Denn Familie sind wir trotzdem von Heike Duken

Heike Duken Denn Familie sind wir trotzdem

Eine Geschichte von Müttern und Töchtern, Schuld und Vergebung und der Frage, wie wir zu den Menschen werden, die wir sind.

Mit gerade einmal 19 Jahren reist die junge Deutsche Ina Fux nach Israel. Ihre Arbeit in einem Kibbuz soll Wiedergutmachung ermöglichen, hofft sie. Doch bald muss sie auf schmerzliche Weise verstehen, wie vermessen dieser Wunsch ist: Als sie schwanger wird, kann die Familie ihres jüdischen Geliebten eine Deutsche in ihrer Mitte nicht akzeptieren. Ina kehrt in die Heimat zurück, entschlossen, ihre Tochter allein großzuziehen.
Jahre später beginnt Inas Tochter Floriane, von allen Floh genannt, zu recherchieren, wie es der Familie ihres Vaters zur Zeit der Shoa erging. Ihr Großvater Paul, für den die Verbrechen der Nazis Teil seiner eigenen Geschichte sind, begibt sich dafür mit ihr auf eine bewegende Reise. Zusammen stellen sich Enkelin und Opa den Schatten der Vergangenheit – und finden heraus, was es bedeutet, auch in dunkelsten Zeiten eine Familie zu sein.

Inspiriert von der wahren Familiengeschichte von Heike Duken.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Buchwoerter

    • DENN FAMILIE SIND WIR TROTZDEM • Die Autorin Heike Duken arbeitet in diesem Roman einen Teil ihrer Familiengeschichte auf und vermischt diese mit fiktiven Begebenheiten. Habt ihr euch schon mal mit der Frage auseinander gesetzt, welche Rolle/ Positionen eure Vorfahren während der NS-Zeit eingenommen haben? Einiges möchte man mit Sicherheit nicht über die eigene Familiengeschichte wissen, dennoch hat Duken in ihrer Familie herum geforscht, was sie zu diesem Roman inspiriert hat. Im Zentrum steht die Geschichte der Familie Fux: sie beginnt mit zwei Brüdern im Jahr 1925, die bereits als kleine Jungen von der NS-Doktrin maßgeblich beeinflusst werden. Ebenso geht es um Ina Fux und ihre Tochter, die versuchen die Vergangenheit ihrer Eltern, Großeltern aufzuarbeiten bzw. zu verstehen. Das Thema und vor allem die Frage nach der eigenen familiären NS-Geschichte fand ich sehr spannend, sodass ich mich sehr auf den Roman gefreut habe. Da mich der Roman der Autorin “Wenn dir das Leben eine Schildkröte schenkt” bereits emotional und sprachlich so begeistern konnten, waren meine Erwartungen dementsprechend hoch. Die Erzählungen rund um das Geschwisterpaar Gerd und Paul fand ich sehr spannend, da eindrucksvoll von ihrer Kindheit zwischen Ideologie, Gehorsam und Angst berichtet wurde. Dennoch fehlte es mir hier an Tiefe: ich hätte mir mehr Situationen gewünscht, mehr Informationen über die Arbeit des Onkels und vor allem eine größere Auseinandersetzung mit der eigenen Schuld. Ina und Floh lagen mir als Charaktere leider nicht. Auch hier gab es zu viele Leerstellen für mich, die man hätte gut füllen können. Die Konfrontation mit der eigenen Familiengeschichte ist mir zu kurz geraten. Dieser spannende Plot hätte definitiv mehr Seiten und Kapitel benötigt. Die Idee mit Flohs Tagebuch fand ich gut gewählt, jedoch ließ dies nicht wirklich immer ein Blick in ihr Inneres werfen bzw. war es mir teilweise zu lang. 📖 “Denn Familie sind wir trotzdem” ist eine Familiengeschichte, die sich biographisch und fiktiv mit der NS-Vergangenheit der Familie Heike Duken auseinandersetzt. Die Handlung hat viel Potential, welches leider zu kurz gekommen ist. [3/5]
  • Von: Buchstaplerei

    Ein sehr berührender Roman über die Schatten der Vergangenheit und deren Traumata, die über Generationen hinweg Familien beeinflussen können. Wie werden wir zu den Menschen, die wir sind? Welche Rolle spielen dabei unsere Vorfahren? 👩‍👧 Die Autorin Heike Duken ist selbst Psychotherapeutin und erzählt episodenhaft und leicht verfremdet die Geschichte ihrer eigenen Familie, in dem sie Familienmitglieder zu unterschiedlichen Zeiten aus unterschiedlichen Perspektiven zu Wort kommen lässt: Großvater PAUL, der mit seinem Bruder Gerd bei seinem sadistischen Onkel Johann aufwächst und im 2. Weltkrieg eine weit reichende Entscheidung treffen muss. Seine Tochter INA, die ihren eigenen Weg in Israel sucht, sich dort verliebt, schwanger wird und beschließt, ihre Tochter Floriane in Deutschland allein großzuziehen. FLORIANE, erwachsen und selbst bald Mutter, möchte nicht die gleichen Fehler und Erfahrungen wie ihre Vorfahren machen und bringt so ihren Opa Paul nach Jahrzehnten des Schweigens dazu, seine Geschichte zu erzählen und seine Traumata auszusprechen... 👩‍👧 Der Roman umfasst hundert Jahre deutscher Geschichte und zeigt wie wichtig Kommunikation in der Familie ist und welche Auswirkungen belastende Geheimnisse auf die nachfolgenden Generationen haben können. Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht und viele Fragen bezüglich der eigenen Vorfahren aufwirft! Sehr bereichernd dazu ist auch das Interview mit Heike Duken im Anschluss des Romans! Große Leseempfehlung!!! 👩‍👧 Vielen Dank an das @bloggerportal und dem @blanvalet.verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! 👩‍👧
  • Von: Biggi Schuhwerk

    Dieses Mal ist meine Bewertung sehr kurz. Lesen lesen unbedingt lesen !!!! Dieses Buch ist einfach nur wundervoll. Eine auf wahren Begebenheiten basierende Familiengeschichte, die ans Herz geht.
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