Etwas Seltenes überhaupt von Gabriele Tergit

Gabriele Tergit Etwas Seltenes überhaupt

»Wer Gabriele Tergit noch nicht gelesen hat, sollte das jetzt schleunigst nachholen« – Der Tagesspiegel

»Etwas Seltenes überhaupt« nannte der Journalist Rudolf Olden Gabriele Tergit, die mit ihrem Roman »Käsebier erobert den Kurfürstendamm« berühmt wurde. Zweifelsfrei gehört sie zu den bemerkenswertesten und mutigsten Frauen des 20. Jahrhunderts. Als erste weibliche Gerichtsreporterin der Weimarer Republik machte sie anhand scheinbar unbedeutender Fälle auf die großen Problematiken ihrer Epoche aufmerksam. Aus der Position einer sozialkritischen Beobachterin heraus beschrieb sie die Gewalt und den zunehmenden Einfluss der Nationalsozialisten. Diese setzten Gabriele Tergit ganz oben auf die Liste politischer Gegner, was sie schließlich zur Flucht aus Deutschland zwang.

Ihr zweiter Roman »Effingers«, der das Schicksal einer jüdischen Familie in Berlin schildert, erschien im Jahr 1951. Eine Sammlung ihrer Gerichtsreportagen wurde erst posthum publiziert, ebenso ihre eindrücklichen Erinnerungen »Etwas Seltenes überhaupt«. Diese erschienen erstmals ein Jahr nach ihrem Tod – und nun in einer lang erwarteten, von Nicole Henneberg neu edierten und mit einem Nachwort versehenen Neuausgabe.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Frau Lehmann liest

    Die Lebenserinnerungen von Gabriele Tergit (1894 - 1982) sind zweifelsohne ein ganz besonderer literarischer Schatz. Sie berichtet von ihrer Arbeit als Gerichtsreporterin, vom Erstarken der Nazis, von ihrer Flucht, von den Schicksalen ihrer Freunde und Bekannten. Die Erinnerungen sind nicht chronologisch sortiert, sondern wirken so, als säße man neben ihr, während sie ungeplant ins Erzählen kommt, als folge sie einfach ihren Gedankengängen. Wer sich mit Gabriele Tergit beschäftigt hat, der weiß, dass jeder Spannungsbogen, jedes vermeintliche Abschweifen, jedes einzelne Wort sorgfältig überlegt platziert, dass wirklich nichts dem Zufall überlassen wurde. Und so bekommt man schlussendlich ein sehr lebendiges Bild der deutschen Zeitungswelt der Zwanziger, der immer stärkeren Einschränkungen und Gefahren für jüdische Menschen und des Lebens im Exil. Intelligent, beeindruckend, einfühlsam, eine Schriftstellerin, deren Wiederentdeckung schon viel früher hätte erfolgt sein sollen und der ich nun unzählige Leser:innen wünsche.