Silberne Geister von Silvia Moreno-Garcia

Silvia Moreno-Garcia Silberne Geister

Bedrohliche Séancen, hochentzündliche Filmrollen und ein untoter Okkultist der Nazis – und mittendrin eine ungewöhnliche Protagonistin mit einer Vorliebe für Horrorfilme.

Die kluge Montserrat schlägt sich als Außenseiterin in einer Männerdomäne durch: im mexikanischen Filmbusiness. Der einzige Mensch, der ihr lieb und teuer ist, ist ihr Jugendfreund Tristán, der als Soap-Darsteller unter Auftragsarmut leidet. Als sie und Tristán das Angebot bekommen, einen nie produzierten legendären Horrorfilm zu vollenden, schlagen sie ein. Doch der Filmstreifen ist mit einem dunklen Fluch belegt, der alle ins Unglück stürzt, die an ihm arbeiten ... Und das ist längst nicht alles! Der Geist eines teuflischen Okkultisten der Nazis steht an der Schwelle zum Reich der Lebenden, und Montserrat und Tristán müssen ihn und seine Anhänger um jeden Preis aufhalten.

Nicht verpassen: nach »Der mexikanische Fluch« und »Die Tochter des Doktor Moreau« der neueste Roman der internationalen Sensationsautorin!



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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Buchreisender

    Das Cover von Silberne Geister ist irgendwie interessant mit dem Rand eines Filmstreifens, den roten Lippen und dem blauen Rauch der aus dem Mund strömt. Dadurch wirkt irgendwie mystisch und auch etwas gefährlich. Der rein schwarze Farbschnitt passt hervorragend zu dem Buch. Der Schreibstil der Autorin Silvia Moreno-Garcia ist simpel und gut lesbar. Eigentlich hätte das Lesen Spaß machen bzw. laut Klappentext auch gruselig sein, da das Buch im Horror Genre beheimatet sein soll. Das klang schon spannend und anders. Dem entsprechend war ich neugierig und begann mit dem Lesen. Leider musste ich schon nach einigen Seiten feststellen, dass sich die Autorin in endlose Kleinigkeiten verliert. Der Anfang von Silberne Geister war eher wie ein Liebesroman. Zwei Menschen, die sich eigentlich mögen und Freunde sind aber doch niemals ein Paar werden können. Okay, das hatte ich auf den ersten Seiten verstanden und hätte nicht auch noch eine zweite Sichtweise benötigt. Montserrat wirkt auf mich doch sehr frustriert und übermäßig von der sexistische Art ihres Chefs genervt. Ach eigentlich nervt sie alles. Dabei müsste ihr doch aus der Erfahrung her schon lange klar sein, dass sie es als Frau in einer Männerdomain der Tontechnik es nicht immer leicht hat. Besonders da sie als freie Mitarbeiterin arbeitet. Allein das nervte mich irgendwie schon. Ach wie schwer hat sie doch und auch ihre Familie…. Tristán, ihr Jugendfreund, hat durch einen Unfall seine Freundin verloren und leidet seit dem nur noch. Er wird so dargestellt, als wäre er ein glorreicher Soap-Darsteller der mega toll aussieht und dem seine Ex-Freundin nachrennt. Allerdings scheint es dann doch nicht so gut mit seinen Jobs zu laufen und durch einen falsch eingeworfenen Brief lernt er einen Filmemacher kennen, der früher die ersten Horro-Filme produziert hat. Diese Liebe und doch nicht Liebe wird über die ersten fast 200 Seiten hin und her gezerrt. Während Monserrat und Tristán bei ihm zum Essen eingeladen findet sich plötzlich ein neuer Punkt, der endlos und ohne Vorwarnung dem Leser vorgeworfen. Haufenweise werden Namen von Produzenten, Regisseuren, Schauspielern und Filmen der mexikanischen Filmindustrie bombardieren den Leser. Wow und das alles waren nur Informationen aus sehr sehr alten Filmen, aber eben auch viele Seiten füllend. Als dann plötzlich Monserrat und Tristán auch noch einen angeblich verfluchten Film beenden sollen hätte es spannend werden können. Doch leider wurde das sinnlose verlängern weitergeführt und das Ende war mehr wie ein Wettlauf um ein Ende zu haben. Gruselig oder in Richtung Horror habe ich nichts gelesen, egal wie ich mich bemüht habe. Nachdem ich dann durch die Kapitel gehüpft bin, habe ich dann doch beschlossen das Buch abzubrechen. Es war einfach nur langweilig, wirkte langgezogen und nicht das was der Klappentext heraufbeschwor. Ich habe ein zweites Mal versucht das Buch zu lesen, aber auch da kam ich nicht weiter und habe es endgültig abgebrochen.
  • Von: Stillleben.mit.buch

    Nachdem mir "Die Tochter des Doktor Moreau" sehr gut gefallen hat, und auch weil ich ein großer Fan von Horrorfilmen bin, waren meine Erwartungen an dieses Buch recht hoch. Die Geschichte, welche in den 90ern angesiedelt ist, wird langsam erzählt und braucht etwas Zeit bis sie Fahrt aufnimmt. Man lernt zuerst Montserrat kennen, die als Tontechnikerin in einem kleinen Studio arbeitet und sich regelmäßig gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen muss, um an Aufträge zu kommen. Sie ist ein großer Horrorfilmfan und liebt besonders die alten Klassiker. Ihr bester Freund Tristan, den sie schon aus Kindertagen kennt, arbeitet als Schauspieler. Allerdings bekommt er nicht mehr viele Angebote, seit er vor einiger Zeit in einen Autounfall verwickelt war, bei dem seine Schauspielkollegin ums Leben kam. Als Tristan umzieht und erfährt, dass Abel Urueta, Montserrats liebster Filmemacher, sein neuer Nachbar ist, gibt er ihr natürlich Bescheid und die drei treffen sich. Bei diesem letzten Treffen erzählt Urueta auch, warum er seinen letzten Film nicht beenden konnte. Wilhelm Ewers, Uruetas damaliger Unterstützer und bekennender Okkultist, wurde kurz vor der Beendigung des Films getötet. Montserrat und Tristan wollen Urueta dabei helfen den Film fertigzustellen und setzen damit ungeahnte böse Kräfte frei. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, mochte ich die Chemie zwischen Montserrat und Tristan sehr. Die beiden haben sich hervorragend ergänzt und waren mir mit ihren freundschaftlichen Neckereien, jeder auf seine Weise, sehr sympathisch. Wie bereits erwähnt braucht die Geschichte etwas, bis richtige Spannung aufkommt. Allerdings macht Silvia Moreno-Garcia das mit ihrem tollen Schreibstil wieder wett und gibt so auch den Figuren genug Zeit sich zu entwickeln. Natürlich spielt Horror hier auch eine Rolle, jedoch wird er eher subtil eingesetzt. Sehr interessant fand ich auch die Anmerkungen der Autorin, in denen sie erklärt, welche realen Personen sie als Vorbild für ihre Charaktere gewählt hat. Das macht das ganze greifbarer und auch gruseliger. Mir hat "Silberne Geister" allein schon wegen der authentischen Protagonisten und des flüssigen Schreibstils sehr gefallen. Wenn man darüber hinwegsieht, dass es kleine Längen gibt und der angekündigte Horror eher dezent ausfällt, ist es ein durchaus spannendes Leseerlebnis.
  • Von: Tine Buchstabengeflüster

    Montserrat und Tristán sind beste Freunde und haben schon als Kinder gemeinsam Horrorfilme angeschaut. Mittlerweile ist Montserrat Soundeditorin und Tristán Schauspieler, wobei er seine größte Rolle schon lange hinter sich hat. Als er nun umzieht, lernt er einer seiner Nachbarn kennen: Regisseur Urueta, der früher Horrorfilme gedreht hat und von den beiden Freunden bewundert wird. Als der alte Regisseur sie bittet einen vor Jahren begonnenen Film fertig zu stellen, willigen die beiden ein. Nichtsahnend, dass sie in einem Fluch und Magie verstrickt werden. Das Buch startet eher gemächlich. Wahrscheinlich hatte ich falsche Erwartungen, denn ich dachte wir folgen den Protagonisten ans Filmset, wo plötzlich unerklärliche Dinge geschehen. Tatsächlich spielt der Film bzw. dessen kurze Vertonung nur geringfügig eine Rolle, sondern eher die Geschichte und Geschehnisse drum herum. Im Setting der 90er Jahre lernen wir zunächst die toughe und forsche Monsterrat und den Schauspieler Tristán mit tragischer Vergangenheit kennen. Die Autorin hat die Charaktere sehr tief und nachvollziehbar ausgearbeitet (auch mittels wechselnder Perspektive der Kapitel). Es gibt auch viele Anspielungen auf Horrorfilme und das mexikanische Filmbusiness, die mir leider nichts sagten, da ich mich damit nicht auskenne. Nachdem die beiden Protagonisten mit Urueta den Film beendet haben, nehmen die Geschehnisse ihren Lauf – zunächst eher ungewöhnlich und verdächtig, als gruselig. Als Montserrat immer mehr recherchiert, zu dem ursprünglichen Cast des Films und einem gewissen Magier, wird es langsam immer spannender, gruseliger und mysteriöser. In der zweiten Hälfte der Geschichte versinkt Montserrat immer mehr in der Magie und die Geschichte wird mitreißender. Fazit: „Silberne Geister“ ist eine gut entworfene Geschichte in den 90ern mit Protagonisten, die nicht nur 0815 sind. Der Horroraspekt wird aber nur sehr, sehr langsam aufgebaut, sodass mir die erste Hälfte des Buches fast schon langweilig erschien. Der Fluch bzw. Spuk des Films wird immer mysteriöser und packender, bis er in einem spannenden Showdown endet. Ich finde zwar „Der mexikanische Fluch“ der Autorin besser, aber wer diese Geschichte zu eklig und gruselig findet, wird mit „Silberne Geister“ bestimmt Spaß haben.
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