Eine kurze Begegnung von Emily Itami

Emily Itami Eine kurze Begegnung

Mizuki hat alles, das perfekte Leben: Zwei gelungene und geliebte Kinder, einen erfolgreichen Ehemann, ein schönes Apartment in Tokio. Ihre Karriereträume hat sie aufgegeben, um das Leben einer guten Hausfrau und Mutter zu führen. Was darin nicht vorgesehen war: Der Ehemann ignoriert sie, die Kinder gleichen manchmal kleinen Psychopathen und die größtmögliche Freiheit ist ein Abend mit Freundinnen. Erst in der Begegnung mit einem inspirierenden, charmanten jungen Mann entdeckt sie gleichberechtigte Freundschaft, ihre Freiheit und ihre Stimme wieder. Mizuki hat nur ein Leben und muss sich doch zwischen zwei entscheiden – zwischen familiärer Verantwortung und den eigenen Bedürfnissen.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: LinesLieblingsbuecher

    Vielen Dank an das @team.bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches Autorin: Emily Itami Verlag: Blessing Erschienen am: 11.10.2023 Zum Inhalt: Mizukis Leben scheint perfekt. Sie hat einen erfolgreichen Mann, zwei Kinder und lebt in einem schönen Apartment in Tokio. Sie widmet sich ganz ihrer Familie und hat ihre eigenen Träume für ihre Kinder hintenan gestellt. Doch leider fühlt sich ihr Alltag immer weniger wie ein schöner Traum an. Ihr Ehemann beachtet sie kaum und ist ständig in seiner Arbeit versunken. Als Mizuki eines Tages den jungen Kiyoshi kennenlernt, schenkt dieser ihr die ersehnte Aufmerksamkeit. Je mehr Zeit sie mit Kiyoshi verbringt, desto mehr hinterfragt sie ihren gewählten Lebensweg. Wird Mizuki einen Neuanfang wagen? Oder braucht sie zum glücklich sein gar keinen neuen Anfang? Fazit: Ein kurzer jedoch intensiver Roman über eine Frau, die sich selbst ein bisschen verloren hat und ihr Leben genauer in den Blickpunkt nimmt. Ihre Ehe ist nicht mehr das, was sie mal war. Ihr Ehemann beachtet sie kaum noch und die Reduzierung auf die Mutterrolle macht Mizuki unglücklich. Die Rolle als Mutter, aber auch ihre Kultur lässt wenig Raum für die Verwirklichung ihrer Träume. Mit Kiyoshi kann sie dem Alltag immer wieder entfliehen, doch reicht das auf Dauer? Mir hat die Begegnung mit Mizuki wirklich gut gefallen. Sie war für mich sehr authentisch und auch wenn ich nicht alle ihre Entscheidungen richtig fand, hat die Autorin mir glaubhaft erzählen können, wie es zu den jeweiligen Entwicklungen gekommen ist. Tokio als Schauplatz hat dem Ganzen noch das gewisse Etwas verliehen, da auch kulturelle Aspekte eingeflochten wurden. Eine kurze Begegnung mit intensiven Momenten und einem besonderen Erzählton. Der Roman (und an dieser Stelle sei auch das kunstvolle Cover erwähnt) hat mir wirklich gut gefallen!
  • Von: annikaliest

    „Elternschaft ist brutal - es gibt keine andere Aktivität auf der Welt, für die man zwei Jahre lang viermal pro Nacht aufstehen muss, um am Ende gerade mal im Rennen um Mittelmäßigkeit zu sein.“ (S. 62) Mizuki lebt mit Ehemann und zwei Kindern in einem schicken Appartement in Tokio und hat oberflächlich betrachtet alles, was sie zu einem glücklichen Leben braucht. Dass sie jedoch für dieses Leben ihre eigene Karriere aufgegeben hat, ihr Ehemann eher mit seinem Job als mit ihr verheiratet zu sein scheint und auch ihre Kinder nicht ausschließlich Quell der Freude sind, steht auf einem anderen Blatt. Eines Tages begegnet sie dann Kiyoshi, der ihr zuhört, sich für das, was sie ist und zu sagen hat, interessiert… und muss sich mehr und mehr fragen, was sie eigentlich vom Leben erwartet. Wieviel Selbstbestimmung will und kann sie haben? Was ist in der japanischen Gesellschaft überhaupt realistisch (insbesondere im Vergleich zur amerikanischen, die sie auch kennengelernt hat)? Thematisch ist „Eine kurze Begegnung“ toll und greift wichtige Aspekte des Mutter- und Frau-Seins auf, über die ansonsten wenig gesprochen wird. Insbesondere über die Erwartungshaltung gegenüber Frauen und Müttern, die in der japanischen Gesellschaft offensichtlich noch deutlich höher zu sein scheint als in unserer, erfährt man einiges. Ebenso habe ich viel über generelle gesellschaftliche Erwartungen und Konventionen in Japan gelernt, beispielsweise auf wie viele unterschiedliche Arten Japaner*innen ‚nein‘ sagen können ohne es tatsächlich zu sagen. Emotional hab ich allerdings leider keine wirkliche Verbindung zur Protagonistin Mizuki aufbauen können. Irgendwie ist sie mir bis zum Ende fremd und fern geblieben, auch wenn ich ihre Gedanken und Gefühle vielfach objektiv gut nachvollziehen konnte. Zusätzlich mochte ich sehr, dass die Verbindung zwischen Mizuki und Kiyoshi nicht auf Körperliches reduziert wird, sondern auch die vielfältigen weiteren menschlichen Bedürfnisse in den Blick genommen werden. Inhaltlich auf jeden Fall eine Leseempfehlung, allerdings mit leichten Abzügen hinsichtlicher der emotionalen Tiefe (zumindest von mir so wahrgenommen).
  • Von: Erdhaftig schmökert

    Die Japanerin Mizuki lebt in Tokio und hatte vor ihrer Heirat ein deutlich bewegteres Leben als heute. Sie verbrachte ein Jahr in Nordamerika, lernte als sie zurück kehrte Tatsu kennen, heiratete und hat nun zwei entzückende Kleinkinder. Aber sie ist keine typische Hausfrau und Mutter. Dafür ist sie leicht chaotisch und holt ihre Kinder auch schon mal einige Minuten zu spät ab. Andere Mütter reagieren darauf schockiert. Sie sei unhöflich den Erziehern gegenüber. Unhöflich, wie unmöglich als Japanerin. Tatsu ist mit seiner Arbeit und seinem Mobilphone verheiratet. Als Mizuki einen anderen Mann kennenlernt, fragt sie sich, was sie sich eigentlich von ihrem Leben erwartet. Will sie weiterhin fremdgesteuert sein oder selbst mit bestimmen? Und falls ja, wie? Denn das japanische Leben lässt ihr durchaus Möglichkeiten… Der Schreibstil ist wunderbar aufrecht und mitfühlend, zugleich auch sachlich beschreibend. Ich konnte mich in die Situationen hineindenken und blieb gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt. Ebenso schön ist die Beziehung zu ihrer neuen Bekanntschaft, die Einblick in das Leben einer japanischen Familie und die Erwartung an Ehefrauen und Mütter.
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