Die Zeit, die vor uns liegt von Maria Barbal

Maria Barbal Die Zeit, die vor uns liegt

Die große Erzählerin und Weltbestsellerautorin von »Wie ein Stein im Geröll« schreibt in ihrem preisgekrönten neuen Roman über verspätetes Glück und die Schönheit des Augenblicks – facettenreich und bildgewaltig.

Elena und Armand begegnen sich bei einem Yogakurs in Barcelona. Sie kennen sich kaum und sind doch bald einander größter Halt. Zusammen verschwindet auf einmal die Distanz, die sie zwischen sich und der Welt empfinden. Zusammen fühlen sie sich schwerelos. Und trotzdem dauert es nicht lang, bis die lauten und leisen Katastrophen der vergangenen Jahrzehnte in ihre Beziehung einbrechen. Die Zweifel und Widerstände. Da ist der Ehemann, über den Elena schweigt. Der Sohn, von dem sich Armand entfremdet hat. Werden Elena und Armand sich die Freiheit nehmen, das Glück in seiner ganzen Fülle auszukosten?

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Buechermadl

    Klappentext Elena und Armand begegnen sich bei einem Yogakurs in Barcelona. Sie kennen sich kaum und sind doch bald einander größter Halt. Zusammen verschwindet auf einmal die Distanz, die sie zwischen sich und der Welt empfinden. Zusammen fühlen sie sich schwerelos. Und trotzdem dauert es nicht lang, bis die lauten und leisen Katastrophen der vergangenen Jahrzehnte in ihren Beziehung einbrechen. Die Zweifel und Widerstände. Da ist der Ehemann, über den Elena schweigt. Der Sohn, von dem sich Armand entfremdet hat. Werden Elena und Armand sich die Freiheit nehmen, das Glück in seiner ganzen Fülle auszukosten? Cover Das Cover ist schlicht und ansprechend, mir ist es sofort aufgefallen. Schreibstil Der Schreibstil ist angenehm und leicht. Man kann sich ganz entspannt in den Roman sinken lassen. Inhalt/Rezension Elena und Armand lernen sich bei einem Yogakurs kennen und fühlen sich direkt zueinander hingezogen. Beide haben schon viel in ihrem Leben erlebt und gehen ganz offen damit um. Man liest aus zwei Blickwinkeln, das hat mich noch mehr in die Geschichte eintauchen lassen. Elena lebt in einer Beziehung, die vielleicht etwas zur Gewohnheit geworden ist, in der man sich auseinander gelebt hat und in der auch sehr viele Verletzungen passiert sind. Ich habe viel darüber nachgedacht, was es bedeutet eine Partnerschaft zu führen und warum man noch so lange an ihr festhält. Armands Familie hat vor langer Zeit einen Schicksalsschlag erlitten, der alles veränderte. Erst Jahrzehnte später ist er bereit mit seinem Sohn darüber zu reden. Mir hat das deutlich gemacht, wie wichtig es ist, für den anderen, aber auch für einen selbst, Dinge zu klären. Fazit Ein wirklich schönes Buch, das noch lange in mir nachhallen wird. Es hat mich sehr berührt und auch die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Zum Buch Verlag: Diana Preis: 22 Euro Buchlänge: 192 Seiten Autorin: Maria Barbal Übersetzerin: Heike Nottebaum
  • Von: ina_introvert

    Vollkommen unbefangen bin ich an die Lektüre dieses Buchs gegangen. Ich habe es gesehen und einfach gedacht, dass es mir gefallen könnte. Und so war es dann auch.😊 Von der Autorin habe ich ehrlicherweise vorher nichts gewusst, obwohl sie als eine der einflussreichsten und erfolgreichsten Stimmen der katalanischen Literaturszene gilt.😯 Ob ihr ihr aufgrund des Buchs diesen Hut aufsetzen würde? Nicht unbedingt🤷🏼‍♀️ Aber den hat sie auch wegen „Wie ein Stein im Geröll“ auf, darüber kann ich nichts sagen. Die Geschichte um Elena und Armand ist sehr kurzweilig, hat aber dennoch die Fähigkeit, den von Menschen durchs Leben getragenen Ballast gut darzustellen. Dabei geht es vor allem um den Beziehungsballast. Armand hat einen Sohn, von dem er sich entfernt hat - jahrelang haben sie keine ordentliche Unterhaltung geführt, wo es um das Wesentliche ging. Und Elena hat einen Ehemann, den sie verschweigt. Gemeinsam fühlen sie sich gut, leicht. Aber nicht beide scheinen das verspätete Glück als solches wahrzunehmen. Ich mochte die Art des Erzählens gern. Recht rasant geht die Autorin zur Sache. Die Figuren haben wenig Platz, sich auszubreiten und vorzustellen - aber das reicht total aus. Es liest sich wie ein Zoom-In, bei dem immer alles offen zu bleiben scheint. Dabei schrammt die Geschichte immer ein Stück an der Oberflächlichkeit entlang, da die Figuren beim Lesen fremd bleiben. Die Autorin hat sogar ein Nachwort erfasst, in dem sie den Leser ermutigt, mit Hoffnung auf das eigene Leben zu blicken.
  • Von: Katrin

    Elena und Armand sind beide schon im Rentenalter, er ist Witwer, sie eine ehemalige Lehrerin, die in einer lieblosen Ehe feststeckt. Sie lernen sich bei einem Yogakurs im örtlichen Gemeindezentrum kennen: „Als ich zum ersten Mal den Übungsraum betrat, stellte ich fest, dass ich unter einem guten Dutzend Frauen der einzige Mann war.“ Armand ist anfangs nicht so begeistert von der Situation, doch Elena fällt ihm schnell auf und schon bald unterhält er sich zum ersten Mal mit ihr, sie nähern sich langsam an und freuen sich auf die wöchentliche Yogastunde. Doch die Möglichkeit einer neuen Beziehung setzt nicht nur Endorphine frei, sondern sorgt auch dafür, dass die Fehler der Vergangenheit wieder präsenter werden. Und geht das überhaupt, noch mal von vorn anfangen? Maria Barbar hat einen ruhigen Roman geschrieben, der die Geschichte abwechselnd aus beider Perspektive erzählt. Schnell wird deutlich, dass beide erst mit der Vergangenheit aufräumen müssen, bevor sie bereit für etwas Neues sind. Der Erzählfluss ist gemächlich und von einer stillen Hoffnung durchdrungen, die Autorin hat ganz offensichtlich viel für ihre beiden Protagonist*innen übrig, ohne jemals in den Kitsch abzudriften. Dafür ist die Sprache zu klar und schnörkellos, manchmal wirkt der Roman fast dokumentarisch. Das Buch ist vermutlich nichts für Menschen, die einen klaren Spannungsbogen brauchen, aber wer sich auf die ruhige Erzählweise einlässt, wird mit einer sehr schönen Geschichte belohnt, die die Möglichkeit einer Liebe im Alter beleuchtet und dafür plädiert, sich den eigenen Fehlern zu stellen.