Die Wissenschaft von AVATAR von Stephen Baxter

Stephen Baxter Die Wissenschaft von AVATAR

Könnte es eine Welt wie Pandora wirklich geben?

James Camerons »AVATAR – Aufbruch nach Pandora« ist der weltweit erfolgreichste Film aller Zeiten. Der Planet Pandora, auf dem die geheimnisvollen Na’vi leben, ist alles andere als eine Fantasiewelt: Vieles von dem, was wir im Kino gesehen haben, hat Vorbilder in der Realität, von der interstellaren Raumfahrt über die Flora und Fauna des Planeten bis hin zu dem neuronalen Netzwerk, das den ganzen Planeten umspannt. Stephen Baxter, Science-Fiction-Autor und Wissenschaftler, zeigt uns in diesem so faszinierenden wie spannenden Buch, dass wir dem Aufbruch nach Pandora näher sind, als wir glauben.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

    Ein faszinierendes Begleitbuch auf wissenschaftlicher Basis zu James Camersons „Avatar“-Filmen. . James Camerons „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ dürfte wohl so ziemlich jedem ein Begriff sein. Dieser große Erfolg in Verbindung mit einem der besten Science-Fiction-Autoren unserer Zeit kann nur zu einem interessanten Ergebnis führen. Sicherlich muss man ein wenig für die von Cameron kreierte Welt übrigen haben, um echten Spaß an dieser wissenschaftlichen Abhandlung über Pandora und seine Bevölkerung zu haben. Aber wenn dieses Interesse vorhanden ist, erwartet einen ein faszinierender Ausflug ins Universum und in eine mögliche fremde Welt. Man merkt, dass Baxter nicht nur Wissenschaftler sondern auch Romanautor ist, denn seine Reise wirkt wie eine Art Roman, auf der die Leser allerhand interessante Dinge über die Hintergründe des Films, aber auch über das Leben an sich und die unendlichen Möglichkeiten des Universums erfährt. „Die Wissenschaft von Avatar“ ist unglaublich spannend und man hat oftmals Bilder aus Camerons Welterfolg im Kopf, wenn Baxter darüber spricht und Dinge aus dem Film erklärt, die näher an der Wahrheit liegen als man bislang dachte. „Avatar“ ist äußert durchdacht und orientiert sich an der Realität oder zumindest an nicht ganz unwahrscheinlichen Phänomenen. Es ist tatsächlich so, dass man Camerons Filme mit etwas anderen Augen sieht, wenn man dieses Buch gelesen hat. Baxter ist Fan von „Avatar“, das merkt man natürlich. Aber seine Ausführungen, Camerons filmische Welt auf wissenschaftlicher Basis ein Stück weit realistisch werden zu lassen, ist wirklich genial. Vieles ist absolut nachvollziehbar und bekommt Sinn. Und Baxters Buch ist definitiv nicht zu wissenschaftlich, um es nicht zu verstehen, aber auch nicht zu simpel, um nicht glaubwürdig zu sein. Man kann James Cameron und seinem Team definitiv nicht nachsagen, dass sie nicht genügend recherchiert hätten, um ihrer fantastischen Welt einen nicht geringen Hauch Realismus einzuhauchen. Wie gesagt, nach dieser Lektüre sehe ich die beiden bislang erschienenen „Avatar“ – Filme mit anderen Augen. Und das macht den Spaß eindeutig noch größer. Daher ein riesiges Dankeschön an Stephen Baxter für das Näherbringen von Pandora, seinen Geschöpfen, der Kultur und den faszinierenden Bewohnern. . Fazit: Toller, wissenschaftlicher Ausflug in die Welt von Camerons Blockbuster.
  • Von: birdies_buecherwelt

    Ein Buch über einen Film, der vor 13 Jahren in die Kinos kam? Und rein zufällig läuft in wenigen Wochen der zweite Teil an? Klang für mich nach einer reinen PR-Aktion und trotzdem war ich neugierig, denn ich liebe den Film und habe ihn mehrere Male gesehen. Nach der Leseprobe und den ersten Seiten war dann jeder Zweifel verflogen, dieses Buch musste ich lesen! Stephen Baxter studierte Mathematik und Astronomie, er weiß definitiv wovon er schreibt. Mit diesem Buch hat er deutlich mehr geschaffen als nur eine Hommage an James Cameron und seinen Film 'Avatar- Aufbruch nach Pandora'. Es ist ein wissenschaftliches Sachbuch, das auf jeder Seite unterhaltsam bleibt und die Faszination an der Wissenschaft weckt oder sie nur noch mehr schürrt. In 34 Kapitel wird sich verschiedenen Themen gewidmet, die selbstverständlich alle mit dem Film zu tun haben, teilweise aber unglaublich weit abschweifen. Genau diese 'Ausflüge' haben dieses Buch für mich so faszinierend gemacht. Aufgrund der Komplexität einiger Themen (vor allem in Bezug auf das Univserum und die Entfernungen zwischen Planeten oder Sonnensystemen), konnte mein Verstand an ein paar wenigen Punkten nicht mehr folgen. Ich interessiere mich für Naturwissenschaften und gucke gerne Dokumentationen zu verschiedensten Themen, aber leider kann ein Buch eines nicht bieten: bewegte Bilder für ein besseres Verständnis. Dieses Buch als TV-Dokumentation würde ich sofort schauen! Der wissenschaftliche Fortschritt entwickelt sich immer weiter und das in einer immer schnelleren Geschwindigkeit. Bei all der Begeisterung für eine andere Welt wie Pandora, mahnt Baxter aber auch an, die faszinierendste aller Welten nicht zu vergessen, nämlich unsere Erde. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
  • Von: fwe-blog

    Ein Buch zum Film – nach so langer Zeit? Nun, die Sache ist ein wenig komplizierter… Einmal ist dieses Avatar Buch weit davon entfernt, die Handlung des Blockbusters von 2009 in Romanform wiederzugeben. Zum anderen ist „nach dem Film“ in diesem Fall „vor dem Film“: Der Kinostart des Nachfolge-Films steht kurz bevor. „Die Wissenschaft“ steht nicht zufällig in der Titelzeile. BAXTER ist nicht nur ein erfolgreicher Science-Fiction-Autor, sondern auch studierter Astronom (und Mathematiker). Er hat es sich in diesem besonderen Sachbuch zur Aufgabe gemacht, die astronomische, physikalische, geologische, biologische und technische Basis des spektakulären Avatar-Filmes daraufhin abzuklopfen, wie weit sie mit nachvollziehbaren wissenschaftlichen Prinzipien und Erkenntnissen in Einklang gebracht werden kann. Das hört sich vielleicht im ersten Moment so an, als ob so ein Buch nur für Hardcore-Fans von Interesse sein könnte. Doch das wäre zu einfach gedacht. Der Autor verbindet zwei Ziele auf eine didaktisch gelungene Art miteinander: Um nämlich die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Avatar-Welt zu ergründen und zu erklären, schaut er sehr genau auf den jeweiligen Faktenstand und bietet so einen spannenden Einblick in ganz reales irdisches Grundlagen-Wissen: – Was hat der Zustand der Erde mit der Suche nach Rohstoffen in einem anderen Sternensystem zu tun? -Welche Antriebs- und Transportsysteme wären denkbar, welche Geschwindigkeiten überhaupt erreichbar? – Welche biologischen Möglichkeiten gäbe es, um mit den langen Reisezeiten umzugehen? – Unter welchen astronomischen Bedingungen könnte so ein Lebensraum wie auf „Pandora“ entstehen? Wie groß wären die Unterschiede zu den irdischen Gegebenheiten (Schwerkraft, Atmosphäre, Temperatur, Magnetismus, Geologie, Biosphäre)? – Stimmen die filmischen Darstellungen mit den angegebenen physikalischen Bedingungen überein? – Könnten Technologien und Waffen so funktionieren, wie es gezeigt wird? – Wie weit sind wir noch von einer neuronalen Fernsteuerung von Avataren entfernt? – Wie plausibel sind die Lebewesen auf dem fernen Planeten (genauer gesagt, ist es eigentlich eine Art Mond)? Wie in einem guten Film entfaltet BAXTER ebenfalls einen Spannungsbogen: Er beginnt mit den physikalischen, wirtschaftlichen und technischen Bedingungen – um sich am Ende der intelligenten Lebensform der Na’vi und der emotionalen Reaktion des Protagonisten (Jake Sully) zu widmen. Was dem Autor gut gelingt: Er zerstört mit seiner Art der Aufklärung nicht den Zauber des Films. Immer wieder macht er deutlich, dass die Schöpfer dieses Ausnahme-Werkes jedes Recht hatten, die Bedürfnisse der Zuschauer nach Unterhaltung und Identifikation in den Mittelpunkt zu stellen. Um so größer ist sein Respekt davor, in welchem Ausmaß sich das Filmteam um eine wissenschaftliche Unterfütterung bemüht hat. Wer sich für Astro-Physik und Raumfahrt interessiert und den Avatar-Film zumindest einmal mit Vergnügen (oder sogar Begeisterung) gesehen hat, darf ohne Zögern zu diesem flott geschriebenen Sachbuch greifen (oder es an geeignete Leser/innen verschenken). Dass es auch eine Werbefunktion für den aktuellen Filmstart hat, kann man ihm wohl kaum vorwerfen.