Sag immer Deine Wahrheit von Benjamin Ferencz

Benjamin Ferencz Sag immer Deine Wahrheit

Benjamin Ferencz blickt auf 100 Jahre eines bemerkenswerten Lebens zurück. Unermüdlich hat er sich für eine gerechte und friedliche Welt eingesetzt. Dieses Ziel, das er als Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen bis zur Gründung des Internationalen Strafgerichtshofs mit nie nachlassendem Engagement verfolgte, lässt ihn bis heute nicht ruhen. Der Sohn armer Migranten in den USA wurde als US-Soldat im Zweiten Weltkrieg und Ermittler im besiegten Nazideutschland Zeuge des Unsagbaren, das Menschen einander anzutun in der Lage sind. Dennoch verlor er nie den Glauben an die Befähigung des Menschen zum Guten. Sein Optimismus und sein Scharfsinn, seine Dankbarkeit und Demut beim Blick auf ein erfülltes Leben, seine tiefe Überzeugung, im Kampf für eine menschenwürdige Welt das Richtige zu tun, seine Energie und sein Humor: Ben Ferencz hat viel weiterzugeben in dieser zutiefst persönlich erzählten Autobiographie.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Jacqueline S.

    Dieses eher dünne Buch ist voller Liebe, voller Esprit - Humor und voller Geschichten und Anekdoten aus dem Leben von Herrn Benjamin Ferencz - von der ersten Seite bis zur letzten eine Freude und Ehre, es zu lesen. Auch wie die Journalistin Nadia Khomami dieses exzellente Vorwort verfasst hat, das neugierig auf die Geschichte von Herrn Ferencz macht und sie hat ebenso die nachfolgenden Kapitel aus den Interviews mit Herrn F. zu einem grossen Ganzen verfasst. Herr Ferencz verfügt über ein grosses Herz einen klugen Kopf und ein unstillbares Feuer seine Ziele und Aufgaben weiter zu verfolgen, bis er sie loslassen kann - in dem Wissen, dass es andere nun auch können. Er steht für mich in diesem aufregenden Jahr für einen Mutmacher - für einen väterlichen Freund, der selbst mir durch das Buch vermittelt, dass es trotz aller Widrigkeiten grad durch die Pandemie und im Leben weiterzumachen lohnt, damit es gut werden kann. Und was ganz besonders ist, weil Herr F. wirklich sehr eigen ist hat er auch einen Wortwitz, der Situationen überraschend drehen kann - so dass ich mehrmals herzhaft lachen musste und ich denke, dass es einfach gut tut. Ich empfehle dieses Buch, weil es trotz der äusserst schweren Dinge, die Herr Ferencz erlebt hat, er stets daran geglaubt hat, was er getan hat und wofür er gekämpft hat und dass er sich ständig weiterentwickelt hat. Er hat einen inneren Kompass der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit und der Aufarbeitung zu dienen und dies den nachkommenden Generationen beizubringen, damit das, was er erlebt hat, sich nicht nochmals wiederholen möge. Und durch den Segen seiner eigenen Familie hat er all das verwirklichen können und dennoch macht er Mut an seine eigenen Ziele zu glauben, so dass es berührt und innerlich sehr bewegend wirkt. Danke Herr Ferencz, dass ich an ihrem Leben teilhaben durfte.
  • Von: edafromearth

    Ich kann es nicht fassen, dass ich von Benjamin Ferencz erst mit 32 Jahren erfahre. Warum ist sein Name nicht genauso bekannt wie der vom Dalai Lama oder von Mutter Teresa?! Die Journalistin Nadia Khomami hat in mehreren Interviews Herrn Ferencz zu seinem Leben befragt und auf Grundlage dessen diese Autobiographie verfasst. In dieser sinniert Herr Ferencz in 9 Kapiteln über verschiedene Themen (Träume, Bildung, Liebe, …). Seine Kindheit und die Zeit während der Kriege und danach kommen zur Sprache. Auch wenn seine Erlebnisse nicht ausschweifend, sondern nur kurz aufgerissen werden, kommt sein Wesen sehr gut durch: gerissen, mutig, ambitioniert, optimistisch und unglaublich humorvoll! Er ist ein Mensch, von dem man sich nur inspirieren lassen kann. Er hat dafür gesorgt, dass die Drahtzieher des Genozids während des Zweiten Weltkriegs zur Rechenschaft gezogen wurden. Trotz der Gräuel, die er bezeugen musste, ist er ungebrochen und versucht heute, mit seinen 100 Jahren, immer noch Gutes in der Welt zu bewirken. Er mag ja „innerlich weinen“, aber „nach außen lacht er umso besser“ und mit dieser Einstellung bringt er auch seine LeserInnen zum Schmunzeln. Das dünne Buch lässt sich schnell und einfach lesen. Interessierte brauchen keine Bedenken haben, dass es düster sein oder einen runterziehen könnte – keinesfalls! Ich bin nur etwas enttäuscht, weil das Buch wie eine Kostprobe wirkt. Ich durfte Herrn Ferencz quasi die Hand schütteln, kurz Hallo sagen und das war’s. Dabei hätte ich ihm liebend gern stundenlang, tagelang zugehört. Ich bin mir sicher, Herr Ferencz könnte Bände füllen. Aber das will ich ihm mit seinen 100 Jahren nicht zumuten. Dafür ist er ja auch viel zu beschäftigt =)
  • Von: Juergen Meuser

    Das Buch ist interessant, lesenswert und kurzweilig aufgrund des bewegten Lebens von Benjamin Ferencz. Aber die gewählte Form des Buches, das 100-jährige Leben von Benjamin Ferencz auf 160 Seiten wiederzugeben, enttäuscht den interessierten Leser. Es ist nicht möglich in dieser Form das ereignisreiche Leben dieses Juristen detailliert aufzuzeigen. Das Buch kann man nur als Inhaltsangabe des Lebenswerkes dieses Mannes deuten, dessen Leben sicherlich ein Buch mit mehr als 1.000 Seiten verdient hätte. Jede Station seines Lebens kann deswegen nur kurz angesprochen werden und das enttäuscht. Denn es fehlt die genaue, umfangreiche Beschreibung, auch seiner Gedanken und seiner Beweggründe. Jeder Lebensabschnitt hätte 160 Seiten verdient. So seine Jugend in völliger Armut nach der Immigration in die USA und sein Aufstieg durch Bildung, was mit sehr viel Glück verbunden war. Der zweite wichtige Abschnitt im Leben von Benjamin Ferencz, was eine genaue Beschreibung verdient hätte, war seine Kriegszeit, wo er viele großen Schlachten in Europa nicht nur miterlebt, sondern auch überlebt hat. Der wichtigste Abschnitt seines Lebens waren die Suche nach Beweise und Recherchen vor den Nürnberger Prozessen sowie der Prozess selber. Aus diesem Abschnitt wird aufgrund der Kürze des Buches nur kurz auf das Wichtige eingegangen. Benjamin Ferencz besucht zehn Konzentrationslager, über das Gesehene dort und seine Gedanken darüber erfährt man fast nichts. Auch über die wichtige und sicherlich umfangreiche Suche nach Beweisen für die Gräueltäten der Angeklagten erfährt man nur Grundsätzliches. Über den Prozess selber und den einzelnen persönlichen Treffen und Gespräche von Benjamin Ferencz mit den Angeklagten bleibt das Buch auch nur an der Oberfläche. Sein jahrelanger Kampf nach den Nürnberger Prozessen für die Menschenrechte und sein unermüdlicher Einsatz bis und für die Gründung des Internationalen Strafgerichtshofes hätteauch eine umfangreichere Beschreibung verdient. Auf der Buchrückseite ist geschrieben: "Ben Ferencz hat viel weiterzugeben in seiner persönlich erzählten Autobiografie". Leider erfüllt dieses Buch diesen Anspruch nicht.
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