urteil vollstreckt werden. Auf der Suche nach Antworten kehrt Molly zurück in das Ostküstendorf ihrer Kindheit. Unter falschem Namen beginnt sie, als Hausmädchen für die Rosendales zu arbeiten, eine Familie, die einmal einflussreicher war als die Rockefellers …

Emotional und eindringlich zeichnet Takis Würger das Portrait einer Gesellschaft voller Widersprüche und zeigt uns, was sich wirklich hinter den schillernden Fassaden dieser Welt abspielt.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Iris Schneider

    Sowohl der Roman ‚Stella‘, als auch der Roman ‚Noah‘ von Takis Würger haben mir sehr gut gefallen und haben noch einige Zeit in mir nachgehallt. Deshalb war ich auch so neugierig auf den neuen Roman ‚Unschuld‘. Molly Carver ist davon überzeugt, dass ihr Vater Florentin Carver seit Jahren unschuldig im Gefängnis sitzt. Er ist für den Mord an dem sechzehnjährigen Casper Rosendale, dem Sohn seines Arbeitgebers, verurteilt worden und jetzt droht ihm die Todesstrafe. Molly bleiben noch 35 Tage, um seine Unschuld zu beweisen. Dafür kehrt sie in die Kleinstadt an der Ostküste zurück, wo alles passiert ist: nach Rosendale. Dort schmuggelt sie sich unter falschen Namen in das herrschaftliche Anwesen dieser reichen Familie und beginnt als Hausmädchen zu arbeiten. Nach kürzester Zeit findet der Hausherr die Wahrheit über ihr richtige Identität heraus, nichtsdestotrotz darf sie bleiben. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und Molly wird zur Detektivin, rollt die Geschehnisse von vor über zehn Jahren auf und stößt auf viele Ungereimtheiten, Lügen und Vertuschung. Bei den ganzen Nachforschungen steht Joel, Caspers jüngerer Bruder, mit an Mollys Seite, obwohl er sich nur ganz schlecht ihr gegenüber öffnen kann. Und nach und nach zeichnet sich das Drama, das zehn Jahre zuvor passiert ist, ab. Ich hab das Buch mit viel Tempo gelesen, fand die Handlung sehr spannend und die Charaktere interessant. Faszinierend wie Takis Würger einen kurzen Einblick in einen kleinen Bereich der amerikanischen Gesellschaft gibt, der Reichen und Schönen, die sich scheinbar alles durch ihren unermesslichen Reichtum erlauben können.
  • Von: Molly Carver

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor: „Unschuld“ von Takis Würger „Wenn alle lügen. Und niemand unschuldig ist.“ „Molly Carver bleiben fünfunddreißig Tage, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen. Seit Jahren sitzt er für den Mord an dem sechzehnjährigen Casper Rosendale im Gefängnis – nun soll das Urteil vollstreckt werden. Auf der Suche nach Antworten kehrt Molly zurück in das Ostküstendorf ihrer Kindheit. Unter falschem Namen beginnt sie, als Hausmädchen für die Rosendales zu arbeiten, eine Familie, die einmal einflussreicher war als die Rockefellers …„ Fazit: Auch wenn Takis Würger mich einst mit seinem Roman „Stella“ nicht so recht begeistern konnte, so hat er mich mit seinen beiden anderen Büchern „Der Club“ und „Noah“ völlig überzeugt. Und auch mit „Unschuld“ ist ihm das gelungen, denn in einem `Zug` habe ich das Buch ausgelesen. Allerdings muss man die Sprache, die Art wie Takis Würger seine Geschichten erzählt, auch mögen. Oft findet man kurze knappe Sätze vor, fast schon stakkatoartig, sodass mir beim Lesen fast die Luft wegblieb. Auch diesmal konnte er mich wieder mit seiner direkten und sehr deutlichen Sprache begeistern und dies passte gut zur Handlung, zur Geschichte. Würger schmückt nicht alles großartig bis ins Detail aus und trotzdem – oder gerade deswegen – konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und jedes mal waren die Bilder stimmig. Er erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven, vorrangig natürlich aus der Sicht von Molly Carver, aber auch Casper Rosendale bestreitet hier große Teile der Handlung. Die Geschichte wird durch diese stetigen Wechsel sehr abwechslungsreich und wir Leser*innen bekommen so großartige Charakterbeschreibungen der einzelnen Protagonisten vermittelt. Allesamt Charaktere die gut dargestellt werden, aber eher im beschreibenden Stil – halt im Würger Stil – nicht bis ins kleinste ausschmückend, sondern eher in einem journalistischen Stil. Gute Recherchearbeit ist für Takis Würger sehr wichtig. Das hat er als Journalist von der Pike auf gelernt und und so war er auch diesmal für seinen Roman mehrere Monate in Amerika, hat direkt vor Ort genau beobachtet und sondiert. Dabei greift er gleich mehrere hoch brisante `Amerikanische Themen` wie etwa die Todesstrafe, den Waffenlobbyismus, oder den Umgang mit Drogen und Medikamenten auf. Aber auch die „Huntington-Krankheit“ und das Thema „Stottern“ haben einen festen Platz in dieser Geschichte. Dabei hat Herr Würger sich als guter Beobachter der amerikanischen Gesellschaft – sowohl der Reichen, als auch der Armen – erwiesen, ohne dabei den pädagogischen Zeigefinger zu erheben, legt aber dennoch den Finger in so manche Wunden. Dies gibt uns Leser*innen reichlich Stoff zum Nachdenken, über ein sehr ambivalentes amerikanisches Gesellschaftssystem. Ein interessanter und spannender Einblick in die sehr zwiespältige amerikanische Gesellschaft! Besten Dank an den „Penguin Verlag“ für das Rezensionsexemplar.
  • Von: JS Booklover

    Dieses Buch ist für mich wie ein klassischer Krimi aufgebaut, der von dem Erzählton her eher dunkler ist und ein Bild auf eine Gesellschaft wirft, die konträrer nicht sein kann. Ein Roman, der schonungslos Einblicke in die durchaus aktuelle Realität gibt. Der Autor bringt die Probleme wörtlich auf den Punkt und seine Botschaft hat mich durch seine Wortgewalt mehr als erreicht. In Molly konnte ich mich völlig hineinversetzen und habe sie als sehr starke Persönlichkeit wahrgenommen. Ihre Gedankengänge und Schwächen taten mir teilweise beim Lesen weh, ebenso die Ungerechtigkeit. Takis Würger hat mich mit dieser Geschichte sehr berührt und stark zum Nachdenken angeregt, sodass dieses Buch für mich mit seiner Kernaussage unvergessen bleiben wird. „Unschuld“ ist für mich das erste Buch, welches ich von Taki Würger gelesen habe und ich werde ganz bald auch andere Werke wie zum Beispiel „Noah“ auf mich wirken lassen. Für mich ist der Autor eine tolle Neuentdeckung!
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