Violeta von Isabel Allende

Isabel Allende Violeta

Eine außergewöhnliche Frau. Hundert Jahre Geschichte. Ein unvergessliches Leben.

Violeta Del Valle ist 100 Jahre alt und erzählt während der Corona-Pandemie ihrem Enkel in Briefen aus ihrem unglaublichen Leben: 1920 wurde sie während der Zeit der Spanischen Grippe als erste Tochter der Familie Del Valle geboren. Leidenschaft, Entschlossenheit und Humor tragen Violeta durch ein Jahrhundert südamerikanischer Geschichte voller Krisen und Umbrüche, aber auch durch ein intensiv gelebtes Leben.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Cordula Gartmann

    Isabel Allende ist inzwischen 80 Jahre alt und vielleicht ist "Violeta" ihr letzter Roman. Ich habe viele ihrer Romane mit Begeisterung gelesen, daher hab ich mich schon sehr darauf gefreut. Worum es geht Allende erzählt über einen Zeitraum von 100 Jahren die Lebensgeschichte von Violeta del Valle in Form von Briefen an ihren Enkel. Violeta wird während der Spanischen Grippe geboren, erlebt als Kind zunächst Reichtum, dann - bedingt durch die Weltwirtschaftskrise- gesellschaftlichen Abstieg und Armut. Geprägt wird sie von ihrer englischen Nanny, Miss Taylor und ihrem Bruder José Antonio. Auch in schwierigen Zeiten gibt sie nie auf, unterrichtet sogar schon als 13jährige arme Kinder. In ihrem Leben gibt es viele Höhen und Tiefen, das liegt unter anderem auch an dem charismatischen aber leider auch untreuen Julian. Man erfährt viel über histrorische und gesellschaftliche Zusammenhänge und es gibt viele Paralellen zur heutigen Zeit. Angefangen bei der Pandemie bis zur Weltwirtschaftskrise. Fazit Um einen solchen Roman schreiben zu können, der sich über 100 Jahre erstreckt, muss Allende sehr viel recherchiert und mit Zeitzeugen gesprochen haben. Allein dafür Hut ab! Allerdings stellte sich bei mir nach einer Weile eine gewisse Müdigkeit ein und das Gefühl, das alles irgendwie schon einmal in ähnlicher Form gelesen zu haben. Vielleicht liegt es an der Briefform, dass das Geschehen mich nicht so wirklich packt. Hinzu kommt, dass die Sprecherin des Hörbuches, Angela Winkler, tatsächlich klingt wie eine 100jährige und ich wurde beim Zuhören das Gefühl nicht los, dass ihr gleich die Puste ausgeht und sie sich ausruhen muss. Auf der einen Seite ist es natürlich geschickt, eine "alte Dame" erzählen zu lassen, denn das ist ja die Erzählerin, da passt keine junge Frau. Mir war es dann aber doch zu viel und ein wenig einschläfernd. Es ist natürlich immer Geschmackssache, ob einem der Stil der Sprecherin gefällt oder nicht.Daher ist die Frage, ob ich ein anderes Empfinden gehabt hätte, wenn ich das Buch selbst gelesen und nicht gehört hätte. Ich denke, Allende-Fans kommen wie immer auf ihren Kosten, auch wenn es vielleicht nicht der ganz große Wurf ist. Und das sagen ich mit allem Respekt, Bücher wie "Das Geisterhaus" oder " Mayas Tagebuch" sind Juwelen und Allende wurde im Laufe ihres Lebens vielfach ausgezeichnet. In dem Fall sind natürlich aber auch die Erwartungen immens groß. Das Buch ist jetzt natürlich auch wieder ein Bestseller, also entscheidet selbst. Hier könnt ihr reinhören: https://www.amazon.de/Audible-Violeta/dp/B0B5DYFJBH/ref=tmm_aud_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1660572861&sr=1-1 Titel: Violeta Autorin: Isabel Allende Sprecherin: Angela Winkler Herausgeber ‏ : ‎ der Hörverlag Zeit: 14 Stunden
  • Von: Steffi

    "Violeta" von Isabel Allende erzählt die bewegende Geschichte von Violeta del Valle. Geboren 1920 inmitten einer Pandemie wird sie genau 100 Jahre später während einer weiteren Pandemie sterben. Violeta selbst ist die Ich-Erzählerin dieses Romans, die in Briefform ihr aufregendes Leben vor ihrem geistigen Auge Revue passieren lässt. Dieses ist geprägt von zahlreichen Höhen und Tiefen, die sie inmitten von politischen sowie gesellschaftlichen Umbrüchen erlebt. Dies ist das erste Buch, das ich von der Bestsellerautorin Isabel Allende gelesen habe und meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Die Autorin ist eine wundervolle Geschichtenerzählerin, die ihre Charaktere sehr gut ausarbeitet und jedem einzelnen eine eigene Persönlichkeit verleiht. Allen voran natürlich Violeta selbst, die einen unbezähmbaren Willen hat und die mir besonders in ihren schwachen Momenten ans Herz wuchs. Die Briefe an Camillo gleichen einer Art Lebensbeichte und so geht sie auch mit sich selbst ins Gericht, beschönigt nichts und gibt ihre eigenen Fehler unumwunden und mit einer entwaffnenden Ehrlichkeit zu. Auch die anderen Charaktere, beginnend mit ihrer Nanny Miss Taylor über ihren Bruder José Antonio bis hin zu ihrem charismatischen Liebhaber Julián erwachten vor meinem inneren Auge zum Leben. Sehr interessant fand ich zudem den historischen Kontext, in den dieser Roman eingebettet ist. Die Weltwirtschaftskrise, politische Unruhen, die Militärdiktatur in Chile, der Kampf der Frauen um Gleichberechtigung, all dies lässt die Autorin geschickt in die Handlung einfließen und hielt meine Aufmerksamkeit so bis zum Ende hin aufrecht. Ich habe das Hörbuch dieses Romans gehört und die Sprecherin Angela Winkler hat - auch dank ihrer ruhigen und sanften Erzählweise - hervorragende Arbeit geleistet: Ich hatte das Gefühl als würde die 100-jährige Violeta selbst zu mir sprechen und ausschließlich mir ihr ereignisreiches Leben anvertrauen. Ich bekam ein Gefühl von Nähe, das mich zeitweise vergessen ließ, dass es sich bei "Violeta" um einen fiktionalen Roman handelt. Fazit: "Violeta" ist ein umfangreicher, fast schon überbordender Familienroman über das Schicksal einer ganz und gar außergewöhnlichen Frau. 4,5/5