Die geheimnisvollen Briefe der Margaret Small von Neil Alexander

Neil Alexander Die geheimnisvollen Briefe der Margaret Small

Manchmal reicht ein einziger Brief, um dein Leben zu ändern ...

Margaret ist 75 und zufrieden, sie erfreut sich an den kleinen Dingen des Lebens. Umso mehr, da ihr routinierter, aber selbstbestimmter Alltag für sie die große Freiheit bedeutet, denn fast ihr ganzes Leben verbrachte sie in einer Klinik für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Als eines Tages geheimnisvolle Briefe ohne Absender bei ihr ankommen, bringt sie das völlig durcheinander. Margaret vertraut sich Wayne an, ein jüngerer Mann, der sich um sie kümmert und ihr im Alltag hilft. Zusammen mit Wayne kommt Margaret nicht nur dem Ursprung der Briefe auf die Spur, sondern sie geht auch endlich die ersten Schritte, um mit ihrer Vergangenheit Frieden zu schließen ...

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Barbara

    Auch auf dieses Buch bin ich beim Stöbern aufmerksam geworden. Wie so oft beim Stöbern in der Verlagsvorschau des blanvalet Verlags. Sobald da irgend etwas steht von geheimnisvollen Briefen und im Klappentext dann noch eine weitere Zeitebene angedeutet wird, in der die Geschichte eingebettet sein wird, hat es mich und ich will es wissen, will es lesen. Möchte sofort in die Geschichte eintauchen. Die 75jährige Margaret ist zufrieden und lebt, unterstützt durch den Betreuer Wayne in einem kleinen Apartment. Sie führt ein einfaches Leben, für das sie dankbar ist. Fast ihr ganzes Leben verbrachte Margaret allerdings in einer Klinik für Menschen mit Lernschwierigkeiten, das sie geprägt hat und an welches sie sich nicht gerne zurück erinnert. Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen, da ich sonst zu viel verraten würde. Eines Tage erhält Margaret einen Brief mit einer kurzen Nachricht und Geld. Der Brief hat aber keinen Absender. Zusammen mit Wayne macht sie sich auf die Suche nach der Person, die ihr mit der Zeit immer wieder schreibt. Diese Suche bedeutet aber auch, dass sich Margaret nun doch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss. Die Geschichte wird aus Margaret Sicht auf zwei Zeitebenen erzählt. Da Margaret in der Klinik St. Marys nur mäßig gefördert wurde (kochen gelernt haben bedeutet hier, sich Suppe aufwärmen zu können), musste ich mich an der Sprachstil/ den Erzählstil gewöhnen. Margaret ist eine einfach strukturierte Frau, die Dinge so benennt, wie sie diese erlebt. Sie erzählt in schlichten Worten über ihren Alltag, ihre Erlebnisse. Nachdem ich mich in diesem Stil zurecht gefunden hatte, hat ich Margarets Geschichte gerade deshalb sehr berührt. Zwar habe ich eine ganz andere Geschichte erwartet, aber da Neil Alexander selbst viele Jahre mit Menschen mit Lernbehinderungen arbeitete, hat sein Roman aufgeräumt mit den romantisierten Romanen über Frauen aus Heimen und Kliniken, die dann jedoch stark und ohne mit gesellschaftlichen Problemen konfrontiert zu sein, einen spannenden Krimi aus ihrem Leben machen. Es ist ein wirklich lesenwerter Roman, der mich oft sehr traurig gemacht hat, ob der Ereignisse, die Margaret passiert sind. Der Roman wurde ins Deutsche übersetzt von Susann Rehlein.
  • Von: KathaFlauschi

    Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich mag solche Bücher bei denen es um Briefe geht, die ihre eigene Geschichte erzählen. So war ich neugierig was mich in diesem Buch erwartet. Dabei gibt es in diesem Buch zwei Zeitunterschiede. Man ist einmal in der Vergangenheit im Jahr 1947 und einmal in der Gegenwart, in der die Story spielt, im Jahr 2015. Wir lernen die außergewöhnliche Margaret Small. Sie ist 75 Jahre alt, kann weder lesen noch schreiben. Damals lebte sie in einer Anstalt für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Heute hat sie einen treuen Begleiter an ihrer Seite und lebt trotz allem eher zurückgezogen. Plötzlich erhält sie Briefe von einem unbekannten. Da sie nicht lesen kann, bringt sie andere dazu ihr diese vorzulesen. Allerdings gehen die Briefe nicht ganz ohne an ihr Vorbei. Diese wühlen sie auf und bringt sie zurück in ihre Kindheit. So fängt sie an ihre Geschichte zu erzählen, welches niemand kennt. Die Protagonistin Margaret Small war wirklich ein besonderer Charakter. Dadurch das sie weder schreiben, noch lesen oder rechnen kann, geht sie eher unbeholfen durchs Leben. Sie kommt aber damit klar, da ihr Wayne zur Seite steht. Auch lebt sie im hier und jetzt und blickt nicht zurück in ihre Vergangenheit, die nicht gerade leicht war. Das machte sie zu einer toughen Dame. Sie hat abgeschlossen und nimmt ihre Zukunft so wie sie ist. Zwar wühlen sie die Briefe auf und dennoch kann sie doch zufrieden zurückblicken und ist ihrer Vergangenheit definitiv nicht böse. Das machte sie so authentisch und hat sie zur einer herzerwärmenden Charakter gemacht. Der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen. Die Story ist leicht gehalten und manchmal steht man vor einem großen Fragezeichen. Aber alles wird nach und nach aufgeklärt und am Ende ergibt sogar alles einen Sinn. Manchmal kommt es aber auch dazu das es langatmig wird und eintönig. Das geht aber schnell mit dem nächsten Kapitel weg. Die Story liest man aus Margaret's Sicht aus der Vergangenheit und aus der Gegenwart. Emotionen von damals kommen dabei deutlicher durch als die in der Gegenwart. Man bekommt hautnah mit was Margaret damals erleben musste, da es auch gleichzeitig so bildgewaltig beschrieben wurde. An sich war es eine stimmige Geschichte, ohne viel Drama oder Spannung und konnte mich wirklich positiv überraschen. Das Buch ist eine Leseempfehlung wert.
  • Von: mareike-liest

    Margaret bekommt auf einmal Briefe geschickt, von wem weiß sie nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass sie sie nicht lesen kann. Margaret hat den Großteil ihres Lebens in einem Heim für Lernbehinderte zugebracht. Leider wurde sie, wie es damals üblich war, nicht gefördert. Diese Heime waren Verwahranstalten für Menschen mit Beeinträchtigungen oder für die, die einfach keinen Platz im Leben hatten. Körperliche Übergriffe und Demütigungen waren an der Tagesordnung Die Beschreibung der damaligen Zeit ist traurig und bedrückend. Umso schöner ist es, dass margaret mit Betreuung nun alleine leben kann. Ihrem Betreuer Wayne vertraut sie sich schlussendlich auch an und er hilft ihr nach dem Ursprung der Briefe zu suchen. Langatmig und manchmal zu übertrieben für meinen Geschmack.
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