Alfred Nobel von Ingrid Carlberg

Ingrid Carlberg Alfred Nobel

Erfinder, Chemiker und Begründer des Nobelpreises – die faszinierende Biografie eines außergewöhnlichen Mannes.

Die preisgekrönte Autorin und Journalistin Ingrid Carlberg erzählt die erstaunliche und unwahrscheinliche Geschichte des Mannes, der hinter dem begehrtesten Preis der Welt steht: Alfred Nobel (1833–1896). Ein Mann, der durch Kriege reich wurde und doch vom Frieden auf Erden träumte. Sie erzählt meisterhaft von Alfreds mittelloser Kindheit in Stockholm, von familiären Konflikten und romantischen Niederlagen sowie von Erfolgen und Verrat quer durch das Europa des 19. Jahrhunderts bis hin zu seinem Tod in San Remo – und darüber hinaus.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: nil_liest

    Nachdem wir im vergangenen Sommer im Nobel Museum in Stockholm waren und dort auch das Leben des Alfred Nobel Ansatzweise nachverfolgten, wollte ich mehr Wissen und so kam es mir sehr gelegen, dass die in Schweden viel beachtete Alfred Nobel Biografie von Ingrid Carlberg nun von Susanne Dahmann aus dem Schwedischen ins Deutsche übertragen wurde. Das Leben des Alfred Nobel war ambivalent und in Teilen fast ironisch zu lesen. Ein Mann, der das Dynamit erfand und zu einem der Reichsten Schweden wurde. Er wollte Frieden stiften, aber sein Geld mit Rüstung verdiente. Geboren 1833 in Stockholm und verstorben 1896 mit 63 Jahren in San Remo, Italien war er Chemiker und Unternehmer mit Vision. Den Nobelpreis verdanken wir im Grunde seiner Kinderlosigkeit und dem daraus resultierendem Stiftungsvermögen. Aufgeschrieben von der in Schweden sehr geschätzten und ausgezeichneten Journalistin Ingrid Carlsberg macht diese doch sehr dicke und fundierte Biographie mit über 600 Seiten (und dann noch vielen Endnoten und Referenzen gespicktem Anhang) Spaß zu lesen! Gut geschrieben, gut übersetzt. Fazit: Wer sich für den Mann interessiert, der hinter dem weltberühmten Preis steckt, sollte dies hier lesen!
  • Von: Lesesaite

    „Alfred Nobel - Die Biografie“ von Ingrid Carlberg, btb Verlag @penguinbuecher Eigentlich hab ich gar keinen großen Anlass eine Biografie zu besprechen. Denn was soll man über eine Biografie besprechen? Dennoch habe ich ein wenig Bedürfnis. Ich habe selten eine so spannend geschriebene Biografie gelesen. Es war aber nicht nur eine Biografie, sondern ein Roman, eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung und ein Drama, geschrieben mit einer feinen detaillierten Güte. Alfred Nobel wurde am 21.10.1833 in Stockholm Schweden geboren und starb am 10.12.1896 in Sanremo Italien. „Ein impulsiver Mut, gepaart mit empfindsamer Schüchternheit waren die am stärksten ausgeprägten Züge seiner Persönlichkeit [...] Die kleinen hellen Augen, von dicken Augenbrauen überschattet, waren ausdrucksvoll und verrieten seine außerordentliche Intelligenz.“ (Seite 15) Eine kurze Reihenfolge: - 1847 Sprengöl bzw. Nitroglycerin, erfunden durch Ascanio Sobrero. - 1867 Dynamit (Kieselgur getränkt mit Nitroglycerin), erfunden durch Alfred Nobel. - 1876 Sprenggelatine, erfunden durch Alfred Nobel. - weitere Experimente und Erfindungen folgten. 355 Patente waren es. Seine Patente waren ein in vielen Ländern fortlaufendes Monopol. Die einen Patente liefen aus, die anderen an. Zu seiner Freude wurden die neuen Produkte begeistert aufgenommen. Der Chemiker Alfred Nobel war sehr erfolgreich. Sein Sprengstoff wurde für den Bergbau (z.B. Gotthard-Tunnel), Straßen- und Wasserbau (z.B. Panamakanal) usw., aber auch vor allem für den Krieg verwendet. Seine Frau war stets gegen den Krieg, Nobel durch den Verkauf seiner Produkte allerdings höchst erfreut. Er stellte seinen Sprengstoff fabrikmäßig her, vertrieb ihn und wurde weltweit dafür gefeiert. Der neue rauchlose Sprengstoff im Frieden hat einen großen Nutzen, er findet aber im Krieg die größte Verbreitung. Die Begeisterung für Krieg scheint ihm bereits in die Wiege gelegt zu sein, denn sein Vater war bereits Ingenieur in diesem Industriezweig. Ein wenig verwirrend ist für mich aber seine Haltung zum effektiveren Krieg und zum anderen für seine anhaltende Unterstützung für den Frieden. Für ihn war das jedoch gar kein Widerspruch, denn jedes Gebiet als solches ist auf einer neutralen Ebene zu betrachten. Er erwähnte auch in einem Brief, dass die Sprengstofffabriken den Krieg schneller beenden lassen als die Friedenskongresse. Wusstet ihr, dass Alfred Nobel auch Schriftsteller war? Er schrieb lange schwülstige Liebesgedichte sowie Theaterstücke - seine Nachfahren wollten Alfred Nobel durch seine literarischen Werke im Nachruhm allerdings bremsen, indem sie diese nicht postum veröffentlichten. „Alfred schätzte zum Beispiel Erzählungen von Menschen, die sich vom geistlosen Materialismus abwendeten und sich stattdessen den höheren Werten des Lebens widmeten. Eitelkeit, Gier und Scheinheiligkeit fand er am schlimmsten […]. Er wollte, dass die Literatur so etwas aufspießte, am besten mit einem lehrreichen Einschlag. Die moderne realistische Literatur verherrlichte seiner Ansicht nach oft nur eine verwerfliche Lebensart, ohne den Weg zu einem besseren Leben zu weisen.“ (Seite 113) ... kleiner Widerspruch? - mhhh. Sein Erbe. Die Stiftung. Er blieb kinderlos und verfügte, dass circa 31 Millionen Schwedische Kronen angelegt und einem Fond zugeführt werden sollen. Die Zinsen daraus werden an den Preisen vergeben, „die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“ und zwar in den Kategorien Physik, Chemie, Physiologie, und Medizin, aber auch Literatur und Frieden. Der Nobelpreis für Literatur ist ihm wichtig, da er selber schriftstellerische tätig war und die Literatur in besonderen Maßen lehrreich sein sollte. Und der Nobelpreis für Frieden sollte dem gewidmet sein, der am besten für die Verbrüderung der Völker gewirkt hat. Ich finde gerade der Nobelpreis für Literatur und Frieden stehen seiner Haltung und Meinung gänzlich gegenüber und bilden einen Gegenpol.
  • Von: AusgeBUCHt - Petra Molitor

    Das Buch/Die Autorin: „Alfred Nobel – Die Biographie“ erschien im Oktober 2023 im btb-Verlag, der zur Verlagsgruppe Penguin Random House gehört. Das Paperback hat stolze 736 Seiten und kostet 20,00 Euro. Die E-Book-Version ist für 12,99 Euro erhältlich. Aus dem Schwedischen ins Deutsche übersetzte Susanne Dahmann. Ingrid Carlberg, Jahrgang 1961, ist Autorin und Journalistin. Sie schrieb von 1990 bis 2010 für die große schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter und erhielt für ihre Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch die Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala sowie 2013 den Axel-Hirsch-Preis der Schwedischen Akademie. Ihre Biografie über Raoul Wallenberg wurde 2012 mit dem August-Preis für das beste Sachbuch des Jahres ausgezeichnet. Seit 2020 ist sie Mitglied der Schwedischen Akademie, die gemeinsam mit der Königlich Schwedischen Akademie und dem Karolinska-Institut die Nobelpreise vergibt. Wie es aussieht: Nicht aufregend, eher zweckmäßig aber für mich trotzdem durchaus gelungen. Ich glaube, es ist schwer, das Cover einer Biographie ohne ein Bild des/der Protagonisten/Protagonistin zu gestalten. Von daher geht das in Ordnung und man bekommt vor dem Lesen bereits einen ersten visuellen Eindruck von Alfred Nobel. Die goldene Schrift ist sicher eine Hommage an das Gold der Nobelpreis-Medaille. Ergänzt wird das Buch durch zahlreiche, teils bisher unveröffentlichte Dokumente und Fotos sowie ein hilfreiches Personen- und Sachregister. Worum es geht (Klappentext des Verlages): Erfinder, Chemiker und Begründer des Nobelpreises – die faszinierende Biografie eines außergewöhnlichen Mannes. Die preisgekrönte Autorin und Journalistin Ingrid Carlberg erzählt die erstaunliche und unwahrscheinliche Geschichte des Mannes, der hinter dem begehrtesten Preis der Welt steht: Alfred Nobel (1833–1896). Ein Mann, der durch Kriege reich wurde und doch vom Frieden auf Erden träumte. Sie erzählt meisterhaft von Alfreds mittelloser Kindheit in Stockholm, von familiären Konflikten und romantischen Niederlagen sowie von Erfolgen und Verrat quer durch das Europa des 19. Jahrhunderts bis hin zu seinem Tod in San Remo – und darüber hinaus. Wie es mir gefallen hat: Eins möchte ich kurz voranstellen: Ich finde Ingrid Carlberg hat hier herausragende Arbeit geleistet. Ihre Ausführungen sind bestens recherchiert, sehr detailliert und bilden wohl jeden kleinsten privaten und beruflichen Aspekt von Alfred Nobel ab. Ich habe tiefsten Respekt vor ihrer Leistung und ihrem schriftstellerischen und journalistischen können. Die große schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“ schrieb über dieses Buch: „So kann – ja sollte – seriöse Wissenschaft mit einem populärwissenschaftlichen Ansatz kombiniert werden. Dem ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Meine persönliche Meinung: Das Buch ist wirklich hochinteressant und mit seinem flüssigen Schreibstil auch gut zu lesen. Für mich hatte es durchaus einige Längen, da hätte man denke ich durchaus etwas straffen und damit die Seitenzahl verringern können. Das hätte der Aussage des Buches wohl nicht geschadet. Ich hatte teilweise echt Probleme, beim Lesen aufmerksam und fokussiert zu bleiben, da die Autorin wirklich sehr detailverliebt ist. Das war mir an einigen Stellen definitiv too much. Trotzdem ein absolut lesenswertes Buch, besonders für Biographie-, Technik- und Naturwissenschaftsbegeisterte. Ich vergebe vier von fünf Sternen.
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