Wahre Verbrechen von Christine Brand

Christine Brand Wahre Verbrechen

Zugleich faszinierend wie erschütternd — reale Fälle, die unter die Haut gehen, erzählt von Gerichtsreporterin und Bestsellerautorin Christine Brand!

Ein junger Mann lockt seinen Freund in eine Höhle, schüttet den Eingang zu und denkt nicht daran, ihn wieder auszugraben. Ein brutaler Mörder nimmt die Familie einer Schmuckverkäuferin als Geisel und droht, sie mit Sprengstoff in die Luft zu jagen. Eine durch einen vermeintlichen Unfall behinderte Frau stirbt in der Badewanne, und niemand merkt, dass es Mord war. Von diesen und weiteren Fällen erzählt Christine Brand auf eindringliche und gleichzeitig feinfühlige Weise. Als Gerichtsreporterin war sie bei den Prozessen hautnah dabei und hat intime Einblicke in die Verbrechen gewonnen. Sie besucht Täter im Gefängnis, spricht mit Ermittlern und Opfern. Ihre Erkenntnisse zu Tat, Motiv und den Abgründen der menschlichen Psyche sind spannender und oft unglaublicher als jeder Krimi!

Lesen Sie auch den ersten True-Crime-Band von Christine Brand: »Wahre Verbrechen — Die dramatischen Fälle einer Gerichtsreporterin«.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Michael Sterzik

    True Crime – So authentisch, spannend und erschütternd kann kein Krimi im Fernsehen, oder einem Buch sein, wie im wirklichen Leben. Beschäftigt man sich mit Literatur im Genre „True Crime“, stößt man schnell auf tragische, dramatische Verbrechen, die ein Grauen erzählen, das schwer fassbar, schwer vorstellbar ist. Wird ein Mensch mit einer „bösen“ Veranlagung geboren, oder wird er durch psychische und physische Gewalt, vielleicht über Jahre, zu einem gewaltbereiten Opfer geformt?! Die Frage kann man nicht abschließend beantworten. Als Mensch sind wir in Summe, das Ergebnis unserer Erziehung und von unzähligen Emotionen positiver, wie negativer geprägt. Welchen Weg wir dann gehen, ist von so vielen Faktoren beeinflusst, dass es hier keinen Königsweg gibt. Das Buch hat nicht den Anspruch, den Täter eine Bühne zu geben, oder sich zu erklären. Christine Brand respektiert jeden Part individuell und ist ein Zeugnis für die Opfer, die Angehörigen und die Ermittler. Die Psyche des Täters kann nicht analysiert werden – es ist nicht das Ziel und die Verbrechen sind so bizarr und grausam, dass selbst, der oder die Täter die Aussage verweigern, vielleicht um sich vor Gericht selbst zu schützen, vielleicht um ihre Tat schlichtweg zu verdrängen. Christine Brand erzählt in ihrem zweiten Band – Wahre Verbrechen – in 6 Fällen präsentiert uns die Autorin spektakuläre Verbrechen, die den Leser nachhaltig bis in ihr innerstes aufwühlen können. Die Geschichten werden spannend, aber nicht reißerisch, oder gar verurteilend eindimensional geschildert. Ein junger Mann lockt seinen Freund in eine Höhle, schüttet den Eingang zu und denkt nicht daran, ihn wieder auszugraben. Ein brutaler Mörder nimmt die Familie einer Schmuckverkäuferin als Geisel und droht, sie mit Sprengstoff in die Luft zu jagen. Eine durch einen vermeintlichen Unfall behinderte Frau stirbt in der Badewanne, und niemand merkt, dass es Mord war. Von diesen und weiteren Fällen erzählt Christine Brand auf eindringliche und gleichzeitig feinfühlige Weise. Als Gerichtsreporterin war sie bei den Prozessen hautnah dabei und hat intime Einblicke in die Verbrechen gewonnen. Sie besucht Täter im Gefängnis, spricht mit Ermittlern und Opfern. Ihre Erkenntnisse zu Taten, Motiv und den Abgründen der menschlichen Psyche sind spannender und oft unglaublicher als jeder Krimi! (Verlagsinfo) Dreh- und Angelpunkt ist die Psychologie der Täter – vor der Tat, während der Tat und nach dem Verbrechen. Es gibt für diese geschilderten Verbrechen, von denen Christine Brand berichtet, keine Entschuldigung, es gibt viele Fragen, die weiterhin im Dunklen bleiben, eine Wahrheit, die nur der Täter kennt. Für die Angehörigen und diese sind auch „Opfer“ des Täters, ist die Motivation überhaupt nicht nachzuvollziehen. Der Schmerz, den diese auch noch lange nach dem Verlust ihres Liebsten mit sich tragen, ist gleichbedeutend mit einer lebenslangen Verurteilung. Und selbst wenn man das Verbrechen überlebt, so bleibt eine posttraumatische Störung ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Christine Brand erzählt aber auch von Versagen der Justiz, von Fehlern bei den Ermittlungen, bis hin zu Fehlern der psychiatrischen Forensik und der Gerichtsmedizin. Diese Missstände sind leider auch verantwortlich für spätere Verbrechen, die nicht stattgefunden hätten, wenn die Justiz, die Psychologen mit ihren Gutachten konsequenter agiert hätten. Später – nach den katastrophalen Ereignissen ist man bekanntlich schlauer, und Prozesse und Gesetzte werden verschärft. Alle Fälle haben sich in der Schweiz abgespielt, sodass der Leser auch über dieses Justizsystem beiläufig, aber inhaltlich gut abgeholt wird. Die Spannung wird nicht über die detaillierte Schilderung des Tathergangs erzeugt. Christine Brand öffnet einen Spalt zur Psyche des Täters und diese ist oftmals wirklich als „Schwerkrank“ zu bezeichnen. Die Verbrechen sind schlimm – aber die kranke Psychologie des Täters, die sich auch vor Gericht als unmenschlicher Offenbarungseid zeigt, ist es, die nachhaltig unter die Haut geht. Dabei könnten die Täter unsere Nachbarn sein, vielleicht sogar unsere Freunde – es sind keine äußerlichen Monster, denen man die ggf. böse kranke Veranlagung anmerkt. Ihre Taten sind jedoch schwer zu begreifen, vielleicht ist es auch zu einfach davon zu sprechen, dass diese psychisch erkrankt sind?! Ausdruck, Stil und Sprache sind hervorragend. Immer konzentriert auf das wesentliche beschränkt, wird die Faszination des Grauens schauerlich, aber auch emotional transportiert. Fazit Eine Symphonie des Grauens – eine Reise in die psychologische Dunkelheit der Täter, die viele Leben zerstört haben. Die Anzahl der Opfer, auch der lebenden, der Angehörigen ist zahlreich. Ein Buch, das unter die Haut geht und auch nach strengeren Konsequenzen ruft. Michael Sterzik
  • Von: LaraliebtBuecher

    Klingt es sehr falsch, wenn ich schreibe, dass ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe? Wahre Verbrechen faszinieren viele Menschen auf der ganzen Welt und irgendwie sind wir immer der Meinung uns steht eine ordentliche Erklärung und eine klare Auflösung zu, doch leider ist das nicht immer der Fall. Christine Brand gehört zu meinen Lieblingsautor*innen und das liegt nicht nur an dem lebendigen und schönen Schreibstil, sondern auch an ihrer sehr respektvollen Art. In sechs Fällen, werden wir Zeuge von furchtbaren Schicksalen, Patzern der Polizei und/oder falschen Entscheidungen des Gerichts. Dabei liegt natürlich der Blick auf dem Täter/der Täterin, aber der Fokus verschiebt sich oft auf die Angehörigen und Hinterbliebenen. Mit viel Respekt und Gefühl erhalten wir einen Einblick in die einzelnen Fälle. Strukturiert berichtet Christine Brand von den Taten an sich, wie sich die Gerichtsverhandlungen entwickeln und wie es zur Verurteilung kommt. Spannend, ohne dabei reißerisch zu werden oder gar abzuschweifen, geht sie auf die psychologischen Profile & Hintergründe der Täter*innen ein, schafft Empathie der Opfer gegenüber und entwirrt Seite um Seite das jeweilige Verbrechen. Ich war fassungslos, schockiert und angewidert wozu Menschen fähig sind. Mich ließen die Taten nicht unberührt und man merkt beim Lesen, wie es der Autorin genauso geht. Wer sich für wahre Verbrechen interessiert, den kann ich dieses Buch nur empfehlen. Wir sollten uns aber auch immer daran erinnern, dass solche Fälle Ausnahmen sind. Niemand möchte ein Buch oder eine Geschichte darüber lesen, wie die Polizei ohne Probleme Täter*innen und Motiv feststellen und alles glatt lief. Aber ich denke, dass genau solche Geschichten, wie sie Christine Brand hier veröffentlicht oder in unzähligen Podcasts oder Dokumentationen thematisiert werden, einen Anreiz bietet, das System zu verbessern und Behörden daraus lernen können. Das hoffe ich jedenfalls.
  • Von: Travel Without Moving

    "Es gibt im menschlichen Verhalten nichts, was es nicht gibt." (Seite 7, Zitat von Volker Dittmann, forensischer Psychiater und Rechtsmediziner) Die Gerichtsreporterin Christine Brand erzählt in ihrem Buch sechs Geschichten von wahren Verbrechen. Sie berichtet z.B. von einem Mann, der sich Zutritt zum Haus von Aline und ihren Eltern verschafft, die drei mit einer Pistole bedroht, Aline missbraucht und das Schmuckgeschäft der Mutter ausraubt. Ein weiterer Fall befasst sich mit dem Fall der Leiche einer Frau, die in ihrer Badewanne gefunden wurde und die den Ermittlern Rätsel aufgibt. Schon seit Jahrzehnten interessiere ich mich für Forensische Psychiatrie und lese sehr gerne (gute!) Geschichten über wahre Verbrechen, die nicht nur blutrünstig sind, sondern dem Leser auch Informationen über Strafrecht, Psychiatrie und Psychopathologie vermitteln. Genau solche Geschichten findet man hier. Brand erzählt extrem spannend, ohne dass sie reißerisch schreibt, und sie berichtet minutiös, ohne dass es an irgendeiner Stelle langatmig wird. Gefallen hat mir auch, dass ihre Geschichten sehr strukturiert sind, die Autorin nicht abschweift, sich wirklich nur auf ihre sechs Fälle fokussiert. Die ausgewählten Fälle sind sehr heterogen, aber sie sind allesamt spannend und werden packend erzählt. Die Autorin entblättert Schicht um Schicht einer komplexen Tat und fesselt den Leser dadurch von Anfang bis Ende. Sie bietet dabei Einblicke in Beweggründe und Hintergründe des Täters, die Lebensgeschichte des Opfers, Psychiatrie und Psychopathologie. Richtig gut! Christine Brand: Wahre Verbrechen. Die erschütterndsten Fälle einer Gerichtsreporterin. Blanvalet Verlag, 2023, 336 Seiten; 18 Euro.
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