So ist das nie passiert von Sarah Easter Collins

Sarah Easter Collins So ist das nie passiert

»Und wenn es eine andere Geschichte gibt, verschüttet unter der, die ich zu kennen glaube?«

Als Willa ein Teenager war, verschwand ihre kleine Schwester Laika spurlos. Auch über zwanzig Jahre später hat Willa die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Laika noch lebt. Hartnäckig sucht sie weiter nach ihr. Sie sehnt sich nach der Familienidylle, die mit Laika verloren zu sein scheint. Darüber vernachlässigt sie die Beziehungen zu den Menschen, die tatsächlich noch Teil ihres Lebens sind. Dann trifft sie auf einer Dinnerparty eine Frau, in der sie endlich ihre verlorene Schwester zu erkennen glaubt. Was als zwangloses Essen beginnt, wird zu einem denkwürdigen Abend, der alles verändert, was Willa von ihrem Leben zu wissen meinte.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Aygen

    Es beginnt mit der dramatischen Geschichte von Willa, deren Schwester Laika als Kind plötzlich verschwindet. 20 Jahre später hat sich Willa, inzwischen erwachsen, mit dem Verlust ihrer Schwester nie abgefunden. Trotz regelmäßigen Kontakts zu ihren Eltern bleibt die Leere des Verlusts spürbar. Willa betreibt eine Webseite, um ihre Schwester zu finden und weigert sich zu akzeptieren, dass Laika vielleicht nicht mehr lebt. Ihr Leben wird immer wieder durch den Verlust ihrer Schwester beeinflusst und auch ihr Umgang mit Mitmenschen leidet stellenweise darunter. Die Geschichte nimmt eine spannende Wendung, als Willa auf einer Dinnerparty eine Frau trifft, die sie für ihre verschwundene Schwester hält. Die Geschichte entfaltet sich mit psychologischen Tiefen und beleuchtet das komplexe Verhaltnis der Kinder Willa und Laika zu ihren Eltern, insbesondere zu ihrem schwierigen, narzisstischen Vater. Der Beginn der Geschichte entwickelt sich langsam, aber mit der nötigen Sensibilität für ein so heikles Thema. Ab dem letzten Drittel, insbesondere während der intensiven Dinnerparty-Szene, (möchte nicht Spoilern) verliert die Geschichte jedoch an Struktur. Es wirkt, als ob die Erzählung zwanghaft schnell zu einem Ende kommen wollte. Die Ereignisse werden konfus, undurchsichtig und teilweise unglaubwürdig. Trotz der ansprechenden Covergestaltung und einer vielversprechenden Inhaltsbeschreibung hat mich die Geschichte im letzten Abschnitt leider nicht überzeugen können. Der Spannungsbogen, der bis zu einem bestimmten Punkt bei der Dinnerparty perfekt aufgebaut war, flacht ab und führt für mich persönlich zu einem unbefriedigenden Abschluss. Finde es etwas schade. Für mich persönlich hatte die Geschichte viel Potenzial.
  • Von: katys_bookcave

    Als Teenager erlebt Willa eine Tragödie: Ihre kleine Schwester Laika verschwindet spurlos. Auch nach über zwanzig Jahren gibt Willa die Hoffnung nicht auf und sucht hartnäckig weiter. Ihre Sehnsucht nach der verlorenen Familienidylle lässt sie jedoch die Beziehungen zu den Menschen, die noch Teil ihres Lebens sind, vernachlässigen. Eines Tages trifft sie auf einer Dinnerparty eine Frau, in der sie glaubt, ihre verlorene Schwester zu erkennen. Was als zwangloses Essen beginnt, entwickelt sich zu einem denkwürdigen Abend, der Willas Leben grundlegend verändert.⁣ Der Einstieg in diese Geschichte war etwas holprig, da die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart nicht immer klar waren. Die Erzählung erfolgt aus den Perspektiven von Robin, Willa und Laika, was anfangs etwas verwirrend war, insbesondere weil unklar blieb, warum Robin eine zentrale Rolle einnimmt. Diese Verwirrung klärt sich jedoch im Verlauf der Geschichte auf, bleibt aber ein kleiner Störfaktor.⁣ Der Schreibstil von Sarah Easter Collins ist leicht verständlich, wenn auch nicht immer flüssig. Trotzdem lässt sich das Buch gut lesen. Besonders gelungen fand ich die zentrale Frage des Buches: Wie wahr sind unsere Erinnerungen und wie fest können wir ihnen trauen?⁣ .⁣ Die Protagonisten blieben für mich distanziert. Zwar fühlte ich mit Laika und Willa mit, doch eine tiefere Bindung zu den Charakteren konnte ich nicht aufbauen. Robin, deren Vergangenheit und Freundschaft zu Willa ausführlich erzählt werden, nimmt meiner Meinung nach zu viel Raum in der Geschichte ein.⁣ Insgesamt ist "So ist das nie passiert" kein schlechtes Buch, konnte mich jedoch nicht vollständig überzeugen. Es bietet interessante Ansätze und eine spannende Geschichte, bei der mir aber das gewisse Etwas fehlte. ⁣
  • Von: shizu_reads

    Oh, dieses Cover hatte mich sofort gepackt. Klappentext klang auch vielversprechend, trotzdem war ich anfangs etwas skeptisch (liegt an einigen Enttäuschungen in letzter Zeit). Und doch wurde ich extrem positiv überrascht. Ein sehr gelungenes Debüt, das einen in eine komplexe und emotionale Erzählung entführt. Es liest sich dabei quasi von selbst, denn ich wollte immer wissen wie es weiter geht. Der Spannungsbogen wird konstant gehalten und kommt mit so mancher Überraschung daher. Interessant ist dabei die wechselnde Perspektive. Aufgeteilt wird in drei Protagonistinnen, deren Geschichten jeweils einem eigenen Strang folgen und letztlich doch alle zusammenhängen. Es tut sich so mancher Abgrund auf und lässt einen mehr als einmal den Kopf schütteln. Es werden einige schwere Themen behandelt, aber genau diese lassen das Buch noch lange nachklingen. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch, entwickeln sich nachvollziehbar und handeln verständlich sowie logisch. Vielleicht manchmal nicht auf den ersten Blick, aber nach kurzem sacken lassen, sieht es dann wieder anders aus. Nicht nur die drei Protagonistinnen sondern auch die Freunde und Familien sind greifbar und authentisch. Wirklich sehr gelungen. Ein sehr eindringliches Buch, welches mich gut unterhalten sowie zum Nachdenken angeregt hat. Wird mir lange im Gedächtnis bleiben, ein Highlight für mich.
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