Das Theater am Strand von Joanna Quinn

Joanna Quinn Das Theater am Strand

Das Erfolgsdebüt aus England: »Das Buch des Sommers.« The Times – »Ein absoluter Schatz von einem Buch, das man wieder und wieder lesen kann.« Sunday Times

Dorset an der Küste Englands, 1928: In einer stürmischen Nacht wird ein Blauwal angespült. Nach dem Gesetz gehört alles Strandgut dem König – doch die zwölfjährige Cristabel Seagrave hat eigene Pläne. Sie ist wild entschlossen, aus den Walknochen ein Theater am Strand zu errichten. Eine Bühne für all die Geschichten, die sie heimlich in der staubigen Familienbibliothek gelesen oder denen sie im Verborgenen gelauscht hat. Geschichten, die nicht für ihre Ohren bestimmt sind und in denen Mädchen wie sie keine Rolle spielen. Doch nun ist Cristabels Zeit gekommen.

Während ihre Eltern hauptsächlich mit sich selbst und ausschweifenden Partys beschäftigt sind, inszeniert Cristabel gemeinsam mit ihren jüngeren Geschwistern immer neue Geschichten in ihrem Freilufttheater, das bald zu einer kleinen lokalen Sensation wird. Doch die Zeiten ändern sich, Krieg steht bevor und die Geschwister müssen erkennen, dass sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Leben eine Rolle zu spielen haben. Und dass man sich diese Rolle nicht immer selbst aussuchen kann…

Ein schillernder Roman voller Wärme und Witz über eine ebenso eigensinnige wie faszinierende junge Heldin, die für das kämpft, was sie im Herzen trägt.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Angelika Pfeiffer

    Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich so verzaubert und einfach mitgenommen hat. Begeisterung pur, empfehlenswert für schöne Sommertage, ich liebe das englische Lokalkolorit und die ganz spezielle Geschichte. Hervorragend!
  • Von: the2bookaholics

    Die Geschichte beginnt in Dorset am 31.12.1919. Der Vater der dreijährigen Christabel Saegrave heiratet zum zweiten Mal. Die neue Frau kommt auf das Anwesen und soll Christabels neue Mutter werden. Christabel schüttet einfach Erde auf die Schuhe der neuen Braut zur Begrüßung. 1928. Christabel ist mittlerweile zu einem 12-jährigen Mädchen herangewachsen, das so ziemlich alle Bücher aus der Familienbibliothek heimlich gelesen hat. Sie hat in ihrem Zimmer ein kleines Theater aus Papier, in dem Stücke aus diesen Büchern zusammen mit ihrer Halbschwester Florence und ihrem Cousin Digby aufgeführt werden. Als ein toter Wal an die Seeküste Dorsets angespült wird, ist Christabel sehr darüber verärgert, dass das angespülte Strandgut offiziell dem König gehört, obwohl sie den Wal als erste entdeckt hat. Aus den Knochen dieses Wals entsteht mit Hilfe eines Künstlers und Christabels Regie ein Freilufttheater, in dem mehrere Jahre hintereinander all die Geschichten, die die Kinder gelesen haben, sehr erfolgreich aufgeführt werden. Irgendwann steht der zweite Weltkrieg vor der Tür und jedes der Kinder, die mittlerweile erwachsen sind, muss seinen Beitrag leisten und seine Opfer bringen. Wir begleiten Christabel, Florence und Digby durch den Krieg. Das Leben wird sehr ernst und wir müssen uns auch im Laufe des Romans von einigen Charakteren verabschieden. Es ist eine großartige, historische und emotionale Familiensaga, die die Liebe zum Lesen, Theater und der Kunst in sich vereint. Es ist traurig, sogar für die damalige Zeit, in der man für die Kinder Kindermädchen hatte, wie sehr die Kinder des Romans vernachlässigt und sich selbst überlassen werden. Ich fand dieses Buch sehr bewegend und unterhaltsam. Die Hauptcharaktere sind mir alle ans Herz gewachsen. Ich konnte ein Stück des Weges mit jedem von ihnen gehen und die Dinge aus dem jeweiligen Blickwinkel betrachten. Ich bedanke mich herzlich bei Bloggerportal und Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar. Eure EGo
  • Von: Verena

    Ein bisschen wurde ich an einen meiner absoluten Lieblingsromane, „Life After Life“ von Kate Atkinson, erinnert; ein bisschen fühlte es sich an wie bei Downton Abbey. Aber abgesehen von epochalen Überschneidungen und natürlich der Location, einem großen Herrenhaus in England, ist „Das Theater am Strand“ eine ganz eigene Geschichte. Ein ziemlicher Koloss, für einen Debutroman. Dafür, dass es ein Erstlingswerk ist, ist es gelungen, wenn mir auch eine gewisse Wendung in der zweiten Hälfte des Romans nicht gefallen hat. Die Geschichte entwickelt von Anfang an eine Sog-Wirkung und ich habe es tatsächlich alles an 2 Tagen gelesen. Die Abenteuer und Geschichten, die die Kinder zu Beginn erleben, sind sehr unterhaltsam; vor allem aber fühlte ich mit den Kindern, die sich irgendwie selbst überlassen wurden von den Eltern/Stiefeltern. Als sie aufwachsen und die Zeitsprünge großer werden, ist klar, wann die Geschichte wieder detailliert einsetzen wird: während des Zweiten Weltkriegs sind Cristabel, Florence und Digby junge Erwachsene und leben plötzlich in einer veränderten Welt. Die Welt und ihre neue, brutale Realität ist nun die Bühne – nicht mehr das Theater aus Walknochen am heimischen Strand in Dorset. Ich fand, dass sich Joanna Quinns schriftstellerisches Talent vor allem in den Kapiteln zeigte, die sich Florence widmete. Das schüchterne, von der Mutter verachtete Mädchen ist plötzlich verantwortlich für das gesamte Anwesen und alle Menschen, die dort leben und arbeiten. Und dann kommen auch noch die Kriegsgefangenen, die Feinde aus Deutschland. Es ist zwar etwas klischeebehaftet, aber mit Florences Vorgeschichte und der Art, wie ihr Erwachsenwerden und auch ganz zart die erste Liebe erzählt werden, war das der Teil des Romans, den ich am authentischsten fand. Weniger, als sich die Erzählung wieder mehr Crista und Digby widmete – ohne viel zu spoilern, aber der Werdegang der beiden war ein bisschen drüber. Klar, die Assoziation zwischen der Passion fürs Theater, das die beiden seit Kindheitstagen hatten und der Tätigkeit, der sie beide im Krieg nachgehen, ist logisch, aber es war einfach zu viel und gleichzeitig zu flach. Und trotz der Sogwirkung der Geschichte konnte ich dann nicht mehr richtig mitfühlen.
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