Der Tod der Jane Lawrence von Caitlin Starling

Caitlin Starling Der Tod der Jane Lawrence

Er hütet Geheimnisse – sie seziert sie: Ein moderner Schauerroman mit Medizinsetting und übernatürlichem Twist.

London, Nachkriegszeit: Jane hat ein besonderes Faible für Mathematik. Deshalb rechnet sie sich aus, dass ihre Chancen auf persönliche Unabhängigkeit steigen, wenn sie selbst einen Heiratskandidaten bestimmt. Ihre Wahl fällt auf den in sich gekehrten und an Jane wenig interessierten Doktor Augustin Lawrence. Als dieser in die Ehe einwilligt, ihr aber verbietet, auch nur einen Fuß in sein Anwesen außerhalb der Stadt zu setzen – in dem er jede Nacht verbringt –, wird Jane klar, dass das Erlernen des blutigen Arzthandwerks nichts ist im Vergleich zu dem, was des Nachts auf Lindridge Hall vor sich geht …

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Alex_die_Leseratte

    Die junge Jane lebt in England zur Nachkriegszeit und ist eine freie und unabhängige Dame. Allerdings ist sie im besten Heiratsalter und Ehelosigkeit bei Frauen schickt sich nicht zu dieser Zeit. Mit ihrer Leidenschaft zur Mathematik rechnet sie sich ihre Chancen auf dem Heiratsmarkt aus. Sie will ihre Unabhängigkeit einfach nicht aufgeben und so sucht sie den passenden Mann. Und dieser scheint der sehr introvertierte Doktor Augustin Lawrence. Als dieser einwilligt hat er nur eine Bedingung. Janes zukünftiges Zuhause bleibt die Praxis des Arztes. Sie darf niemals den nahegelegenen Landsitz von Augustin betreten. Schnell ist klar das der Doktor auf dem Landsitz Geheimnisse hat und er sich jede Nacht zu diesem begibt. Jane scheint es egal, solange sie ihre Wege gehen kann. Der Umstände halber kommt es jedoch dazu, dass Jane eine Nacht auf dem Landsitz verbringen muss und diese Nacht verändert ihr ganzes Leben... Ich liebe das gewählte Setting im viktorianischen England und man spürt das okkulte und geheimnisvolle an jeder Ecke in diesem Buch. Es wird eine tolle und düstere Atmosphäre aufgebaut und die Hauptprotagonistin Jane ist mir sehr sympathisch und authentisch. Die ersten 2/3 des Buches sind super spannend, düster und packend. Doch dann wird es immer wirrer und absolut undurchschaubar, so das ich oft den Faden verloren habe und selbst nach wiederholtem Lesen mit Fragezeichen zurück gelassen wurde. Auch das Ende war für mich total wirr und ich weiß nicht, ob es nun ein Ende war oder nicht! Ich bin vom letzten Drittel mega enttäuscht und kann daher eigentlich auch keine Leseempfehlung geben! Von mir leider auch nur die Hälfte der Sterne für die ersten 2/3 vom Buch, also 2,5/⭐⭐⭐⭐⭐!!!
  • Von: Barbaras Bücherbox

    »Ein Leben war mehr wert als eine Summe auf einem Stück Papier, und gleichzeitig war es eben doch nicht mehr wert als das.« Jane Shoringfield ist Mitte zwanzig, lebt im London der Nachkriegszeit, hegt eine Liebe für die Mathematik und ist etwas, was zur damaligen Zeit häufig für Frauen zu einem Problem wurde: unverheiratet. Um einem Umzug und ihrer düsteren Vergangenheit zu entgehen, plant Jane eine Hochzeit – eine Liste der vielversprechendsten Kandidaten hat sie bereits aufgestellt. Männern, die für ihren Beruf leben und, beruhend auf ihrer Teilnahme an gesellschaftlichen Ereignissen (bzw. das Fehlen eben jener), romantische Interessen nicht an vordere Front stellen. Dass bereits der erste und vielversprechendste Kandidat dann ihrem Ehevorschlag (wobei Ehe hier mehr ein arbeitsähnliches Verhältnis sein sollte) zustimmt, überrascht sie dann doch. So heiraten der Arzt Augustin Lawrence und Jane Shoringfield wenige Zeit nach ihrem Kennenlernen – jedoch unter der Bedingung, dass Jane niemals das Familienanwesen der Lawrences – Lindrige Hall – betritt, während Augustin selbst jede Nacht dort verbringen muss. Doch ein Missgeschick führt dazu, dass Jane Lindrige Hall nicht nur betritt, sondern es für längere Zeit nicht mehr verlässt. Und es dauert nicht lange, da erfährt Jane, weshalb ihr Ehegatte sie von seinem Familiensitz fernhalten wollte … »Der Tod der Jane Lawrence« ist – in vielerlei Hinsicht – ein klassischer Schauerroman. Besonders »Rebecca« sowie »Spuk im Hill House« kamen mir häufig in den Sinn, denn beide Klassiker spielen in einem herrschaftlichen Herrenhaus, in dem – aus dem ein oder anderen Grund – ein gewisser Spuk umgeht, dem sich die Protagonistin stellen muss. Jane Lawrence ist eine rationale Frau, der bewusst ist, dass eine Ehe aus Liebe für sie nicht in Frage kommt. Umso überraschter ist sie, dass zwischen ihr und Augustin – trotz anfänglicher Geschäftsmäßigkeit – eine zarte Zuneigung erwächst. Er schätzt ihre Standfestigkeit und ihr Talent, sich schnell und umsichtig den äußeren Umständen anzupassen, sie bewundert sein ärztliches Talent und seine Aufopferung für seine Patienten. Ich muss zugeben – ich habe mich beinah mit den beiden ineinander verliebt, besonders Jane ist eine Frau, die ich ab der ersten Seite richtiggehend bewundert habe. Über die erste Hälfte hinweg baut die Geschichte einen enormen Spannungsbogen auf. Wir begleiten Jane durch die ersten Tage ihrer Ehe und den – teilweise unheimlichen - Aufenthalt in Lindrige Hall, während wir immer skeptischer gegenüber Augustin und seiner Vergangenheit werden. Geister scheinen in den alten Gemäuern umzugehen und Augustins Geisteszustand sich zu verschlechtern. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen und die ersten dreihundert Seiten habe ich verschlungen, um zu erfahren, was in Lindrige Hall umgeht. Und – hier kann ich viele Leser verstehen – was dort umgeht, wird nicht jedem gefallen. Denn Caitlin Starling wandert in der zweiten Hälfte tief in einen lovecraftschen Dschungel, der für einen Leser teilweise schwer zu greifen ist. Die Geschichte wird „verrückter“ und abstrakter – und das muss man mögen. (Wir regelmäßigen Horrorleser kennen das aber, oder?) Und auch, wenn ich die erste Hälfte der Geschichte besser fand (solange man nicht weiß, was um einen passiert, ist man nun einmal noch um einiges gespannter), habe ich das Buch insgesamt geliebt, was mitunter auch an dem wirklich großartigen Schreibstil lag, der sich nicht nur wunderbar lesen lässt, sondern einen schnurstracks ins London zu Beginn des 20. Jahrhunderts katapultiert. Absoluter Lesetipp, wenn auch nicht für jeden, aber für alle, die Schauerromane lieben und auch gerne zu dem ein oder anderen Klassiker greifen.
  • Von: crescentia_books

    Für mich fing das Buch ziemlich gut an. Generell bin ich ein Fan von Schauergeschichten und von Geschichten, bei denen man merkt dass etwas komisches vor sich geht und man zusammen mit den Protagonisten dahinter kommt. Für mich hatte das Buch in der Mitte zu viele Längen und innere Monologe, die sich immer wiederholt haben für mein Gefühl. Was das Ende angeht war ich enttäuscht, weil es für mich nicht wirklich Sinn gemacht hat mit dem Verlauf der Story. Ich war insgesamt zwar ein Fan von der Protagonistin Jane, aber ich habe ihre Zuneigung zu Augustin nicht ganz verstanden, was für mich die Geschichte leider etwas befremdlich gemacht hat. Abseits von den negativen Punkten hat mir die Atmosphäre und das Setting der Geschichte gut gefallen. Eine Leseempfehlung kann ich für das Buch jedoch nicht unbedingt aussprechen, da es mich eine Weile gebraucht hat durch zu kommen.
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