Ein Schätzchen war ich nie von Uschi Glas

Uschi Glas Ein Schätzchen war ich nie

Die beliebte Filmikone übers Frausein, Älterwerden, Glück finden

Uschi Glas ist eine Institution und aus Deutschlands Film- und Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. In den 60er Jahren spielte sie sich als Winnetous Apanatschi in die Herzen eines Millionenpublikums, entgegen ihrer Rolle im Kinoklassiker „Zur Sache, Schätzchen“ wollte sie jedoch eines nie sein – ein Schätzchen. Niemals weichgespült, lieber mit Ecken und Kanten, so ihr Lebensmotto.

Anlässlich ihres 80. Geburtstag blickt Uschi Glas nicht nur zurück, sondern auch auf das, was noch vor ihr liegt. Sie schreibt darüber, wie man sich selbst findet und treu bleibt, warum ihr als berufstätige Frau und Mutter Unabhängigkeit immer wichtig war und übers Älterwerden in einer Branche, in der gerade Schauspielerinnen häufig ein Ablaufdatum haben. Egal, ob sie private, lebensverändernde Momente oder ihre persönlichen Strategien für Gelassenheit und inneres Glück teilt – Uschi Glas erzählt auf gewohnt bodenständige und patente Art, schlägt ernsthafte Töne an und vergisst dennoch nie ihren Humor. Dabei macht sie allen Leserinnen und Lesern Mut, sich ebenfalls den eigenen Widerstandsgeist zu bewahren.

Engagiert und empowernd: eine wahre Inspiration für uns alle!

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: buchundkaffee

    "Ich wünsche mir, dass ich mit meinen 80 Jahren noch lange die Kraft aufbringe, mich einzumischen, und das erhoffe ich mir auch von vielen anderen, gerade von den jungen Menschen, um deren Zukunft es schließlich geht. Engagiert euch, setzt euch für etwas ein und habt keine Angst anzuecken. Das ist mein Appell. Denn mit dem Anecken kenne ich mich aus. Vorsicht Glas! Was gibt es Langweiligeres, als angepasst zu sein?“ (S. 23) Schon seit vielen Jahrzehnten mag ich @uschiglas sehr gerne, und daher war es klar für mich, dass ich unbedingt ihre Biografie lesen möchte. Sie hat mich vor allem mit ihren Serien „Unsere schönsten Jahre“ und „Zwei Münchner in Hamburg“ mit Elmar Wepper begleitet, welche ich sehr geliebt habe. Das Zitat in diesem Buch vor dem Vorwort ist auch von Elmar Wepper: „Entscheidend ist doch, was man aus seinem Leben macht. Und die Liebe, sie ist das Wichtigste.“ Im Vorwort selber erzählt Uschi Glas, wie es zu dem Wortspiel „Vorsicht Glas!“ kam. Aber es hatte auch eine Doppeldeutigkeit. Uschi Glas hat schon immer ihre Meinung vertreten und sich niemals die Butter vom Brot nehmen lassen. Schon in jungen Jahren ist sie nie mit dem Strom geschwommen. Wenn sie von etwas nicht überzeugt war, hat sie es auch nicht gemacht. Einerseits hat sie zwar damit andere Leute verschreckt, doch andererseits ist sie sich selber immer treu geblieben und hat sich nie für eine Rolle verbogen. Sie bekam dadurch im Laufe ihres Lebens natürlich auch viel Gegenwind, hat aber eines daraus gelernt: „Widerspruch lohnt sich.“ (S. 13) Uschi Glas – das Zwergerl – war das jüngste von vier Kindern. Aufgewachsen in einem kleinen bayerischen Dorf war sie schon von Kindesbeinen an eine kleine Rebellin, die den anderen Kindern, den Eltern, den Lehrern das Leben immer ein bisschen schwer gemacht hat. Geld hatte die Familie nie viel. Für Uschi Glas‘ Mutter war es eine tägliche Herausforderung, die Familie satt zu bekommen. Ich finde es gerade in Biografien von älteren Menschen immer sehr beeindruckend, wie sie das Leben gerade in den Nachkriegsjahren gemeistert haben. Ihr Verhältnis zu ihrem Vater war ambivalent, da sie seine Überzeugungen selten teilte, allerdings hat er ihr einen Satz beigebracht, an den sie heute noch täglich denkt: „Zwergerl, abends musst du in den Spiegel schauen können.“ (S. 15) Ganz wichtig war für die junge Uschi Glas, dass sie schon früh wusste, dass sie selbstständig leben und ihr eigenes Geld verdienen wollte und niemals auf einen Mann angewiesen sein wollte. Denn auch wenn es für ihre Mutter und deren Generation normal war, dass der Mann im Hause für die Finanzen zuständig war, so sollte das für sie nicht gelten. Ich fand es unglaublich interessant, wie Uschi Glas ihren Weg zur Schauspielerei gefunden hat, der unter anderem gepflastert war von „Zufällen“. Und natürlich auch die Begegnungen mit vielen anderen großen Namen aus vielen Jahrzehnten fand ich äußerst spannend. Der Film Zur Sache, Schätzchen, der sich namentlich auch auf den Titel bezieht, „hat bis heute nicht von seinem Witz und seiner Originalität verloren.“ (S. 82) Auch erfahren wir viel Privates über Uschi Glas, über ihre Ehen, ihre Kinder und sogar deren Erziehung. Vor allem ihr Engagement für den Verein brotZeit, den sie im Jahr 2009 mit ihrem Mann gründete, finde ich sehr beachtenswert. Und wie bei Biografien üblich, gibt es natürlich auch im inneren Teil des Buches viele tolle Fotos zu bewundern Das Buch wird in der Ich-Perspektive von Uschi Glas selber erzählt und lässt sich sehr flüssig lesen. Mich hat es in den Bann gezogen, und daher war es auch sehr schnell ausgelesen. Es ist unterteilt in viele verschiedene Kapitel aus ihrem Leben, welches von Anfang bis Ende in vielen Episoden und Anekdoten erzählt wird. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, mit Uschi Glas durch ihr Leben zu reisen, und ich empfehle das Buch von Herzen gerne an alle weiter, die Biografien gerne lesen und mehr über Uschi Glas erfahren möchten 😊 Ich finde, es lohnt sich!
  • Von: ChrissidieBüchereule

    Uschi Glas ist eine Schauspielerin, die ich seit meiner Kindheit schon oft in Filmen entdeckt habe. Als ich ihr Buch sah, war mir klar, ich musste das Buch lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Es waren tolle Einblicke in die Welt des Schauspiels aber auch einen Einblick in das private Leben der Uschi Glas. Ihr Leben war manchmal sehr turbulent, aber sie hat nie den Mut verloren und egal was ihr das Leben für Hürden gestellt hat, nie aufgegeben. Das gibt sie den Leser auch mit auf dem Weg. Ich war sofort mitten im Geschehen, es war spannend, manche Situationen aber auch lustig und auf keinen Fall langweilig. Diese Frau kann man einfach nur mögen, mit ihrer Art. Die Bilder machen es noch mehr, anschaulich, wie das Leben der Schauspielerin früher war. Sehr gut fand ich das Thema, Schauspielerin im Alter was sich dort ändert und wie es sich anfühlt. Es wirkte alles sehr authentisch und ehrlich. Ein besonderes Buch, einer sehr interessanten Frau. Sie wird einem immer sympathischer. Buchempfehlung. Es gibt einen genauen Einblick in die Welt von Uschi Glas.
  • Von: romanticthrills

    Spätestens seit "Fack ju Göhte" kennt sie auch die junge Generation: Uschi Glas ist seit fast 60 Jahren im Showgeschäft und eine der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands. Ihre Darstellung der ausgebrannten Lehrerin Ingrid Leimbach-Knorr war auch für mich ein Highlight – vor allem, da die Rolle als Parodie einiger ihrer früherer Rollen gesehen werden kann. Im Laufe ihrer Karriere hat Uschi Glas viele starke Frauen gespielt. Ihre wohl bekanntesten Rollen sind Apanatschi aus dem Winnetou-Klassiker und das "Schätzchen" Barbara. Doch ein Schätzchen war sie nie, wie schon der Titel ihrer Autobiografie, die sie zusammen mit ihren Ko-Autoren Olaf Köhne und Peter Käfferlein geschrieben hat, zeigt. Stattdessen war sie von klein auf eher ein Rebellin, die sich nichts sagen ließ. Ich fand es spannend, mehr über ihre Kindheit, ihr Privatleben und ihre Karriere zu erfahren. Ganz offen und ungeniert schreibt sie darüber, wie ihr Vater ihr nach dessen Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft fremd war, wie andere Kinder sie aufgrund ihres dunklen Teints das N-Wort nannten, wie ihr erster Mann sie betrogen hat und wie sie ihre eigene Karriere im Kontext der MeToo-Bewegung einordnet. Neben ihrer offenen und ehrlichen Art, mit der Uschi aus ihrem Leben erzählt, hat mir auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Vor allem mochte ich aber, dass sie sich nie verbiegen ließ. Stattdessen hat sie ihr eigenes Ding durchgezogen und ist für ihren Standpunkt und ihre Überzeugungen eingestanden, indem sie z.B. ihre Paraderolle des Schätzchens Barbara wider aller Empfehlungen angenommen hat und sich nie dazu drängen ließ, sich vor der Kamera auszuziehen. Außerdem setzt sie sich mit ihrem Verein brotZeit seit 2009 dafür ein, dass kein Kind hungrig zur Schule gehen muss. Stark! "Ein Schätzchen war ich nie" lässt das beeindruckende Leben und die vielen spannenden Begegnungen von Uschi Glas Revue passieren. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.
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