Der Araber von morgen, Band 5 von Riad Sattouf

Riad Sattouf Der Araber von morgen, Band 5

»Einfach genial.« Die Welt

Bretagne, Anfang der 90er-Jahre. Riad Sattouf kämpft mit mehr als den üblichen Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens: Sein Vater hat Fadi, den jüngsten Bruder, entführt und bleibt mit ihm verschwunden. Die verzweifelte Familie setzt alles daran, die beiden zu finden. Währenddessen geht das Leben in Frankreich weiter. Riad lernt ein Mädchen kennen, versucht sich bei Partys zu amüsieren und zu entscheiden, was er werden will. Doch was ist, wenn er seinen Bruder nie mehr wiedersieht?

Die erfolgreiche Graphic Novel »Der Araber von morgen« handelt von der Kindheit des Comiczeichners und Filmemachers Riad Sattouf zwischen Libyen, Syrien und Frankreich. Sie wird insgesamt sechs Bände umfassen, wurde in 22 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Der vorliegende Band ist der letzte vor dem großen Finale.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Travel Without Moving

    "Zu meinem Ärger war mir klar geworden, dass ich mich vor Menschen arabischer Abstammung fürchtete." (Seite 102) Im Jahre 1992 ist Riad Sattouf 14 Jahre alt, also mitten in der Pubertät. Er lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder in Frankreich, während sein Vater den jüngsten Sohn mit nach Syrien genommen hat. Riads Mutter ist verzweifelt und versucht, ihren Sohn Fadi zurück zu bekommen, Riad macht erste Erfahrungen mit Mädchen und beschäftigt sich mit paranormalen Phänomenen. Band 5 der Reihe ist durch das Verschwinden des Vaters und des kleinen Fadis ziemlich tragisch, und insgesamt kommen Araber nicht so gut weg. Der Band spielt in Frankreich und fokussiert vor allem auf die Schwierigkeiten zwischen der westlichen und der arabischen Kultur sowie auf Riads Erwachsenwerden. Mir hat auch Band 5 der Reihe sehr gut gefallen, und ich bin gespannt auf den 6. und leider letzten Band. Das Ende des 5. Bandes macht das Warten noch schwerer. Riad Sattouf: Der Araber von morgen, Band 5. Eine Kindheit im Nahen Osten (1992-1994). Aus dem Französischen von Andreas Platthaus. Penguin Verlag, 2021, 184 Seiten; 24 Euro.
  • Von: Lisa (comicli)

    Endlich etwas Neues von Riad Sattouf. Nachdem der letzte Band mit einem wahnsinnigen Cliffhanger endete konnte ich den fünften Teil der „Der Araber von morgen“ Reihe kaum erwarten und da ist er nun. Seit Juni gibt es das gute Stück im Handel und online. Nun worum geht es eigentlich im fünften Band? Über die Graphic Novel Riad ist verliebt und sein kleiner Bruder noch immer in Syrien in der Obhut seines Vaters (wenn man das so neutral sagen kann). In diesem Band spielen sich die Ereignisse alle in Frankreich ab und wir sehen den mittlerweile 14-jährigen Riad heranwachsen. Sein französischer (Schul-)Alltag ist geprägt von seinen Gefühlen für Anaick aber mehr noch von seiner inneren Stimme, die seine innere Zerrissenheit aufzeigt. Auf der einen Seite die französische Kultur und der westliche Lebensstil und auf der anderen Seite seine Erfahrungen und seine arabische Familie, die immer wieder als eine Art (schlechtes) Gewissen fungieren. Als ob Erwachsenwerden nicht so schon abenteuerreich genug ist, kommt ja noch das große Familien-Drama dazu in dem Riad versucht stets positiv zu bleiben. Persönliche Meinung In bedrohlichem Rot werden Riads Gedanken gezeigt und damit gleichzeitig ein Kontrast zur in Blau gehaltenen Alltagssituation dargestellt. Ein berührendes Werk, dass ich in einem Zug verschlungen habe. Mittlerweile ging es fast nur noch um Riads Schulzeit (was bei einer Biographie ja auch logisch ist) aber trotzdem zeigt Riad noch diesen kulturellen Konflikt, in dem er sich befindet. Nach welchen Normen und Werten soll er handeln? Richtig spannend! Und nicht zu vergessen die Situation mit Riads kleinem Bruder Fadi. Am Ende war ich jedoch ziemlich enttäuscht über den gefühlt ziellosen Ausgang der Situation. Also einerseits blöd, aber andererseits toll, denn es wird noch eine Fortsetzung geben, auf die ich schon jetzt kaum warten kann!
  • Von: Burgherr

    Die Musik der frühen 90er Jahre und eine spannende Frage im Hintergrund: Meine anfängliche Neugier entwickelte sich über die Reihe und vor allem über den Einblick in die Zeit von 1992-1994 zu Sympathie mit dem Protagonisten. Über fünf Jahre verfolge ich nun schon Riad Sattoufs Erzählungen. Im ersten Band schilderte er seine ersten sechs Lebensjahre in Frankreich, Libyen und Syrien. Die Jahre 1984-1985 sowie der im dritten Band verarbeitete Zeitraum 1985-1987 spielten sich für Riad hauptsächlich in Syrien mit kurzen Ausflügen nach Frankreich ab. Im vierten Band und damit in der Zeit von 1987-1992 kommt es zur Trennung der Familie. Riads Vater zog es für einen Job nach Saudi-Arabien und er wandte sich verstärkt seinem Glauben zu. Riads Mutter emanzipierte sich (endlich) von ihrem Mann. Die Entführung von Riads jüngstem Bruder durch den Vater war schließlich der Cliffhanger, der mir die Zeit bis zur Veröffentlichung der Fortsetzung sehr lang erschienen ließ. Die im aktuellen Band abgedeckten Jahre 1992-1994 verbachte Riad ausschließlich in Frankreich. Seine Herkunft zwischen westlicher und arabischer Welt und daraus resultierende Konflikte begleiten ihn weiterhin, aber die treten etwas in den Hintergrund. Statt dessen wird der von den üblichen Problemen eines Heranwachsenden eingeholt: Die Wirrungen im Umgang mit dem anderen Geschlecht sowie erste Gedanken um Talent, Interessen und den zukünftigen Lebensweg stellen Herausforderungen dar, da bräuchte es nicht zusätzlich die Angst um den Bruder bzw. die Familie. Mit seinen Zeichenkünsten verdient sich Riad nicht nur etwas Respekt und Anerkennung bei seinen Schulkameraden und vor allem einer Schulkameradin, die ihm besonders wichtig ist sondern er findet mit den Werken des Autors H.P. Lovecraft und dessen Cthulhu-Mythos auch Zugang zu einer phantastischen und für Riad faszinierenden Welt. Riads in die Geschichte eingeworfenen Skizzen und Zeichnungen der Cthulhu-Wesen und die Verknüpfung mit seinem Leben sind ein toller Weg, um die verworrene Gefühlswelt eines Teenagers darzustellen. Und dann entdeckt Riad mit Nirvana u. a. auch noch die Musik, die auch mich Anfang der 90er Jahre in ihren Bann zog. Wie oben bereits angedeutet: In keinem Band war Riad für mich so nahbar wie in diesem. Die Frage nach der Rückkehr seines Bruders bleibt bislang ungeklärt... ich freue mich schon jetzt auf den sechsten Band. Mit diesem wird die Reihe abgeschlossen werden.