Das Geflüster von Ashley Audrain

Ashley Audrain Das Geflüster

Das Geflüster begann lange vor dem Unfall in der Harlow Street. Denn wo Rauch ist, ist auch Feuer. Wo Freundschaft, Neid. Und hinter jeder Lüge verbirgt sich eine verheerende Wahrheit.

Bevor der Sommer zu Ende geht, versammelt sich die Nachbarschaft der Harlow Street zu einem Gartenfest. Getränke fließen bis spät in die Nacht und alles scheint perfekt – vor allem die Gastgeberin. Bis zu dem Moment, als Whitney vor aller Augen die Fassung verliert, weil ihr neunjähriger Sohn Xavier nicht gehorchen möchte. Die emotionale Entgleisung sorgt für Getuschel hinter vorgehaltener Hand. Als Xavier nur wenige Monate später aus seinem Kinderzimmerfenster stürzt, ist der Skandal unvermeidbar und das Urteil schnell gefällt. Doch in dieser Nachbarschaft ist niemand so vollkommen, wie er vorgibt zu sein. Im Laufe einer Woche spitzen die Dinge sich zu: Während Xavier zwischen Leben und Tod schwebt, müssen sich die Frauen in der Harlow Street ihren eigenen Abgründen stellen.

»Das Geflüster« ist ein mitreißenden Pageturner über vier Frauen, deren Leben sich verändert, als das Undenkbare passiert – und über das, was zerbricht, wenn gute Menschen unverzeihliche Entscheidungen treffen.

»Das Ende dieses Romans ist ein derartiger Hammer, dass Sie es zweimal lesen müssen, um es zu glauben.« New York Times

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: the.literary.wildflower

    Als der zehnjährige Xavier nachts aus seinem Kinderzimmer-Fenster stürzt und daraufhin auf der Intensivstation im Koma liegt um sein Leben kämpft, dauert es nicht lange, bis die ersten Gerüchte im Umlauf sind. Immerhin haben die anderen Familien aus der Nachbarschaft erst wenige Monate zuvor miterlebt, wie Xavier’s Mutter Whitney bei einer Gartenparty vor aller Augen die Fassung verloren hat. Doch Whitney ist nicht die Einzige, die etwas zu verbergen hat. Auch bei ihren Nachbarinnen Blair, Rebecca und Mara ist nicht alles so perfekt, wie es auf den ersten Blick scheint. Zu Beginn des Buches war ich ein bisschen enttäuscht, denn ich hatte einen Thriller erwartet. Das Geflüster ist jedoch eher ein Domestic Drama welches sich auf die zwischenmenschlichen Beziehung der 4 Nachbarinnen konzentriert. Glücklicherweise kam trotzdem genügend Spannung auf und die Story konnte mich letztendlich größtenteils überzeugen. Die kurzen Kapitel ließen sich sehr leicht lesen und auch wenn die Charaktere nicht unbedingt Sympathieträger waren, so konnte ich trotzdem zu allen eine Bindung aufbauen und mit ihnen mitfühlen. Es kamen einige unangenehme Themen zur Sprache (am besten vorher die Triggerwarnungen lesen) was von der Autorin jedoch sehr gelungen umgesetzt wurde. Der Schreibstil wirkte zwischendurch sehr hart, was aber sehr gut zu der Thematik gepasst hat. Vom Ende hätte ich mir mehr gewünscht, vor allem was zwei der Frauen angeht - da blieb ich leider doch mit einigen offenen Fragen zurück. Alles in allem eine ergreifende und teils erschreckende Geschichte über Mutterschaft und zwischenmenschliche Beziehungen, die ich so schnell nicht vergessen werde. (4.25 Sterne)
  • Von: Zeilentänzer

    Ein großes Gartenfest in der Harlow-Street soll unvergesslich bleiben, als Whitney die Nerven verliert und ihren Sohn Xavier vor allen versammelten Gästen harsch zurecht weißt, als dieser nicht hören möchte. Die Nachbarn beginnen zu tuscheln, sich ihre eigenen Meinungen zum Vorfall zu bilden und Whitneys Mutterqualitäten zu hinterfragen. Als es dann zu einem tragischen Unfall kommt, indem Xavier schwer verunglückt, scheint der Skandal perfekt. Jedoch ist niemand in der Nachbarschaft frei von Dämonen. Blair, die mit ihrem Ehemann und Aiden und Tochter Chloe gegenüber wohnt und mit Whitneys Familie befreundet ist, plagen Zweifel an ihrer Ehe und Rebecca, eine weitere Freundin und gleichsam die Kinderärztin von Xavier, durchlebt mit ihrem Freund Ben eine schwere Zeit. Dann ist da noch die ältere Dame Mara, die mit ihrem Mann ein einsames Leben führt und aus der Ferne beobachtet, was sich zuträgt, aber selbst auf ein schicksalshaftes Leben zurpückblickt. Cover und Klappentext haben mich in ihren Bann gezogen und schon der Vergleich mit Desperate Housewifes hat meine Neugier geweckt. Ashley Audrain ist mir seit ihrem ersten Buch bekannt, auch wenn das bisher ungelesen in meinem Regal steht. Das wird sicher allerdings bald ändern, denn »Das Geflüster« hat mich sehr positiv überrascht. Ein Vorfall bringt die Handlung erst so richtig ins Rollen, Xavier stürzt aus dem Fenster und liegt fortan im Koma. Whitney verbringt ihre gesamte Zeit an seinem Bett und hat schwere Schuldgefühle. Als Leser*innen erfahren wir nach und nach, wie es so weit kommen konnte und entdecken die Geheimnisse der befreundeten Paare. Einen großen Platz im Handlungsverlauf nimmt die Mutterschaftsthematik ein, die von der Autorin sehr wertschätzend und allumfassend behandelt wird. Während alle handelnden Personen um das Leben des zehnjährigen Xavier bangen, kommen die Abgründe der Harlow-Street-Bewohner ans Licht. Whitney ist mit ihrem Mann verheiratet, beide haben neben Xavier noch zwei weitere Kinder. Beide sind Karrieremenschen und finanziell sorglos, allerdings scheint Whitney mit ihrer Mutterrolle höchst unglücklich und auch um ihre Ehe steht es nicht gut. Blair ist Whitneys Nachbarin und Freundin, auch wenn man schnell den Eindruck bekommt, dass beide sich nicht so nah stehen, wie es scheint. Auch ihre Beziehung steckt in einer Krise, zumindest glaubt Blair das lange Zeit. Sie ist eine liebevolle Mutter für ihre Tochter Chloe und geht in dieser Rolle komplett auf. Rebecca, die im Krankenhaus, in dem Xavier behandelt wird, als Ärztin arbeitet, und ihr Freund Ben, wünschen sich sehnlichst ein Kind, nach mehreren Fehlgeburten leiden beide unter der Situation. Mara ist eine ältere Dame, die das Geschehen in der Nachbarschaft aus der Ferne beobachtet. Die Ehe zu ihrem Mann ist brüchig und sie trägt ein tragisches Geheimnis mit sich herum. Die Kapitel erzählen aus den Perspektiven der weiblichen Figuren, sodass uns die jeweiligen Gedanken zuteil werden und man sich als Leser*in ein gutes Bild von dem machen kann, was sich in dieser brisanten Nachbarschaft hinter verschlossenen Türen abspielt. Auch ich dachte stets an Desperate Housewifes und mochte den Wechsel zwischen äußerer Perfektion und innerem Zerfall. Es fiel mir leicht, mich in die Charaktere hineinzuversetzen, auch wenn mir viele nicht sympathisch wurden. Am Meisten bewegt hat mich die Lebensgeschichte von Mara, deren Figur am Ende leider komplett fallen gelassen und nicht weiter verfolgt wird. Das ist auch mein größter Kritikpunkt. Eine große Stärke ist die Figurenschaffung von Ashley Audrain, die ganz individuelle Persönlichkeiten konstruiert hat, die der Handlung ihre Würze verleihen und hier und da geschmacklose Geheimnisse offenbaren. Die einzelnen Kapitel enden mit einem Cliffhanger und auch der Abschluss des Buches hat es noch einmal in sich. In guter Desperate-Housewifes-Manier skizziert Ashley Audrain ein Vorstadt-Drama per excellence. Ein tiefgründiger Roman über die Mutterschaftsthematik und viel Schein und Sein.
  • Von: romanticthrills

    Vier Frauen, die in der Harlow Street in der Vorstadt leben, und ihre Geheimnisse: Schon ab den ersten Seiten musste ich bei "Das Geflüster" von Ashley Audrain an "Desperate Housewives" denken. Erzählt wird die Story abwechselnd aus Sicht der Nachbarinnen Whitney, Blair, Rebecca und Mara, hin und wieder gibt es auch Rückblenden zur Gartenparty der Loverlys neun Monate zuvor, bei der Whitney vor all ihren Gästen ihren Sohn Xavier angeschrien hat. Nun ist Xavier mitten in der Nacht aus dem Fenster seines Kinderzimmers gestürzt. War es ein Unfall oder hatte seine Mutter etwas damit zu tun? Auf den ersten Blick scheinen die vier Protagonistinnen das perfekte Vorstadt-Leben zu leben. Doch schnell zeigt sich, dass alle ihre Geheimnisse haben und Probleme mit sich herumtragen, die sich um das (Ehe-)Frau- und Muttersein drehen. Da ist die betrogene Ehefrau, die betrügende Ehefrau, die Frau, die eine Fehlgeburt nach der anderen hat, die Mutter, die keine Muttergefühle empfindet, und die Mutter, deren Kind gestorben ist. Am meisten hat mich die Geschichte der 82-jährigen Mara berührt. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie schon seit Jahrzehenten in der Harlow Street, ist aber eher eine stille Beobachterin. Es hat mich so berührt zu erfahren, was sie alles durchmachen muss(te), aber keiner ihrer Nachbarn interessiert sich für sie und ihr Leben. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, sodass ich sofort mitten im Geschehen war. Es war spannend, mehr über die Nachbarinnen und ihre Geheimnisse zu erfahren, und mir war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Einzig die Rückblenden innerhalb der jeweiligen Kapitel haben mich etwas verwirrt, da diese nicht immer eindeutig als solche zu erkennen waren. Allerdings haben sie geholfen, die Charaktere und ihre Abgründe besser zu verstehen. Alles in allem ist "Das Geflüster" ein spannender Roman, der die verschiedenen Aspekte des Mutterseins thematisiert und mit einigen Plot Twists aufwartet. Und auch das Ende habe ich so nicht kommen sehen, das war der perfekte Abschluss.
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