Der Himmel, unter dem wir Kinder waren von Marion Lagoda

Marion Lagoda Der Himmel, unter dem wir Kinder waren

»Ich weiß nur, dass wir eine Hoffnung hatten. Wir glaubten an die Zukunft, an eine bessere Zukunft, eine gerechtere Welt. Wir hatten ein Warum zum Leben.«

Sanft geschwungene Hügel bis zum Horizont und immer wieder der weite Himmel: Behütet und geborgen wächst Clara in den 1930er Jahren in einer kleinen Hofschaft im Bergischen Land auf. Ihr Vater ist Redakteur bei einer kommunistischen Tageszeitung, ihre Mutter arbeitet für einen jüdischen Buchhändler. Auch wenn die Familie einen freigeistigen, kulturell interessierten Lebenswandel pflegt, so ist das Mädchen trotzdem integriert in die Dorfgemeinschaft. Mit der Machtergreifung Hitlers ändert sich Claras idyllische Kindheit jedoch schlagartig. Der Vater wird inhaftiert, die Mutter verliert ihre Anstellung und hat Mühe, ihre Tochter und sich über Wasser zu halten, während sie unermüdlich für die Freilassung ihres Mannes kämpft. Bald bemerkt Clara auch, dass sich ihre Nachbarn und Freunde ihr gegenüber anders verhalten. Mehr und mehr fühlt sie sich ausgeschlossen und zerrissen. Einzig ihr Patenonkel Artur erscheint Clara wie ein Fixstern am Himmel – auch wenn er als Mitglied der KPD bald fliehen muss.

Mit feinfühliger Beobachtungsgabe und inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt Marion Lagoda von einer Kindheit auf dem Land, einer Kindheit unter Hitler, einer Kindheit, in der Heimat und Widerstand untrennbar miteinander verbunden sind.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Ingeborg Rosen

    Es beginnt idyllisch: die Beschreibung sanft geschwungener Hügel, nette Menschen unter dem weiten Himmel des Bergischen Landes. Eine kleine Familie, untypisch, freigeistig, aber glücklich und gut integriert in die dörfliche Gemeinschaft. Vater Kurt, aktiver Kommunist, Redakteur bei einer Tageszeitung, Mutter Elisabeth arbeitet in einer jüdischen Buchhandlung, Tochter Clara und dazu, beider Freund und Claras Patenonkel, Arthur. Mit der Machtergreifung Hitlers ändert sich wirklich alles. Dieser historische Einschnitt hat eine ganze Generation geprägt, und es gibt wirklich viele Romane, die diese schreckliche Zeit beschreiben. Aber was den Roman von Marion Lagoda von anderen unterscheidet ist - neben der Inspiration durch ihre eigene Familiengeschichte - die unglaublich detailreiche und feinfühlige - aber nie “gefühlsduselige” Beobachtungsgabe, mit der sie die Kindheit auf dem Land, wo Heimat und Widerstand untrennbar miteinander verbunden sind, be-greifbar macht. Wie bei einer Bergischen Kaffeetafel eben, wo alle versammelt sind und wo von Allem, egal ob mild oder kräftig alles aufgetischt wird…