Fliegen, tanzen, wirbeln, beben von Katherine Mansfield

Katherine Mansfield Fliegen, tanzen, wirbeln, beben

«Man entgeht der Herrlichkeit des Lebens nicht.» Katherine Mansfield

Gute Tage, schlechte Tage, Augenblicke himmlischer Glückseligkeit oder solche tiefer Bestürzung – aus allem macht die Sprachkünstlerin Katherine Mansfield reinste Poesie. Ihr Tagebuch gewährt Einblick in ein bei aller Kürze überreiches Leben: überreich an Hochgefühlen und Selbstzweifeln, überreich an musischen Begabungen, Liebeswagnissen, Dramen und Schicksalsschlägen. Die Auswahl reicht von ersten Talentproben der zwölfjährigen Neuseeländerin Kathleen Beauchamp bis hin zur brillanten Tagebuchprosa einer gereiften Schriftstellerin. Hier in Neuübersetzung vorgelegt, faszinieren die Texte durch gedankliche Tiefe, Intimität, Empfindungsreichtum und den Zauber der poetischen Weltbetrachtung.

Mit einem Nachwort von Dörte Hansen!

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: leilanis_books

    Katherine Mansfield - Fliegen, tanzen, wirbeln, beben Mit einem Essay von Virginia Woolf «Man entgeht der Herrlichkeit des Lebens nicht.» Katherine Mansfield Zutiefst privater Einblick in das Seelenleben einer außergewöhnlichen Frau, der wir ganz nahe kommen durch ihre Tagebucheinträge. Hier habe ich auch zum ersten Mal so richtig begriffen, was den Unterschied ausmacht zwischen Memoiren und der Veröffentlichung von Tagebucheinträgen. Handelt es sich um Memoiren, ist dem Schriftsteller bewusst, dass es später einmal gelesen werden soll. Tagebuchenträge sind das privateste schlechthin. Und so fühlte ich mich oftmals wie eine Voyeurin die unerlaubt durch ein Schlüsselloch schaut. Und doch ermöglicht uns dieser Blick eine unfassbare Nähe zu Katherine Mansfield. Ihr Tagebuch gewährt Einblick in ein bei aller Kürze überreiches Leben: überreich an Hochgefühlen und Selbstzweifeln, überreich an musischen Begabungen, Liebeswagnissen, Dramen und Schicksalsschlägen. Die kleine Manesse Ausgabe ist wunderschön und in der Neuübersetzung vorgelegt, faszinieren die Texte durch gedankliche Tiefe, Intimität, Empfindungsreichtum und den Zauber der poetischen Weltbetrachtung. Manches ist voll von dem überschäumenden Wunsch nach dem Leben, dann wieder voller Melancholie. Ein tiefer Blick auf den Seelengrund einer außergewöhnlichen Frau. Ich habe stets die Metapher vor Augen gehabt, von der Kerze die an beiden Enden brennt und deren Hitze sie am Ende selbst verglüht. Katherine Mansfield starb 1923 im Alter von nur 34 an Tuberkulose. „Und, ich trieb, trieb dahin – wo, woher, wohin ? Ich trieb in einem großen, grenzenlosen Purpurmeer. Hin und her warf mich die Macht der Wellen, und das schwache Murmeln vieler Stimmen drang an mein Ohr. Ein Gefühl unaussprechlicher Einsamkeit durchdrang mein Gemüt. Ich wusste, dieses Meer war ewig. Ich war ewig. Und ewig war dieses Rufen.“
  • Von: Gedankenlabor

    >>Ich muss streiten um vergessen zu können; ich muss bekämpfen, um mich selbst wieder achten zu können. Ich muss mich nützlich machen, um wieder an das Leben glauben zu können. Ich will arbeiten, ich will mit dem Glück, um die Zufriedenheit kämpfen. ...<< „Fliegen, tanzen, wirbeln, beben“ - Auszüge aus den Tagebüchern von Katherine Mansfield, einer wie ich finde sehr interessanten Frau, die ihre Lebensjahre dem Kampf für die eigene Freiheit und Individualität widmete, ihre Träume träumte und letzten Endes zwar frei war und doch auch immer wieder mit den Hürden des Lebens konfrontiert wurde. Durch diese Sammlung ihrer Tagebuchauszüge streift man durch ihr Leben, durch ihre Seele, durch ihre Träume und all das, was sie beschäftigt. Vieles wirkt überspitzt, manchmal irgendwie aufgedreht und dann ist die Melancholie doch wieder allgegenwärtig. In ihren Zeilen findet sich so vieles, was zeigt, wie komplex ihr Charakter war und doch einfach... Katherine's Aufzeichnungen zeigten mir eine ganz bezaubernde, bunte Seele, die irgendwie in den dunklen Schatten festsaß und letztlich nicht nur eine perfektionistische Berufung, ein Ventil im Schreiben fand sondern irgendwie auch um ihr Leben schrieb, denn dieses währte aufgrund von Krankheit leider nicht sehr lang ... Fazit: Für mich ein sehr besonderes Buch in seiner Gänze und wieder eines der Bücher, die ich immer mal wieder zur Hand nehmen werde, da man so glaube ich doch immer wieder neues für sich hier entdecken kann.
  • Von: Verena

    "Ich zermartere mir den Kopf heute Morgen, aber einigermaßen vergeblich." Die Auszüge aus Katherine Mansfields Tagebüchern ermöglichen einen zutiefst privaten Einblick in das Leben der neuseeländischen Autorin, die 1923 im Alter von nur 34 an Tuberkulose starb und als Meisterin der Kurzgeschichte bekannt ist. Sie fühlt VIEL und für all diese Gefühle, Gedanken, findet sie Worte, beherrscht dabei die Sprache auf grandiose Art und Weise. Das dem Leben so typische Gefühls- und Gedankenchaos lässt sie von tiefen Empfindungen für ihre zahlreichen Liebhaber*innen zur Reflektion über Karfreitag, ihren Gesundheitszustand, Beobachtungen von Mitmenschen oder auch kleinen Vögelchen am Fenster springen; dazu Szenenentwürfe ihrer Geschichten oder literarischer Passagen, die sie berührten. Zentral ist über die Jahre hinweg immer wieder ihre Gesundheit bzw. der Mangel an Gesundheit - körperlich und seelisch ist sie geprägt von der Krankheit, an der sie letztendlich sterben wird: "Aber vielleicht ist das für Leute, die nicht krank sind, Unsinn. Sie sind nie auf dieser Straße unterwegs gewesen. Wie können sie sehen, wo ich stehe?" Hinzu kommt ihre Einstellung gegenüber ihrer Arbeit, die fast auf krankhaften Perfektionismus deutet: sie ärgert sich darüber, dass sie nie ihren eigenen Ansprüchen gerecht wird, prokrastiniert, zerstört teilweise ihre Geschichten; ihren Erfolg erwähnt sie mit keiner Silbe. Ich habe für "Fliegen, Tanzen, Wirbeln, Beben" länger gebraucht als für andere Rezensionsexemplare, aber hätte es schade gefunden, die einzelnen Tagebucheinträge in einem Rutsch durchzulesen. Sie haben mich auf jeden Fall sehr neugierig gemacht auf Mansfields Kurzgeschichten. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
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