Morgen ist ein neuer Tag von Beate Sauer

Beate Sauer Morgen ist ein neuer Tag

Studierendenbewegung, Kulturrevolution und Sozialprotest: Ende der Sechzigerjahre bringt das Fernsehen die große Welt in die heimischen deutschen Wohnzimmer

Inmitten der 68er-Bewegung machen sich die Schwestern Lilly und Franzi Vordemfelde auf in eine abenteuerliche Zukunft. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Lilly arbeitet beim Unterhaltungsfernsehen, wo sie Glanz und Glamour liebt. »Einer wird gewinnen«, »Spiel ohne Grenzen«, »Der goldene Schuss«, überall ist sie dabei. Franzi ist politisch engagiert: Das brutale Vorgehen der Polizei gegen die Studierendenproteste, der Mord an Benno Ohnesorg, all das erschüttert sie zutiefst und motiviert sie, mit dem modernen Medium Fernsehen die Welt zu verändern. Doch wie schon ihrer älteren Schwester Eva stehen ihnen die Fesseln ihrer Zeit im Weg – und nicht zuletzt ihr Vater, der solche Umtriebe gar nicht gerne sieht. Wieder müssen die Frauen der Familie Vordemfelde kämpfen. Für die Freiheit, für ihr Glück – und die Menschen, die sie lieben.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Ute Christine

    Ich hatte nun das Glück Band 2 relativ kurz nach Band 1 zu lesen. Beate Sauer macht es aber beim Lesen relativ leicht, schnell wieder in der Geschichte drin zu sein. Nun sind wir im Jahr 1968 angekommen. Es geht um Evas Schwestern Franzi und Lilli, die eine möchte zum Fernsehen, die andere Journalistin werden. Es gibt wieder viele Wiedersehen mit alten Fernsehsendungen und Berühmtheiten, Politik, Technisches, Mode. Probleme aus der damaligen Zeit sind hier gut verpackt, zum Beispiel, dass Frauen noch nicht über sich selbst bestimmen durften. Politik, der Gesellschaft, der Mode, der Musik und natürlich aus dem TV. Nun bin ich sehr gespannt auf Band 3.
  • Von: niwibo

    Studierendenbewegung, Kulturrevolution und Sozialprotest: Ende der Sechzigerjahre bringt das Fernsehen die große Welt in die heimischen deutschen Wohnzimmer Inmitten der 68er-Bewegung machen sich die Schwestern Lilly und Franzi Vordemfelde auf in eine abenteuerliche Zukunft. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Lilly arbeitet beim Unterhaltungsfernsehen, wo sie Glanz und Glamour liebt. »Einer wird gewinnen«, »Spiel ohne Grenzen«, »Der goldene Schuss«, überall ist sie dabei. Franzi ist politisch engagiert: Das brutale Vorgehen der Polizei gegen die Studierendenproteste, der Mord an Benno Ohnesorg, all das erschüttert sie zutiefst und motiviert sie, mit dem modernen Medium Fernsehen die Welt zu verändern. Doch wie schon ihrer älteren Schwester Eva stehen ihnen die Fesseln ihrer Zeit im Weg – und nicht zuletzt ihr Vater, der solche Umtriebe gar nicht gerne sieht. Wieder müssen die Frauen der Familie Vordemfelde kämpfen. Für die Freiheit, für ihr Glück – und die Menschen, die sie lieben. Wir befinden uns im Jahr 1967/68. Elf Jahre sind seit dem Auszug Evas aus ihrem Elternhaus in Bonn nach Wien vergangen. Nun lebt sie in den Bergen Los Angeles und ist eine gefragte Kostümbildnerin in Hollywood. Leider hat ihre Ehe mit dem Journalisten Paul nicht lange gehalten, da ihre Berufswege zu unterschiedlich waren. Ihre jüngeren Zwillingsschwestern Franka und Lilly sind nun ebenfalls erwachsen und auch sie liebäugeln mit einer Karriere im Fernsehen. Franka beim WDR in Köln als Journalisten und Lilly vor der der Kamera beim ZDF in Wiesbaden, am liebsten als Ansagerin. Ihre Eltern haben sich in den vergangenen Jahren immer weiter auseinander gelebt, der selbstverliebte Vater macht Karriere beim ZDF, während Annemie auch nach dem Tod ihrer Mutter immer noch von schweren Albträumen heimgesucht wird und deswegen eine Psychologin aufsucht. Ende der 60er Jahre ein Novum. Der zweite Band liest sich genauso leicht wie Band 1, ist aber abwechslungsreicher, weil hier das Leben aller vier Vordemfelde-Frauen erzählt wird. Dynamisch, mit leisen und lauten Tönen, genau die richtige Mischung. So wie das Leben eben spielt. Band 3 erscheint im Juli, dann mit einer 5. Vordemfelde-Frau, auf die ich mich jetzt schon freue.
  • Von: Lilofee

    In diesem sehr flüssigen und mitreißend geschriebenen zweiten Band kommt das Lebensgefühl und der Zeitgeist der 1960er Jahre wunderbar auf die Zeilen. Beate Sauer beherrscht die Kunst, eine fiktive Familie in historischen Ereignisse dieser Zeit einzubinden. Dazu tragen ihre genausten Recherchen und auch ihr wunderbarer Schreibstil bei. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah. Sie sprühen so vor Leben, dass man das Gefühl hat, sie wahrhaft zu kennen. Der Roman erzählt nicht nur von politischen Erfahrungen. Sondern auch von den Lebensgeschichten der jungen Frauen, von guten und auch von schmerzlichen Erlebnissen. Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl, ein Teil dieser Familie zu sein. Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah. Dieser Teil ist von einer erfrischenden Leichtigkeit, wobei ernste Töne auch vorhanden sind. Aber genau diese Mischung bringt das Leseerlebnis. Dieses Buch beinhaltet alles, was einen richtig guten Roman ausmacht.
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