Mary von Anne Eekhout

Anne Eekhout Mary

Im Jahre 1816 hat Mary Shelley, gerade einmal achtzehn Jahre alt, die Geschichte von Frankensteins Monster erschaffen, eine der außergewöhnlichsten, einflussreichsten und faszinierendsten Horrorgeschichten der Weltliteratur.

Es ist der Sommer, den Mary mit ihrem Geliebten Percy Shelley, ihrem neugeborenen Sohn William und ihrer Stiefschwester Claire bei Lord Byron und John Polidori am Genfer See verbringt. Draußen toben Gewitter, nachts sitzen die Freunde am Feuer, trinken mit Laudanum versetzten Wein und lesen sich Gespenstergeschichten vor. Als Lord Byron eines Abends vorschlägt, jeder solle selbst eine Gruselgeschichte schreiben, erinnert sich Mary an einen Sommer in Schottland, als sie und ihre Freundin Isabella den mysteriösen Mr. Booth kennenlernten, einen wesentlich älteren Mann voller Charme und düsteren Geheimnissen …

Jetzt bestellen

€ 22.00 [D] inkl. MwSt. | € 22.70 [A] | CHF 30.90 * (* empf. VK-Preis)

Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: bee.readytoread

    Atmosphärisch und dicht erzählt, gibt Anne Eekhout in ihrem Roman Mary – aufgeteilt in zwei Zeitstränge (1812 & 1816) – einen Einblick in das Leben der jungen Frau, illustriert ihre inneren Zerwürfnisse und lässt uns einen Blick hinter die Idee von "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" werfen. Der ruhige und doch eindringliche Schreibstil hat mich bereits in den ersten Kapiteln in den Bann gezogen. Es geht um Trauer und Verlust, um Liebe und Freundschaft, gesellschaftliche Erwartungen und die eigenen Träume: Wie lassen sich Traumata verarbeiten, wenn darüber geschwiegen wird? Wie lassen sich auch die dunkelsten Winkel der eigenen Seele akzeptieren? Wie frei ist freie Liebe, wenn sie nicht alle involvierten Personen beflügelt? Wie lässt sich zwischen Ansprüchen, Verpflichtungen, Wünschen und den vorhandenen Möglichkeiten der eigene Platz in der Welt finden? Neben den Ausschnitten aus ihrem Leben umfasst der Roman auch typische (Grusel-)Geschichten und Motive der damaligen Zeit. Dies bietet nicht nur Aufschluss darüber, welchen Einflüssen Mary literarisch ausgesetzt war (bzw. welchen sie sich mit Freude hingegeben hat), sondern trägt auch zur „herbstlichen“ Atmosphäre des Buches bei. Für mich war es außerdem eine schöne Möglichkeit, mich mit den Figuren verbunden zu fühlen und sie etwas mehr zum Leben zu erwecken. Mein einziger Wermutstropfen: Ich würde gerne noch mehr über Mary und die Menschen in ihrem Leben erfahren. Was hätten wir aus den anderen Blickwinkeln erfahren? Wie ist ihr weiteres Leben verlaufen? Und vor allem: War sie am Ende glücklich? Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, wenn ihr euch für die Entstehungsgeschichte eines Klassikers interessiert, der gerade wunderbar auf alle Herbstleselisten passt oder einen regenreichen Abend mit einem Roman verbringen wollt, der euch nicht so schnell loslässt. Mich wird das Gelesene noch eine Weile begleiten!
  • Von: Frau Lehmann

    Bei uns herrschte die letzten Tage Sturm. Regen, der gegen das Fenster prasselte, dunkle Wolken, Windgeheul. Das perfekte Wetter für einen Schauerroman. Anne Eekhout erzählt über den Sommer 1816, als Mary Shelley, Percy Bysshe Shelley, John Polidori und Lord Byron sich abends Gruselgeschichten vorlesen und dann beschließen, selbst welche zu schreiben. So entsteht "Frankenstein", einer der berühmtesten Horrorromane der Literaturgeschichte. Auf der Suche nach Inspiration lässt Anne Eekhout Mary weit zurückreisen in die Vergangenheit, zu einem Schottlandbesuch, der zu einem ungewöhnlichen Abenteuer wurde. Ein Schmöker, den man nur ungern weglegt, auch wenn er im Schottland-Strang zunehmend schwülstig wird. Dafür sind die Kapitel, die sich mit der erwachsenen Mary und der schwierigen Beziehung zu ihrem Mann beschäftigen deutlich besser. Der Verlust eines Neugeborenen und ein beständig fremdgehender Mann, der die freie Liebe predigt und sogar mit ihrer Schwester schläft, machen Mary das Leben zur Hölle. Jeden Tag ein kleiner Tod...